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Rezension zu „13 – Das Tagebuch“ von Carl Wilckens

Klappentext ♥️

Godric End, Symbolfigur des Bürgerkriegs in Dustrien, ist in Gefangenschaft geraten. Für eine Zigarette pro Tag erzählt er den Insassen von Zellenblock 13 seine Geschichte:
Ich war elf, als ich zum ersten Mal tötete. Meine Jugend verbrachte ich im Rumpf der Swimming Island, fern vom Sonnenlicht. Erbarmungslose Piraten waren meine Familie. Hunger war mein einziger Freund. Worte wie Vertrauen oder Hoffnung bedeuten mir nichts. Das Leben eines Menschen ist für mich nicht mehr wert als das einer Ratte. Ich bin mehr Bestie denn Mann und ich giere nach einer Droge namens Perl.
Trotzdem nennt man mich einen Helden. Einen Freiheitskämpfer. Aber die Wahrheit über mich ist ein scheues und manchmal hässliches Tier.
Ihr glaubt, die Magie sei ein Mythos. Aber es gibt noch Alchemisten an den verborgenen Orten dieser Welt. Und ihr ahnt nicht, welche Gefahr hinter den Spiegeln lauert. Ihr habt vermutlich nicht einmal bemerkt, dass die Sterne am Himmel einfach verschwinden.
Ihr sollt meine Geschichte hören. Von meiner Zeit als Auftragsmörder und von meiner ersten Liebe. Vom Tagebuch, mit dem alles begann. Von der Suche nach meiner Schwester und dem Untergang der Welt. Düster, abenteuerlich und unglaublich fesselnd.

Protagonist Godric End ♥️

Godric ist unser Anti-Held und nimmt uns mit in sein Leben das Geprägt von Gewalt und Schmerz ist. Durch ein unglückliches Ereignis landet er in einer Welt in der der tägliche Kampf ums Überleben, Blut und Hunger an der Tagesordnung stehen. Gleich von Anfang an fesselt er mich mit seiner Geschichte aber auch mit seinem Mut und dem Willen zu überleben. Godric erzählt uns von seinem Leben, das so düster ist, dass kein Licht zu finden ist und doch sucht man nach Hoffnung. Wir gehen ein langes Stück seines Weges mit ihm. Und von einem kleinen Jungen der zum Opfer wurde bleibt ein erwachsener Krieger zurück. Obwohl die grausame Umgebung in der er zum Mann heranwuchs ihm fast sein ganzes Selbst nahm, weckt Godric viel Sympathie in mir. Als er sich endlich befreien kann wird mir auch klar warum. Denn unser Anti-Held hat sich in der tiefe seiner Seele, sein Herz bewahrt, eingepackt in Eis. Er versucht Frieden zu finden, stolpert aber über etwas, das ihn seine Ziele neu sortieren lässt. Dieses Ereignis zeigt, dass er immer noch beschützen will, dass immer noch etwas Menschliches in ihm steckt. Und Godric End beendet seine Geschichte mit 13 –  Das Tagebuch nicht.

Story-Aufbau ♥️

Carl Wilckens nimmt uns mit in eine Welt, wo Gut und Böse kaum zu unterscheiden sind. Er verleitet uns dazu darüber nachzudenken, was es heißt, wenn der Zweck das Mittel heilt. Man könnte das Buch fast schon in zwei Abschnitte einteilen. Im ersten bestreiten wir mit Godric sein Leben, kämpfen, morden, überleben. Im zweiten gehen wir dem Verbleib seiner Schwester nach. Ist die eine Seite grausam und brutal, so nahe an der nackten Realität wie es nur geht, ist die andere vollgestopft von Magie, mystischem, unerklärlichem. Carl schickt uns auf eine Reise, in der man sich nicht sicher ist ob sie erträumt oder real ist. Mit Wesen von dessen Existenz keiner von uns überzeugt ist.  Diese Kombination aus Realität und Wahnsinn machen dieses Buch so unglaublich faszinierend. Man taucht in eine Welt ein die es so bis dato noch nicht gegeben hat. Faszinierend, düster, geheimnisvoll, trostlos und doch magisch, aufregend, abenteuerlich. Jeder im Zellentrakt 13 lauscht der Geschichte von Godric End, und vertrau mir, wenn ich dir sage, dass du es auch wirst.

Fazit ♥️

Ich kann nicht sagen, je ein vergleichbares Buch gelesen zu haben. Und doch habe ich es in einem Zug durchgelesen und hungere schon nach dem nächsten Band. Carl Wilckens hat eine unglaubliche Art zu schreiben und hat eine ebenso unglaubliche Welt erschaffen. Man konnte so gut wie nie voraussagen, was geschehen wird und das ist wirklich selten. Einzig eine Sache war von Anfang an klar, Godric End hat eine faszinierende Geschichte zu erzählen. Das Buch nimmt eine überraschende Wendung, was es noch besser macht. Man fühlt sich ein wenig wie Alice im Kaninchenbau, an jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Während des Lesens hat man immer diesen gebrochenen Krieger vor sich und nach jedem Kapitel werden alte Fragen beantwortet und neue tauchen auf.

Bewertung ♥️

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Message an die Autorin ♥️

Lieber Carl, am Anfang des Buches hast Du mich schon eingenommen, doch Du hast bis zum Schluss immer wieder einen draufgelegt. Du hast deine ganz eigene Art zu schreiben und diese ist besonders und einzigartig. Ich bin hin und weg und freue mich schon auf mehr.

Instagram: Zeilenwanderzauberin

 

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