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Rezension zu „Götterfunke 2 – Hasse mich nicht“ von Marah Woolf

Klappentext ♥️

Das neue Schuljahr beginnt und Jess versucht, Cayden zu vergessen, nach allem, was er ihr angetan hat. Aber Zeus und seine Götter haben anscheinend andere Pläne, und schon am ersten Schultag steht Cayden plötzlich vor ihr. Schwebt Jess etwa in Gefahr? Ist Agrios ihr womöglich nach Monterey gefolgt? Jess möchte nicht in den Kampf der Götter hineingeraten, sondern wünscht sich ein ganz normales Leben. Aber was ist schon normal, wenn man die Welt der Götter sehen und betreten kann? Und vor allem: Wie lange kann sie Cayden wirklich hassen?

Protagonistin Jess ♥️

Jess hat Liebeskummer. Nur mit Mühe sammelt sie die Stücke ihres Herzens zusammen und klebt ordentlich Tesaband drauf. Und was soll ich sagen? Man kauft ihr den Liebeskummer nicht nur ab, nein man versinkt in ihm. Viele lange Seiten suhlt sie sich in ihrem Schmerz. Was etwas die Story dämpft. Doch so sind Jugendbücher, die große Liebe zieht einen fetten Liebeskummer hinterher. Obwohl Cayden plötzlich wieder auftaucht und man denkt, jetzt geht das alles von vorne los, beschützt Jess ihr Herz. Wappnet sich gegen jegliche Annäherungsversuche und dafür respektiere ich sie sehr. Dass sie sich nebenbei mit den Göttern und dessen Krieg herumschlagen muss macht aus ihr ein wirklich robustes Mädel. Sie ist noch immer tapfer und lieb, ist jedoch auch vorsichtiger geworden, was ihr wieder ein paar Sympathie-Punkte einholt. Jess lässt sich nicht mehr auf der Nase herumtanzen. Auch Ihre Verbindung zu Kalchas finde ich sehr interessant. Ich bin schon sehr gespannt was diese zu bedeuten hat. Auch Jess´s Fähigkeiten bauen sich immer mehr aus und noch immer hängt die Frage im Raum, wie groß diese denn nun wirklich sind.

Protagonist Cayden ♥️

Wenn ich an dieser Stelle den lieben Hermes zitieren darf: „Der Junge hat es mal ordentlich versaut“. Dafür, dass Cayden ein jahrtausendalter Gott ist, stellt er sich mächtig unerfahren an. Ein sturer Junge, der keinerlei Interesse daran hat, fünf Sekunden anzuhalten und tief durchzuatmen. Er stolpert von einer Extreme in die nächste. Leider verliert Cayden im zweiten Band etwas an Sympathie, denn seine Gefühle für Jess sind zwar da, werden aber von seiner Arroganz und seinem Hochmut niedergetrampelt. Ich hatte mir von Cayden´s Seite mehr Persönlichkeit erhofft und einen tieferen Einblick in seine Gedankenwelt. So wirklich knistern will es in meinen Augen nicht, die Wette und auch seine uneindeutigen Signale haben einen andauernder bitteren Beigeschmack. Auch seine unvernünftige Art macht es mir sehr schwer ihn als Gegenpart von Jess zu sehen. Immer wieder stelle ich mir die Frage, wie Jess und Cayden denn funktionieren sollen, wenn beide sich wie hilflose Schafe von den Gefühlen leiten lassen, anstatt das Köpfchen einzuschalten. Und, dass ich Jess mit ihren jungen Jahren mit einem uralten Gott in einen Topf werfen kann, sagt ja schon alles.

Story-Aufbau ♥️ 

Wie auch im ersten Band gelingt es Marah Woolf weiterhin die griechischen Mythen beeindruckend zu platzieren und auch Mythica ist voller interessanter Details.  Der Krieg der Götter geht in die nächste Runde. Der schleichende Prozess einer Rebellion ist gekonnt umgesetzt. Besonders gefällt mir, dass nicht von heut auf morgen plötzlich alle die Seiten wechseln und auch, dass es schwer ist, zu entscheiden, wer denn nun die Guten und wer die Schlechten sind. Manche Stellen sind vorhersehbar und auch das Zwischenmenschliche fehlt mir ein wenig. Alles in allem sind es immer noch die Götter und deren Mythen die mich auch den dritten Band kaufen lassen. Ich hoffe darauf, dass Caydens Handlungen nachvollziehbarer werden.

Bewertung ♥️

3 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️

Message an die Autorin ♥️

Liebe Marah noch immer bewundere ich deine Recherchearbeiten und auch deine Götter haben faszinierende Eigenschaften. Leider werde ich mit Cayden noch nicht warm und auch eine Spur zu viel Liebeskummer macht mir zu schaffen. Doch ich hoffe darauf, dass der dritte Band all diese Bedenken fortspült und freue mich auf weitere Mythen und Götter.

Instagram: Zeilenwanderzauberin

 

 

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