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Abschlussrezension und Charakteranalyse Nike und Ella aus der Dark-Reihe von J. S. Wonda

Nike

Als Bruder von Florence war Nike zu Beginn der Reihe sehr undurchsichtig doch mit jedem Kapitel, nistet er sich mehr in mein Herz ein. Eines steht von Anfang an fest, Nike will eigentlich nur das richtige tun. Er versucht die Menschen, die ihm wichtig sind, schon mit seinen jungen Jahren, zu beschützen. Auch wenn er dafür einen eher unkonventionellen Weg gehen muss, hat er doch sein Herz am rechten Fleck. Für seine Schwester würde er durchs Feuer gehen. Er hat Mut, Stolz aber auch einen gesunden Selbsterhaltungstrieb.  Nike steht für das woran er glaubt ein, auch wenn jeder ihm versucht das Gegenteil zu erklären. Dieser sture Kopf ist sowohl auf sein Alter zurückzuführen als auch auf seinen scharfen Verstand. Er verkörpert Intelligenz auf eine Art, die man nicht in Schulen lernt. Ein ausgeprägter Spürsinn und ein bisschen Hochmut gepaart mit dem Willen sich zu beweisen. Nike ist ein Chaot durch und durch, genau das ist es, was ihn so unglaublich liebenswert macht. Immer wieder versucht er Masken zu tragen, die nicht recht passen wollen, Charakterzüge zu vermitteln die er nicht hat. Nike ist durch und durch ein Teenager mit allen Verwirrungen, Problemen, Sturheiten und Hormonkämpfen mit denen Teenager grundsätzlich gebeutelt sind.

Prinzessin Eloise „Ella“

Eine Rose gezüchtet in einem Glas, getrieben zur Perfektion, abgeschottet von Nähe. War sie zu Beginn kalt und unnahbar, entwickelte Ella sich zum Ende hin zu einem leidenschaftlichen Freigeist. Obwohl es oft schwer war, sie zu mögen, hat auch sie einen schönen, starken inneren Kern. Auch wenn viele ihrer Charakterzüge an den Nerven reizen. Ihre Anhänglichkeit, ihr zwanghafter Wunsch nach Kindern, ihre Suche nach Abenteuern, ihre Eifersucht und ihre hinterlistige Art. Manchmal kam sie mir vor wie ein bockiges Kind, das nicht ihr gewünschtes Spielzeug bekam und dann plötzlich setzt sie sich ein, macht sich stark, beginnt zu leben. Aus dem Schönen aber biestigen Schwan wird ein freier Schmetterling, der durch die Käfigstäbe entwischt. Ehe man sich versieht, hat sich Ella ins Herz gebrannt und man vergießt Krokodilstränen für sie. Die Princess of Wales ist eine reine Achterbahn der Gefühle, ein ganz verwirrendes, klobiges aber interessantes Kapitel und trägt ihren Teil dazu bei, die Dark-Reihe zu dem zu machen, was sie heute ist. Ein unglaublich berührendes Abenteuer.

Abschlussrezension der Dark-Reihe Band 1 bis 7

Die Reise ist zu ende, die letzten Worte gelesen mit einem Ende, das berührt. Unsere Protagonisten Alec, Davies und Florence haben uns mit auf ein Abenteuer genommen, das meinetwegen hätte nie enden können. Ja ich habe geschwärmt, ich schwärme immer noch und will die Reihe einfach nicht loslassen. 7 Bänder, 200 Intrigen, 1.000 Glückmomente und 2.000 markierte Stellen später blicke ich Wehmütig dem Ende entgegen. Für jemanden wie mich, der im Normalfall nach spätestens vier Bändern (Harry Potter natürlich ausgenommen) das Interesse verliert, ist der Wunsch nach „mehr“ wohl das größte Kompliment, das ich machen kann. Unser Chaos-Trio hat eine unglaubliche Entwicklung durchgemacht, sind sich selbst aber stets treu geblieben und sind mir wie drei gute Freunde geblieben.

Es gab nicht einen Moment der Langeweile, es gab nicht einen Moment von Desinteresse. Alle Schlüsselmomente verbanden sich zu einem riesigen schillernden Mosaik. Ein Netz aus Farben, Verbindungen, Gefühlen wurde gesponnen und schloss sich zum Ende hin wie ein Kreislauf, das ist wohl die literarische Meisterleistung, die ich der lieben Jane zuschreibe. Über sieben Bänder Pläne, Intrigen, Verbindungen, Abkommen, Vergangenheiten und Zusammenhänge zu spinnen ohne ein heilloses Durcheinander entstehen zu lassen, ist eine Leistung, die selbst den größten Autoren der Welt nur selten gelingt. Die Handlung ergab immer Sinn, durchweg war Spannung vorhanden und es gab konstant dieses süße Gefühl der Verbundenheit. Und genau aus diesem Grund blicke ich dem Ende mit einem lachendem aber auch einem weinenden Auge hinterher und wüsche unseren Helden eine strahlende Zukunft.

Noch ein paar Anmerkungen um dieser schnulzigen Rezension mehr pepp zu verleihen:

Kassierst du für diese Lobeshymne was?

Nein ich wurde nicht bezahlt dafür, diese verdammte Schwärmerei kommt halt irgendwie aus meinem Inneren und ich kann wirklich nichts dafür (auch Steine haben Gefühle!). Mal im Ernst, ich habe Dark Prince durch Zufall entdeckt und vergöttere es, weil ich mich glaub ich in Alec verknallt hab oder in Davies? Oder vielleicht sogar in Florence, wer weiß das so genau? xD. Meint ihr Alec hat noch Platz im Palast? (Mein Mann denkt ich meine das nicht so, doch der wird noch gucken, wenn ich mit Sack und Pack die Biege mache, weil irgendwer den sagenumwogenen Dark Prince irgendwo gesichtet hat, muahahah).

War das dein letztes Wort zu der Dark-Reihe?

Bestimmt nicht, denn ich überlege grad ernsthaft den ersten Teil zu rereaden (wie gesagt ich klammere ein wenig). Aber es ist halt wirklich so, so, so gut.

Schreibst du eigentlich immer so viel Zeug über eine Reihe?

Jaein. Ich verfasse grundsätzlich bei Büchern, die aus mehreren zusammenhängenden Teilen bestehen nur eine einzige Rezension über den ersten Band, weil alles andere in meinen Augen die Spannung nimmt. Bei Büchern, die zwar zu einer Reihe gehören, aber sich um völlig andere Protagonisten, oder wie es grad so beliebt ist, sich plötzlich um Nebencharaktere aus dem ersten Band, drehen, kann es schon gut sein, dass ich für jeden Band eine Rezension schreibe, was ich aber selten tue (Ausnahmen bestätigen die Regel) und auch nur bei wirklich guten Büchern.

Warum dann diese zweite Rezension zur Dark-Reihe?

Weil diese Reihe irgendwie meinen Kopf verdreht hat, weil sie eine Geschichte erzählt, die ich mit meiner ersten Rezension nicht vollumfänglich wiedergeben konnte. Nike und Ella waren sehr wichtige Charaktere für diese Reihe. Sie haben viel dazu beigetragen und sind mir als Nebencharaktere wahnsinnig ans Herz gewachsen. Ich wollte sie damit hervorheben. Natürlich gab es weitere Charaktere, die mir wichtig wurden, doch da es mit den Skandal-Royals noch nicht zu Ende ist (weitere Infos findet ihr bei der lieben J. S. Wonda) habe ich mich für diese beiden Charaktere entschieden.

Du postest immer wieder die Kapitelüberschriften auf Instagram, warum?

Weil sie verdammt nochmal genial, lustig, kreativ und außergewöhnlich sind. Die liebe Jane hat sich da was Tolles einfallen lassen und ich kenne kein Buch, das so etwas Cooles hat. Es macht wahnsinnig spaß diese „Märchen“-Sätze zu lesen und ich musste mega oft schmunzeln.

Letzte Frage: Alec oder Davies?

Die Frage des Tages. Ich habe keinen blassen Schimmer, wen von beiden ich schärfer finde. Sie haben beide ihre Arten und beide verdrehen einem den Kopf. So oder so kenn ich glaub keine Frau, die einen der beiden von der Bettkante stoßen würde aber, Davies bedeutet Verbundenheit, Schutz, Zugehörigkeit und Wärme, Alec jedoch hat für mich die Bedeutung von Liebe, Wahnsinn, Aufopferung aber auch unendlicher Zuneigung. Lange Rede kurzer Sinn: Ich würde mich immer für Liebe entscheiden.

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Rezension zu „Dirty – In seiner Gewalt“ von Sarah Saxx

Klappentext

»Eigentlich müsste ich Angst vor ihm haben. Es ist falsch, dass ich mich so zu ihm hingezogen fühle. Aber er hat mich aus meiner persönlichen Hölle entführt. Und dafür werde ich ihm ewig dankbar sein.«

Dirty liebt es, mit der Lust der Frauen zu spielen. In seiner eigens hierfür eingerichteten Spielhöhle lässt er nur »Auserwählte«, die er über seine speziell dafür angelegte Website findet. Er entscheidet, welche der Bewerberinnen in den Genuss kommen, von ihm beglückt zu werden.
Bis eine Frau auf ganz anderem Weg in seinem Bett landet und ihm völlig unerwartet unter die Haut geht.

Olivia hat mit ihrem Leben abgeschlossen, seit sie von Ernesto Castellano, gefürchteter Geschäftsmann und Drogenboss, entführt wurde und in dessen Villa Tag für Tag unglaubliches Leid erfährt. Als eines Nachts ein geheimnisvoller Fremder ihr Gefängnis betritt, schöpft sie neuen Lebensmut. Obwohl er sie mit einer Waffe bedroht, bringt er sie von dem Anwesen weg und nimmt sie mit zu sich. Als dieser Mann sich dann auch noch um ihre körperlichen sowie seelischen Wunden kümmert, wird sie sich seiner ungeahnten Anziehungskraft bewusst. Doch bringt er ihr wirklich die lang ersehnte Freiheit?

Protagonistin Olivia „Liv“

Olivias Schicksal geht unter die Haut, unerträgliches Leid pflastert ihren Weg und es war schmerzvoll einen Einblick in ihre persönliche Hölle zu bekommen. Gerade weil man nicht verschont wird, schillert Liv in den buntesten Farben. Ihr Mut, ihre Stärke und ihr Wille ihren Peiniger nicht gewinnen zu lassen. Gänsehaut, Schmerz, Bewunderung. All diese Gefühle löst sie in mir aus. Sie ist nicht aus Stein, lässt es zu Schwäche zu empfinden, kämpft sich jedoch trotzdem immer wieder auf die Beine. Wenn alle Stricke reißen, packt Olivia erst richtig aus. Das Leben ist kein Märchen, guten Menschen leiden, nur entscheiden sie selbst, wie dieses Leid sie beeinflusst. Liv berührte mich mit ihrer Persönlichkeit, mit ihrer Entschlossenheit. Sie will die Schatten der Vergangenheit loslassen, nach vorne sehen. Obwohl sie Angst hat, obwohl sie Rückschläge einstecken muss und Panik ihr ständiger Begleiter ist, lernt sie Schritt für Schritt aus dem Schatten, in den sie ihre Entführung geworfen hat, auszubrechen und hervor kommt eine mitfühlende, lustige und kokette junge Frau, die einen einfach umhaut.

Protagonist Ben „Dirty“

Ben, charmant, sexy, verspielt und doch gefühlvoll, schlau, sensibel. Wer gedacht hat, Liv sei von einem Macho zum nächsten gewandert, der irrt. Denn wo man erwartet, dass Ben seine Dominanz auslebt, wartet er mit Mitgefühl und Rücksicht auf. Er sieht seine Seite „Dirty“ als etwas das sie ist, ein Spiel, das auf gegenseitigem Respekt und Vertrauen beruht. Ben lieb es, die Fäden in der Hand zu haben, aber auf eine Art, mit der er gibt und nicht nimmt. Umso süßer ist es, wenn er diese Seite für Liv auch mal ablegen kann. Er kämpft für die Menschen, die ihm am Herzen liegen, beschützt und verteidigt sie. Für Ben ist Vertrauen alles und er tut alles um das Vertrauen zu Liv aufzubauen. Das macht Dirty nicht nur zu einem herzensguten Menschen, es macht ihn in meinen Augen zu einem Helden. Er rennt nicht weg vor den Wunden die Liv auf Körper und Seele trägt, er nimmt sich dieser an, verarztet sie. Und egal wie oft es ihn zurückwirft, er setzt jeden Stein im Fundament ihrer Beziehung erneut.

Story-Aufbau

Ein Thema das berührt, ein Albtraum für jede junge Frau und doch so süß und mitreißend wie ein Dessert. Man leidet, man liebt, man lächelt. „Dirty – In seiner Gewalt“ streift nahe an den Nerven, fesselt und verlockt. Es war eine unglaubliche Erfahrung mit Liv und Ben diesen Weg zu gehen. Zu sehen, wie sie Wunden heilen, Albträume verjagen und Stück für Stück Licht in die Dunkelheit bringen. Liv mit ihren Wunden, die zu Narben werden, mit ihrem Leid, das zur Erinnerung wird, mit ihren Tränen, die einem Lächeln weichen. Ben der seine führsorgliche, sanfte Seite entdeckt und das erste Mal mehr in einer Frau sieht als ein Ventil. Ich war von der ersten Seite an gefesselt und Ben und Liv sind mir ans Herz gewachsen. Sie geben einander so viel Verständnis, Vertrauen und Liebe, dass es das Herz berührt. Und neben all diesen Gefühlen, reißt einen ein Strudel aus Verlangen, Verwirrung und Hindernissen mit. Der Weg der beiden ist eine Achterbahn der Gefühle, bündelt sich zu einer Geschichte, die aufzeigt was es bedeutet wirklich Vertrauen zu fassen und endet mich einem warmen Gefühl im Inneren. Dabei kommen scharfer Humor, leidenschaftliche Momente und prickelnde Anziehung keinen Moment zu kurz.

Message an die Autorin

Liebe Sarah, du hast eine Gradwanderung der Extraklasse hingelegt, Dominanz und Feingefühl, Leid und Leidenschaft, Schmerz und Vertrauen gehen Hand in Hand mit einer spannenden Atmosphäre, unvorhersehbarer Momente und berührender Tiefe. Ich freue mich schon sehr auf mehr, und „Rich – In seinem Bann“ wartet bereits auf mich.

Bewertung 

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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Rezension zu „Pretend“ von Penny L. Chapman

Klappentext:

FARREN

Ich höre die falsche Musik und mache nur Ärger. Meine Mutter hasst mich, obwohl ich alles tue, um ihr zu gefallen. Sie hat mir ein Ultimatum gestellt. Entweder gehe ich für ein Jahr nach Miami, um bei einem Freund meiner Eltern Disziplin zu lernen, damit ich ihre Firma übernehmen darf, oder sie setzen mich vor die Tür. Es hätte so einfach werden können, doch dann traf ich ihn.
Er lebt das Leben, von dem ich immer geträumt habe. Wild, frei, respektiert.
Er macht seine eigenen Regeln. Sein Name ist …

KIERAN

Sie hört die richtige Musik, ist laut und unberechenbar. In ihren Augen sehe ich dasselbe Feuer wie bei mir. Sie könnte perfekt sein. Doch etwas stimmt nicht mit ihr. Sie spielt das brave Mädchen und verstellt sich. Es macht mich rasend, denn ich habe etwas gegen Heuchler.

Protagonistin Farren

Farren wurde gedrillt, unterdrückt und schwerwiegend misshandelt. Sowohl körperlich als auch seelisch merkt man ihr das an. Umso erstaunlicher ist es, dass sie irgendwo einen Teil von sich selbst bewahrt hat. Sie kann loslassen, frei sein, immer dann, wenn sie sich unbeobachtet fühlt. Ihr Wille sie selbst zu sein und das Bedürfnis nach Anerkennung wiegen gleich auf. Umso schöner ist es, dass sie im Laufe des Buches versteht, was es bedeutet zu leben. Farren macht eine unglaubliche Entwicklung durch, aus dem manipulierten, einsamen Mädchen wird eine selbstbewusste starke junge Frau und diese hat es in sich. Für sich selbst kämpfen, für sich einstehen und selbstbewusst durchs Leben gehen, all das lernt Farren und erobert damit das eine oder andere Herz, meines hat sie damit auf jeden Fall sicher. Farren lehrt uns: Stark sein ist nicht leicht, man muss dafür alles geben, alles riskieren, aber wenn man erst einmal gelernt hat, sich selbst zu schützen, dann kann einen nichts mehr aufhalten.

Protagonist Kieran

Du hast dein Schicksal selbst in der Hand, genau das ist es was Kieran beweist. Er hat seinem Leben eine neue Wendung geschenkt, durch den Verlust seiner Mutter bestärkt, durch seinen Vater geprägt, hat er alle Scheuklappen fallen lassen und begegnet dem Leben mit genau dem was er ist. Nach außen hin ist er der perfekt gedrillte Mustersohn, doch wenn er seinen Fuß aus der Firma setzt, wird er zum Untergrundbadboy. Er ist kalt, frei, wild und ungestüm. Moral ist etwas, das man uns eintrichtert, Kieran weiß das und das macht ihn unwiderstehlich. Besonders als er Farren trifft wird klar, er hat zwar den falschen Anstand losgelassen doch sein Herz hat er am rechten Fleck. Sein Mut, seine Entschlossenheit und sein Kampfwille berühren einen und seine offene und freche Art bringen einen zum Schmunzeln. Kieran ist Good boy und Bad Boy in einem und ich kann mit voller Überzeugung sagen, ich liebe beide Seiten an ihm.

Story-Aufbau

Eine Story mit Tiefe. Wir begleiten Farren auf ihrem Weg zu wahrer Stärke. Pretend wartet mit Sexappeal, Emotionen und Power auf. Zwischen Untergrundkämpfen und Anstandszwang kämpfen wir falsche Moral und heuchlerische Befangenheit nieder. Eine Geschichte über Freiheit, Selbstwertschätzung und Träume. Man wird nicht stark geboren, man muss sich dazu entscheiden und genau das ist es, was uns Pretend mit auf den Weg gibt. Die Seiten flogen nur so dahin, tiefe Emotionen, Zähneklappern und Seufzen inklusive.

Message an die Autorin

Liebe Penny, eine wundervolle Geschichte mit Schatten und Licht, mit Mut und Tränen. Deine Farren und dein Kieran haben mich sehr berührt und deine aufgegriffenen Themen gehen unter die Haut. Ich freue mich schon auf mehr von dir.

Bewertung 

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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Jeder fängt mal klein an – Eine Überlegung über den Weg zum Autor.

Heute beschäftigt mich ein ganz bestimmter Gedanke. Wenn wir uns in unserer Büchercommunity umschauen, dann finden sich viele Autoren und Autorinnen. Manche stehen bei einem Verlag unter Vertrag, viele haben den Weg des Selfpuplishings gewählt und ein paar stehen noch ganz am Anfang ihres Autoren-Lebens.

Ich durfte in den letzten Monaten mit einigen Autorinnen quatschen, begleite ein/zwei auf ihrem Weg zum Durchbruch und stelle immer wieder fest, wie viel Arbeit hinter der Fassade des unbeschwerten Autors steckt.

Aus diesem Grund will ich euch mal meine Eindrücke schildern. Einfach nur damit ihr den nächsten Autor mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten könnt. Vielleicht erreiche ich auch damit, dass der eine oder andere „große“ Verlagsautor sich daran erinnert, wie alles begann.

Jeder fängt mal klein an.

Da stehst du nun, hast Monate geschuftet, an deiner Geschichte geschliffen und Freunde und Familie um ihre Meinung gebeten. Manche haben geschmunzelt, andere die Augen verdreht, weil es ja irgendwo nach einer fixen Idee klang und allen Zweifeln zum Trotz hast du deine Idee aufs Papier gebracht. Du liest jedes geschriebene Kapitel wieder und wieder. Ein Lektor? Wo bekommt man den her? Freiwillige? Wer hat denn so viel Zeit? Also schaust du und korrigierst. Die Arbeit hat noch nicht mal angefangen.

Du erstellst ein Manuskript, woher du weißt wie man eines erstellt? Du recherchierst, schaust Stunde um Stunde Anleitungen, surfst auf bekannten Seiten, die so viel mehr Anhänger haben als deine Eigene. Suchst nach einem Verlag, deinen liebsten, der größte in der Hoffnung, dass er dir eine Chance gibt. Es hagelt keine Absage, es hagelt Schweigen. Du bist ein kleines Licht und dein Traumverlag hat keine Zeit dir zu antworten, dir abzusagen. Also machst du einen zweiten Anlauf bei dem kleinsten Verlag und statt Schweigen hagelt es nun Absagen. Tja keiner gibt deinem Herzensprojekt eine Chance. Doch du gibst nicht auf. Dann machst du es halt selbst!

Die Nächte machst du durch, dein Cover ist nicht von einem Medien-Designer, das warst du. Mit einem günstigen Photoshop-Ersatz in das du dich ewig einlernen musstest. Wer hat schon Geld für einen Cover-Designer? Du startest mit Instagram, Facebook und Co. Nennst du dich schon Autor? Fühlst du dich schon wie einer? Ja du wählst diesen Begriff, nicht weil du hochmütig bist, sondern weil du es ernst meinst mit dem was du tust, denn du hast geschuftet, du willst dafür wenigstens das. Dann stellst du dein Werk auf ein Portal um es als E-Book anbieten zu können, wer kann sich schon einfach einen Platz im Buchladen mieten? Nein, nein, so viel Geld hast du nicht, also bietest du es auf einem Portal an, das dir die Hälfte deines Verdienstes abnimmt und das nur damit es dir den Verkauf ermöglicht. Aber du nimmst es hin. Nach etlichen Recherchen ist es dann vollbracht, deine Beschreibung sitzt, dein selbstgeschossene Porträt zeigt dich lächelnd, dein Klappentext veröffentlicht. Du wartest und dann, passiert nichts. Ein zwei Menschen die dir folgen. Ein zwei Leute, die dich begrüßen, aber keiner liest mehr als den Klappentext. Dir rennt keiner die Bude ein, keiner interessiert sich für das Werk woran du Nächte lang gearbeitet hast. Dein Buch ist gut, du weißt das denn jeder, der dir eine Chance gegeben hat, hat es in einem Zug durchgelesen, doch in der großen weiten Welt des Internets bist du nur ein kleines Licht.

Doch du gibst nicht auf, nein du willst das durchziehen also recherchierst du, schaust, wie es die Anderen gemacht habe. Werbung, Werbung, Werbung, aber „Werbung machen“ kostet viel, selten macht das jemand umsonst. Du weißt genau, du musst einen Fuß in die Tür bekommen. Suchst Kontakt zu den Leuten, quatscht sie an wie ein Verkäufer und genau so oft, schlagen sie dir die imaginäre Tür vor der Nase zu. Nacht um Nacht, Stunde um Stunde neben dem ganz normalen Beruf, neben dem Studium, neben der Schule. Immer auf Abruf immer am Kontakte knüpfen. Nicht alle sind nett, manche sind unverschämt, manche sind fies. Geld ist noch lange nicht in Sicht. Du suchst dir liebe Leute, das dauert ewig, du bittest sie um Hilfe. Manche machen es gerne, andere verlangen alles Mögliche dafür. Für dein Werk bezahlen? Das will keiner aber du machst es. Und sie rezensieren, sie Bloggen, sie machen Werbung. Dein erster Verkauf, du hattest das Gefühl zu schweben, nur wenige Euro für dein Projekt aber du schwebst. Träumst von mehr. Deine Blogger bloggen fleißig, schwärmen, teilen. Doch dann kommt deine erste schlechte Rezension. Ein Käufer zerreißt dein Buch in der Luft, nimmt kein Blatt vor den Mund. Du schluckst, machst weiter. Mit jedem Stern schwebst du. Tage vergehen, Monate schwinden. Du knüpfst weiter Kontakte, findest Menschen, die dir die Hand reichen genau so oft wie Menschen die sie dir Abhacken. Doch du recherchierst weiter, bietest Gewinnspiele an, Rezensionsexemplare, klopfst auch bei den größten Bloggern an die Tür in der Hoffnung, sie geben dir eine Chance. In der Zwischenzeit hast du viele hundert Menschen kontaktiert, manche nur auf der Suche nach Printexemplaren, etwas was sie horten können, etwas was ihnen was bringt. Also bestellst du Printexemplare, natürlich aus eigener Tasche, die fallen ja nicht vom Himmel, aber du brauchst mehr Platz im Spalt der Türe also investierst du. Manche halten sich dran, rezensieren, schwärmen über dein Printexemplar, von anderen hörst du nie wieder was. Große Blogger vertrösten dich, da ist doch noch der Stapel der Verlagsbücher die sie rezensieren müssen, dafür gibt’s Goodies, dafür gibt´s Geschenke. Also investierst du in Goodies, verteilst sie an deine Blogger, diese verlosen sie weiter. Nur zur Erinnerung, noch immer verdienst du kaum. Hast eine Menge investiert. Tage vergehen, Monate schwinden, vielleicht auch Jahre und dann ist es soweit. Ein großer Blogger, ein paar super Bewertungen und dein Buch ist grad mal im Gespräch. Du verdienst etwas, nicht viel aber was soll´s. Du schreibst weiter, deine Gruppe wächst langsam, aber sie wächst. Deine Anhänger geben dir die Chance. Noch immer bist du rund um die Uhr am Kontakte knüpfen, am Werbung erstellen. Kein Ende in Sicht, doch du machst es gerne, machst es für die Menschen die dein Buch mögen, machst es für deinen Traum….

Ja ich höre hier auf, mitten drin denn manchmal klopft ein Verlag an die Tür, manchmal legt ein guter Autor die Feder nieder, weil der Durchbruch ausbleibt. Jede Geschichte ist anders. Jedes Ergebnis unterscheidet sich vom anderen. Doch verstehst du was ich damit sagen will? Kein Autor ist vom Himmel gefallen, kein Verlag kommt angerannt. Es dauert oft Jahre bis man mal was verdient, meistens hat man an diesem Punkt mehr Eingesteckt als positives erfahren.

Der Weg zum Autor kann steinig sein, er kann schwer sein. Manchmal haben Autoren Glück, meistens ist es aber harte Arbeit. Wenn ich bei der Begleitung meiner Autoren eines gelernt habe dann, dass dir auch als Autor nichts im Leben geschenkt wird.

Ob von einem Verlag oder von einem selbstgebastelten Cover, in jedem Buch kann ein Bestseller stecken. Ob 100 oder 100.000 Follower jeder hat irgendwann mal bei 0 angefangen.

Das hier ist für alle Autoren und Autorinnen, für Bestseller und Unbekannte, für Verlagsmitglieder und Selfpuplisher. Ich ziehe meinen Hut, ich bewundere euren Ehrgeiz, euren Mut und eure Kraft.

 

Eure Sandra Zeilenwanderzauberin

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Rezension zu „Dark Prince“ von J. S. Wonda

Klappentext

»Ich werde dir eine Geschichte erzählen. Sie beginnt mit einem Geheimnis, das England bis ins Königshaus erschüttern könnte, und endet mit einem noch viel größeren. Du denkst, ich sei nichts weiter als ein Gangster, der mit Drogen und Kartellen spielt. Und dabei gewinnt. Du denkst, ich besäße nur meinen Club und ein paar Leute, die mir gehorchen. Du glaubst, meine Kontakte reichten nicht um die Welt, und du glaubst, mein Blut sei so rot wie deines. Aber du täuschst dich. Du hast keine Ahnung, wen du wirklich vor dir hast.«

Blaues Blut und schwarze Abgründe – Die neue royale Dark Romance Reihe von Bestsellerautorin J. S. Wonda!

London. Heute. Abseits vom Piccadilly Circus.
Florence hat immer für eine bessere Zukunft gekämpft und nichts getan, das diese gefährden könnte. Doch als ihr jüngerer Bruder in die Drogenszene gerät, sieht sie sich gezwungen, ihn mit allen Mitteln daraus zu befreien. Dabei trifft sie auf einen gefährlichen Unbekannten, der den gesamten Londoner Schwarzmarkt beherrscht. Er ist jung – und verdammt gutaussehend – und passt so gar nicht in die düstere Welt der Vorstädte rund um London, in der sie aufgewachsen ist.
Was ist sein Geheimnis? Welche Rolle spielt sein treuer Freund Davies? Und was geschieht, wenn sie der dunklen Anziehungskraft des Dark Prince‘ verfällt und dabei in einen Strudel aus Gefahr und Lust gerät? Wird sie ihrem Bruder helfen können?

Protagonistin Florence

Florence ist stark, kämpferisch und springt für ihre Liebsten in die Bresche wie ich es selten gesehen habe. Sie hat es geschafft in einer Welt voll Dunkelheit zu strahlen und ihr loses Mundwerk und ihr Kampfwille verzauberten mich von der ersten Minute an. Wie eine waschechte Königin streift sie durch die Unterschicht und der Dreck, der sie umgibt, färbt nicht auf sie ab. Jedes Mal, wenn sie einen Rückschlag einstecken muss, kommt sie ein Stückchen stärker hervor. Für ein Mädchen, dem nichts im Leben geschenkt wurde, hat sie einen ausgeprägten Überlebenswillen. Sie scheut sich nicht davor, alles zu tun um sich und ihren Bruder zu beschützten, dabei landet sie immer wieder wie eine Katze auf ihren Pfoten. Florence hat sieben Leben, immer wieder schafft sie es sich durch die Gewalt und den Schmerz, der sie umgibt, zu kämpfen. Ich persönlich habe eine Schwäche für starke Protagonistinnen, weshalb Florence mich sehr berührt. Sie ist taff, kann einstecken, kann aber auch weich sein. Was mir am meisten gefällt ist, dass sie das Leben nimmt wie es kommt. Immer wieder beweist sie, was für ein Anpassungstalent sie hat. Und zur Krönung nimmt sie kein Blatt vor den Mund. Feuer unterm Arsch, Mut im Herzen und doch mitfühlend. Florence ist nicht perfekt, lässt auch mal Schwäche zu, aber gibt nie auf.

Protagonist Dark Prince

Hach, was soll ich zu unserem Prinzen sagen? Ein Mann aus zwei Welten, ein Spieler, ein Täuscher, ein Herzensbrecher. Ich liebe und ich hasse ihn. Auf der einen Seite ist da dieser Wille die Welt zu verändern. Bewundernswert, süß, tapfer, unbeschönigt. Das Wohl vieler wiegt schwerer als das Wohl eines einzelnen. Tief in mir klingt dieser Satz noch nach. Genau diese Einstellung ist es, die ihn zu einem Prinzen macht und andererseits ist es diese Einstellung, die ihn mich manchmal hassen lässt. In der einen Sekunde ist er gnadenlos, stark, fies und wild und dann, als würde man den Blick hinter einen Vorhang wagen, blitzt dieser Junge auf, der das System hasst, in das er geboren wurde. Der Junge, der Wut im Herzen neben Trauer und Frust eingebrannt hat als seien sie Teile seiner Seele. Ja unser Prinz ist scharf, ja er ist verführerisch und doch ist es der schwermütige, sanfte Teil seiner Persönlichkeit, der ihn so schön macht. Man fühlt mit dem verkorksten Prinzen mit, spürt die Pflicht, die auf seinen Schultern lastet. Der Dark Prince schlägt ein wie eine Bombe. Überrollt einen mit seinem Wesen, seinem Charakter, seinem Charme und seiner Intelligenz. Wer kann da wiederstehen? Ich kann es nicht! Unser Dark Prince ist vollkommen unvollkommen. Verwegen, stark, gefühlvoll und sexy. Ich würd mal sagen, pfeif auf Prince Charming, ich setz seit neuestem auf Schwarz.

Protagonist Davies

Unser Davies, unser Killer, unser Rächer, unser … ok ok zurück zum Thema :D. Ich liebe ihn, nein ich vergöttere ihn. Auch wenn ich zum Team D.P. gehöre, ist Davies einfach.. einfach Davies. Witzig, scharf, mit einem Hang zur Gewalt. Seine bedingungslose Loyalität, seine tiefe Bindung zum Prinzen und seine Selbstakzeptanz machen ihn unglaublich faszinierend. Er weiß wie er ist, er weiß was er tut und er liegt deshalb kein Stück im Argen mit sich selbst. Dieses Selbstbewusstsein ist es, das ihn unverschämt attraktiv wirken lässt. Er ist kaputt, er weiß das und es kümmert ihn nicht. Und doch hat auch er seine schwachen Momente, seine Fehler, seine eigene Dominanz. Davies setzt Prioritäten, er glaubt an das, was der Prinz erreichen will, glaubt mit tiefster Überzeugung an das war er erreich wird. Und weil er sich für seinen Rudelführer in den Kugelhagel stürzen würde, vergöttere ich ihn. Wenn man eine rechte Hand braucht, dann hat man mit Davies das große Los gezogen. Dass er nicht nur loyal, humorvoll, verspielt und sexy ist, sondern eine einzigartige Verbindung zum Prinzen hat, die so viel tiefer geht als nur geschäftliche Verbundenheit, macht ihn zum Herzensmensch für mich.

Story-Aufbau

Ja diese Story hat es in sich, manchmal schmerzhaft, manchmal gewaltig, aber sicher nicht langweilig. Die Geschichte eines Untergrundprinzen reißt einen mit sich und die Zeilen fliegen nur so dahin. Immer wenn man denkt, jetzt wird’s kitschig, kommt der nötige Pfeffer, immer wenn man denkt jetzt geht’s los, wird man weiter geködert. Eine Achterbahn der Gefühle, ein Rausch der Emotionen. Dark Prince ist dunkel, sexy, verführerisch und absolut nichts für kleine Mädchen. Das ist es was ich an diesem Buch so liebe, die Sprache der Gewalt, die Härte der Straße. Nichts ist beschönigt, nichts in Watte gepackt. Ungetrübte, rohe Leidenschaft geht Hand in Hand mit Zielen, Loyalität und ein bisschen Größenwahn. Dark Prince ist scharf, auf eine Art, die nicht jeder versteht, doch die berührt. Man lernt zwischen den Zeilen zu lesen, mehr zu sehen als nur gesagtes und plötzlich ergibt alles ein buntes Bild aus Begierde, Liebe und der Suche nach Glück.

Message an die Autorin

Liebe Jane, das war meine Lobeshymne an dich und deinen Prinzen. Du hast ein Werk geschaffen, das mit nichts zu vergleichen ist. Themen wurden aufgegriffen wo sich der eine oder andere pikiert wegducken würde. Ich bin jedoch der Meinung, die Welt braucht mehr Autorinnen wie dich. Autorinnen, die sich trauen an Themen zu rühren über die keiner spricht und das mit Würde und Stolz. Du ermöglichst es dem Leser auch die dunkle Seite der Leidenschaft zu sehen, dabei aber auch Licht zu finden. Ich bin hin und weg (falls man es nicht bemerkt hat) und freue mich schon auf den zweiten Teil.

Bewertung

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Blogbeiträge

Neuzugänge der Woche

So meine lieben Blog-Leser,

ich war wieder Shoppen. Das heißt, heute stell ich euch meine neuen Bücher vor die ich mir gegönnt habe. Keines davon hab ich bisher gelesen, eine Rezension folgt dann nach und nach. Seid ihr gespannt?

Ganz vorne mit dabei ist

Heliopolis von Stefanie Haas.

Preis: 16,95 €

Seitenzahl: 460

Verlag: Loewe

Klappentext:

Akasha ist die Prinzessin von Heliopolis. An ihrem 16. Geburtstag wird sie eine der acht magischen Gaben erhalten und mit Riaz vermählt werden. Doch Akasha bekommt nur das Leere Zeichen in den Nacken gebrannt. Keine Gabe! Keine Magie! Zu allem Überfluss droht nun eine Hochzeit mit dem arroganten Dante. Um den Makel auszumerzen, schickt ihr Vater sie in einer wichtigen Mission auf die Erde.

Warum dieses Buch:

Ich muss gestehen, vor allem die Heliopolis-Challenge, der ganze Marketingaufbau und die unterschiedlichen Häuser haben mich fasziniert. Man wurde regelrecht zugebombt mit Werbung über Heliopolis und überall waren Bekannte, Freunde oder andere Bookblogger Feuer und Flamme, weshalb ich mich entschieden habe, dem Hype zu verfallen und dem Buch eine Chance zu geben.

Sturmtochter von Bianca Iosivoni

Preis: 14,99 €

Seitenzahl: 458

Verlag: Ravensburg

Klappentext:

Wenn die Wellen tosen,
Blitze, Wind, Erde und Feuer aufbegehren,
wenn eine uralte Fehde sich neu entfacht
und jeder Kuss einen Wirbelsturm herbeiruft –
dann ist die Zeit der Sturmkrieger gekommen.

Seit jeher herrschen fünf mächtige Clans, die die Elemente beeinflussen können, über Schottland und seine Inseln. Von alledem ahnt die 17-jährige Ava nichts, obwohl sie Nacht für Nacht Jagd auf Elementare macht – die Kreaturen, die ihre Mutter getötet haben. An ihrer Seite kämpft der geheimnisvolle, aber unwiderstehliche Lance. Sie kennt jede seiner Bewegungen, seiner Narben, den Blick aus seinen tiefbraunen Augen. Doch dann entdeckt Ava, dass sie die Gabe besitzt, das Wasser zu beherrschen. Und plötzlich werden die Naturgesetze außer Kraft gesetzt, sobald sie und Lance sich näherkommen …

Warum dieses Buch:

Aufgrund des Titels! Der hat mich sofort neugierig gemacht. Natürlich finde ich das Cover auch total schick, also zack, hab ich es spontan mitgenommen.

Talon – Reihe von Julie Kagawa

Preis: je 16,99 €

Band: 1 bis 4

Verlag: Heyne>fliegt

Klappentext Band 1 Drachenzeit :

Drachen: gefährlich, magisch, unwiderstehlich!

Strand, Meer, Partys – einen herrlichen Sommer lang darf Ember Hill das Leben eines ganz gewöhnlichen kalifornischen Mädchens leben! Danach muss sie in die strenge Welt des Talon-Ordens zurückkehren – und kämpfen. Denn Ember verbirgt ein unglaubliches Geheimnis: Sie ist ein Drache in Menschengestalt, auserwählt, um gegen die Todfeinde der Drachen, die Krieger des Geheimordens St. Georg, zu kämpfen.

Garret ist einer jener Krieger, und er hat Ember sofort als Gefahr erkannt. Doch je näher er ihr kommt, umso mehr entflammt er für das ebenso schöne wie mutige Mädchen. Und plötzlich stellt er alles, was er je über Drachen gelernt hat, infrage …

Warum diese Reihe:

In letzter Zeit habe ich eine wahre Schwäche für die geschuppten Wesen. Keine Ahnung warum, aber Drachen faszinieren mich ungemein. Dass, die Cover einem auch noch voll ins Auge springen, tut sein übriges.

All diese Büche durften in den letzten Tagen in mein Regal ziehen und ich bin schon wahnsinnig gespannt, wie sie sind. Den Anfang wird Heliopolis machen, einfach weil ich so mega neugierig bin. Ein Leseupdate findet ihr auf meinem Instagram-Account: Zeilenwanderzauberin. Hat einer von euch schon eines dieser Bücher gelesen? Schreibt mir ruhig auf Instagram ❤

Eure Sandra

Allgemein

Rezension zu „Dich Lieben“ von J. Kenner

Klappentext:

Nikki und Damien Stark führen eine erfüllte Ehe voller Vertrauen und unbändiger Leidenschaft. Doch schmerzhaft müssen sie erfahren, dass auch das größte Glück zerbrechlich ist. Gerade als ihr innigster Wunsch wahr zu werden scheint, bricht die Vergangenheit mit voller Wucht in ihr Leben ein und droht alles zu zerstören. Nikki und Damien müssen um ihre Liebe kämpfen wie nie zuvor.

Story-Aufbau

J. Kenner nimmt uns wieder mit in die Welt rund um Nikki und Damien. Wie auch schon die Vorgänger der Reihe waren auch wieder viel Gefühl und Hindernisse vorhanden. Das Eheleben ist nicht leicht, das müssen Nikki und Damien am eigenen Leib erfahren. Wenn einen dann auch immer wieder die Schatten der Vergangenheit einholen, kann das ganz schnell aus dem Ruder laufen. Auch wenn die Beiden durch ihre gemeinsamen Erlebnisse ein starkes Band verbindet, muss dieses gehegt, gepflegt und beschützt werden. In „Dich lieben“ erwartet einen wieder einmal eine Achterbahn der Gefühle. Auch wenn ich mir gewünscht habe, dass unsere beiden Protagonisten etwas mehr zusammengehalten hätten und öfters aufeinander zugegangen wären, war „Dich Lieben“ sehr schön zu lesen. J. Kenner hat einen einzigartigen Schreibstil der einen einfach berührt.

Bewertung ♥️

4 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️

 

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Allgemein

Rezension zu „Ein wilder Schwan“ von Michael Cunningham

Klappentext:

Michael Cunningham erzählt die alten Märchen neu – er betrachtet sie aus einem anderen Blickwinkel, hinterfragt sie mit Witz und Verve und zeigt dabei, wie zeitlos sie sind.

Noch nie waren Märchen so lustig und raffiniert, so düster und sexy – und so wahr. Rumpelstilzchen, Hänsel und Gretel, Schneewittchen und Rapunzel – wer erinnert sich nicht an die Gutenachtgeschichten aus der Kindheit, an Märchen, die uns verzauberten und schaudern machten. Einer der begnadetsten amerikanischen Schriftsteller holt nun diese und andere Märchen in unsere Gegenwart und erzählt, was sie verschwiegen oder vergessen haben oder wie es nach dem angeblichen Ende »wirklich« weitergeht. Und welch tiefe Abgründe sich an jeder Ecke auftun können. Die altüberlieferten Mythen über Könige und Prinzessinnen, Flüche, Zauber, Habgier und Verlangen erweisen sich in Michael Cunninghams spielerischen, so ironischen wie klugen Erzählungen als verblüffend modern und menschlich.

Story-Aufbau

Michael Cunningham nimmt alte Märchen und erzählt sie neu. Seine Interpretation von Hänsel und Gretel oder Hans und die Bohnenranke bringen einen zum Schmunzeln. Mit seinen düsteren und doch lustigen Geschichten fesselt er einen und man beginnt über den Wandel der Zeit nachzudenken. Immer wieder greift er zu neuen aktuellen Themen und mischt die Karten der uns bekannten Märchen neu. Satire trifft auf Märchen, eine unglaublich komische und doch faszinierende Mischung. Das Ergebnis kann sich mehr als nur sehen lassen. Mir hat es jedenfalls mehr als nur Spaß gemacht es zu lesen.

Besondere Betonung verdienen die im Buch vorhandene Illustrationen. Sie sind unglaublich schön gestaltet, lehnen immer im direkten Bezug an die folgende Geschichte an und faszinieren einen.

Einen kleinen Abzug gibt’s dafür, dass nicht alle Geschichten wirklich durchdacht waren und manche etwas sehr in die Länge gezogen waren. Ein Wilder Schwan ist nichts für´s stundenlange Lesen, doch als lustiger Happen zwischendurch eignet es sich sehr gut.

Bewertung ♥️

3 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️

 

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Rezension zu „Ohne ein einziges Wort“ von Rosie Walsh

Klappentext:

Stell dir vor, du begegnest einem Mann, einem wundervollen Mann, und verbringst sieben Tage mit ihm. Am Ende dieser Woche bist du dir sicher: Das ist die große Liebe, und es geht ihm ganz genauso. Zweifellos. Dann muss er verreisen und verspricht dir, er meldet sich auf dem Weg zum Flughafen. Aber er ruft nicht an. Er meldet sich gar nicht mehr. Deine Freunde raten dir, ihn zu vergessen, doch du weißt, sie irren sich. Irgendetwas muss passiert sein, es muss einen Grund für sein Verschwinden geben. Und nun stell dir vor, du hast recht. Es gibt einen Grund, aber du kannst ihn nicht ändern. Denn der Grund bist du.

Protagonistin Sarah

Sarah wirkt auf mich unglaublich liebevoll und doch völlig chaotisch. Sie glaubt an das was zwischen Eddie und ihr war und kämpft wie eine Löwin um ihr Happy End. Wie sie sich an jeden noch so kleinen Strohhalm klammert, der ihr ihren Seelenverwandten zurückbringt, berührt einen zutiefst. Aber auch ihre tollpatschige, fast schon ulkige Art zieht den Leser in den Bann. Sarah hat einfach alles, durch ihre imperfekte, fast schon närrische Ader hat sie mein Herz in ihren Bann gezogen. Vor allem ihr Mut, ihr Glaube und ihr Wille faszinieren einen und nicht nur einmal musste ich schmunzeln. Sarah wirkt auf einen völlig machtlos, doch mit ihrer Hartnäckigkeit kämpft sie sich Stück für Stück voran.

Protagonist Eddie

Zu Beginn des Buches war Eddie absolut nicht mein Fall. Das lag aber größtenteils daran, dass der Leser von der lieben Rosie ganz schön auf die falsche Fährte gelockt wurde. Im Verlauf der Geschichte, vor allem zum Schluss, eroberte auch er mein Herz. Vor allem seine Trauer und sein Schmerz berührten mich. Gerne hätte ich ihn noch etwas tiefgründiger, mutiger und offener gewünscht. Leider kam es mir so vor, als würde er sich immer mehr zurückziehen.

Story-Aufbau

Alles in allem ist es ein wunderschöner, schmerzlicher aber auch spannender Roman mit vielen Wendungen, Überraschungen und Gefühlen. Ich habe geweint, gelacht, mitgefiebert und gelitten. Leider war an manchen Ecken zu viel Drama. Etwas weniger hätte es auch getan.

Bewertung ♥️

3 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️

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Rezension zu „Love me lordly“ von Katie Weber

Klappentext

Wenn er mich ansieht, fühle ich mich wertvoll
Alice Hollister ist arm wie eine Kirchenmaus. Sie arbeitet hart, um über die Runden zu kommen und zu überleben. Was es aber heißt, richtig zu leben, weiß sie nicht. Bis sie eines Tages zufällig den schicken Luxuswagen eines Mannes schrammt, der ihr, um ihre Schulden bei ihm zu begleichen, ein Angebot macht, das sie nicht ausschlagen kann. Trotz seiner kühlen, selbstgefälligen und direkten Art, fühlt sie sich von ihm angezogen. Und so lässt sie sich von ihm in etwas hineinziehen, aus dem es keinen Ausweg gibt.

Wenn sie an meiner Seite ist, bin ich ein besserer Mann 
Kian Paxton weiß nicht, wohin mit dem vielen Geld. Partys, Alkohol und Frauen sind seine Welt und er will nur ungern darauf verzichten. Als ihm sein Stiefvater und Boss ein Ultimatum setzt, kommt ihm die unschuldige, arme Alice gerade recht. Sie ist anständig und zurückhaltend, genau das, was es braucht, um an das zu gelangen, worauf er keinesfalls verzichten will. Doch hat er keine Sekunde damit gerechnet, sein Vorhaben dabei aus den Augen zu verlieren, je näher er Alice kommt.

Protagonistin Alice

Alice Hollister arbeitet hart und viel. Sie hat kein einfaches Leben doch Aufgeben kommt nicht in Frage. Gleich zu Beginn des Buches hat sie sich meinen vollen Respekt verdient. Obwohl sie in einem Hamsterrad feststeckt, rennt, rennt, rennt und das Leben nur Zitronen für sie übrig hat, gibt sie niemals auf. Sie wirkt vielleicht auf den ersten Blick schüchtern und scheu, doch in ihr steckt ein Feuer, eine Kraft diesem harten Leben zu trotzen. Alice ist nicht einfach das graue Mäuschen von nebenan und wie jeder andere erwartet sie mehr vom Leben. Sie hat so viele Facetten, so unterschiedliche Eigenschaften die zusammen ein unglaublich faszinierendes Bild ergeben. Mal ist sie schüchtern, mal ist sie laut, mal kämpft sie und mal steckt sie einfach ein. Wie ein Steh-auf-Männchen will sie sich nicht geschlagen geben und dieser Wille ist es, was sie mir tief in Herz gebrannt hat. Alice ist kurz vorm ertrinken und sie hat genug Intelligenz um sich nicht zu schämen, nach dem letzten Strohhalm zu greifen, auch wenn dieser von einem unverschämt kalten Kerl kommt. Das Leben ist kein Märchen, es lässt nicht genug Platz für falschen Stolz und Alice Hollister weiß das. Und obwohl man erwartet, dass sie im Strudel der Ereignisse hin und her geworfen wird wie ein Spielball, ist genau das nicht der Fall. Denn Alice ist vielleicht arm wie eine Kirchenmaus, doch mit ihrer Intelligenz und ihren wachsamen Augen wägt sie geschickt ab, welche Kämpfe sich lohnen und welche mit nicht allzu großen Verlusten akzeptiert werden können. Sie steht mit geraden Schultern für ihre Ideale ein, bieten dem Leben und den verkorksten Jungs die in ihr Leben purzeln, die Stirn und schleicht sich damit automatisch in das Herz des Lesers. Alice Hollister ist keine Jungfrau in Nöten, sie ist eine Kriegerin die sich keine Chance entgehen lässt aus dem tristen harten Leben herauszukommen um endlich frei zu sein.

Protagonist Kian

Kian Paxton kennt das Leben im Überfluss. Er kennt die Etikette, weiß falsch zu lächeln und Geschäftspartner um den Finger zu wickeln und er pfeift auf all dies. Er genießt das Leben im goldenen Käfig, bis er an die Kette gelegt wird. Sein Leben war wie ein rausch, laut, donnernd, bunt und schnell, doch als er anhalten muss um genau dieses Leben beizubehalten wirkt es auf den Leser, als würde er das erste Mal wirklich sehen. Wahrnehmen was um ihn herum geschieht. Kian muss beweisen was er kann und als er endlich 100 % gibt, haut er einen einfach um. Er weiß was er will, schmiedet Pläne und versucht das Chaos unter Kontrolle zu bekommen aber er ist ebenso menschlich. Er hat Ängste, er scheitert, er schwankt. Wer einen reichen Oberboss erwartet, der immer alles im Griff hat, liegt mit Kian ganz weit daneben. Er ist kein Gott dem alles von der Hand geht, aber er ist intelligent, charismatisch, bestimmend. Er kennt die Geschäftswelt und was nötig ist, um in ihr zu überleben. Was er nicht kennt, ist das warme Gefühl in seiner Brust als er aus seinem Rausch erwacht, aus seinem kalten, maskierten, unechten Leben auf den Boden der Tatsache zurückgeholt wird und sich einem Mädchen gegenübersieht, das ihm mit ihrem Willen und ihrer Kraft ebenbürtig ist. Und plötzlich bekommt sein Panzer risse und ein Kian kommt zum Vorschein, den man einfach lieben muss. Wie ein Kind das laufen lernt, lernt er von Alice was es bedeutet mehr vom Leben zu erwarten als Geld oder Macht. Und er entdeckt eine Seite an sich, die er bisher nicht kannte. Händchen halten, Zärtlichkeit, sich nach Wärme zu sehnen. All diese Dinge bekommen in seinem Leben ein Gewicht und plötzlich sieht er sich einer Angst gegenüberstehen, die ihm noch viel schlimmer erscheint als kein Geld und keine Macht zu besitzen. Kian macht im Verlauf der Geschichte eine unglaubliche Entwicklung durch und jedes Mal, wenn diese neue Seite von ihm aufblitzt, verliebt man sich mehr in ihn.

Story-Aufbau

Kian und Alice nehmen uns mit in eine Welt des Scheins. In einer Welt in der ein kokettes Lächeln ebenso wichtig ist wie Intelligenz. Sie sind wie zwei Seiten einer Münze, beide sind stark, zum Kämpfen geboren und doch setzen sie diese Stärke in ganz unterschiedlicher Weise frei. Kian ist wie ein Wirbelsturm, lässt sich mitreißen, ist wild, verlangend und bestimmen. Alice ist sanft und doch bleibt sie ihren Prinzipien treu, da kann ein ganzer Tornado kommen, sie gibt nicht nach. Alice und Kian beweisen uns, dass Stärke in vielen verschiedenen Formen existiert, viele Facetten hat, viel bewirken kann. Vor allem diese Verbindung zwischen Kian und Alice fesselt einen. So unterschiedlich und doch irgendwie gleich. Zwei Menschen mit Zielen, mit Träumen und mit einem Haufen von Hindernissen. Die einzige Möglichkeit um ans Ziel zu gelangen ist, wenn sie einander helfen und ehe man sich versieht, ist da ein Band geknüpft was nicht nur Alice und Kian aneinanderbindet, sondern auch Kians Rudel miteinschließt.  Kian, Gray, Nash, Weston und Easton. Jeder von Ihnen trägt eine Last und im Laufe der Story hat man das Gefühl, dass Alice etwas von diesen Lasten schultert womit sie sich ihren Platz an Kians Seite erkämpft. Gefühlvoll, heiß, lustig. Love me lordly hat alles was man braucht und gekrönt wird diese Geschichte durch ein unerwartetes und einzigartiges Ende.

Message an die Autorin

Liebe Katie, hach was soll ich sagen? Du hast mir den Kopf verdreht mit deinen Protagonisten. Du hast das raue Leben genommen, das Thema unerfüllter Träume angesprochen und gezeigt, wie weit man kommen kann, wenn man nur wirklich von Herzen will. Du weißt ich bin schon ein großer Fan deiner Bücher aber mein Gott, mit Love me lordly hast du noch einen draufgesetzt. Ob mild oder wild, du weißt was das Herz berührt, hast immer ein Ass im Ärmel und wartest mit Humor, Lust und Romantik auf als wäre es selbstverständlich. Wie immer hast du mich so viele Dinge fühlen lassen, mich über viele ernste Themen nachdenklich gestimmt und mir die Möglichkeit gegeben mich in deinen Geschichten wiederzufinden. Ich warte sehnsüchtig auf mehr, und bitte höre niemals auf die Welt mit deinen Büchern schöner zu machen ❤

Bewertung ♥️

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Instagram: Zeilenwanderzauberin