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Rezension zu „Love me lordly“ von Katie Weber

Klappentext

Wenn er mich ansieht, fühle ich mich wertvoll
Alice Hollister ist arm wie eine Kirchenmaus. Sie arbeitet hart, um über die Runden zu kommen und zu überleben. Was es aber heißt, richtig zu leben, weiß sie nicht. Bis sie eines Tages zufällig den schicken Luxuswagen eines Mannes schrammt, der ihr, um ihre Schulden bei ihm zu begleichen, ein Angebot macht, das sie nicht ausschlagen kann. Trotz seiner kühlen, selbstgefälligen und direkten Art, fühlt sie sich von ihm angezogen. Und so lässt sie sich von ihm in etwas hineinziehen, aus dem es keinen Ausweg gibt.

Wenn sie an meiner Seite ist, bin ich ein besserer Mann 
Kian Paxton weiß nicht, wohin mit dem vielen Geld. Partys, Alkohol und Frauen sind seine Welt und er will nur ungern darauf verzichten. Als ihm sein Stiefvater und Boss ein Ultimatum setzt, kommt ihm die unschuldige, arme Alice gerade recht. Sie ist anständig und zurückhaltend, genau das, was es braucht, um an das zu gelangen, worauf er keinesfalls verzichten will. Doch hat er keine Sekunde damit gerechnet, sein Vorhaben dabei aus den Augen zu verlieren, je näher er Alice kommt.

Protagonistin Alice

Alice Hollister arbeitet hart und viel. Sie hat kein einfaches Leben doch Aufgeben kommt nicht in Frage. Gleich zu Beginn des Buches hat sie sich meinen vollen Respekt verdient. Obwohl sie in einem Hamsterrad feststeckt, rennt, rennt, rennt und das Leben nur Zitronen für sie übrig hat, gibt sie niemals auf. Sie wirkt vielleicht auf den ersten Blick schüchtern und scheu, doch in ihr steckt ein Feuer, eine Kraft diesem harten Leben zu trotzen. Alice ist nicht einfach das graue Mäuschen von nebenan und wie jeder andere erwartet sie mehr vom Leben. Sie hat so viele Facetten, so unterschiedliche Eigenschaften die zusammen ein unglaublich faszinierendes Bild ergeben. Mal ist sie schüchtern, mal ist sie laut, mal kämpft sie und mal steckt sie einfach ein. Wie ein Steh-auf-Männchen will sie sich nicht geschlagen geben und dieser Wille ist es, was sie mir tief in Herz gebrannt hat. Alice ist kurz vorm ertrinken und sie hat genug Intelligenz um sich nicht zu schämen, nach dem letzten Strohhalm zu greifen, auch wenn dieser von einem unverschämt kalten Kerl kommt. Das Leben ist kein Märchen, es lässt nicht genug Platz für falschen Stolz und Alice Hollister weiß das. Und obwohl man erwartet, dass sie im Strudel der Ereignisse hin und her geworfen wird wie ein Spielball, ist genau das nicht der Fall. Denn Alice ist vielleicht arm wie eine Kirchenmaus, doch mit ihrer Intelligenz und ihren wachsamen Augen wägt sie geschickt ab, welche Kämpfe sich lohnen und welche mit nicht allzu großen Verlusten akzeptiert werden können. Sie steht mit geraden Schultern für ihre Ideale ein, bieten dem Leben und den verkorksten Jungs die in ihr Leben purzeln, die Stirn und schleicht sich damit automatisch in das Herz des Lesers. Alice Hollister ist keine Jungfrau in Nöten, sie ist eine Kriegerin die sich keine Chance entgehen lässt aus dem tristen harten Leben herauszukommen um endlich frei zu sein.

Protagonist Kian

Kian Paxton kennt das Leben im Überfluss. Er kennt die Etikette, weiß falsch zu lächeln und Geschäftspartner um den Finger zu wickeln und er pfeift auf all dies. Er genießt das Leben im goldenen Käfig, bis er an die Kette gelegt wird. Sein Leben war wie ein rausch, laut, donnernd, bunt und schnell, doch als er anhalten muss um genau dieses Leben beizubehalten wirkt es auf den Leser, als würde er das erste Mal wirklich sehen. Wahrnehmen was um ihn herum geschieht. Kian muss beweisen was er kann und als er endlich 100 % gibt, haut er einen einfach um. Er weiß was er will, schmiedet Pläne und versucht das Chaos unter Kontrolle zu bekommen aber er ist ebenso menschlich. Er hat Ängste, er scheitert, er schwankt. Wer einen reichen Oberboss erwartet, der immer alles im Griff hat, liegt mit Kian ganz weit daneben. Er ist kein Gott dem alles von der Hand geht, aber er ist intelligent, charismatisch, bestimmend. Er kennt die Geschäftswelt und was nötig ist, um in ihr zu überleben. Was er nicht kennt, ist das warme Gefühl in seiner Brust als er aus seinem Rausch erwacht, aus seinem kalten, maskierten, unechten Leben auf den Boden der Tatsache zurückgeholt wird und sich einem Mädchen gegenübersieht, das ihm mit ihrem Willen und ihrer Kraft ebenbürtig ist. Und plötzlich bekommt sein Panzer risse und ein Kian kommt zum Vorschein, den man einfach lieben muss. Wie ein Kind das laufen lernt, lernt er von Alice was es bedeutet mehr vom Leben zu erwarten als Geld oder Macht. Und er entdeckt eine Seite an sich, die er bisher nicht kannte. Händchen halten, Zärtlichkeit, sich nach Wärme zu sehnen. All diese Dinge bekommen in seinem Leben ein Gewicht und plötzlich sieht er sich einer Angst gegenüberstehen, die ihm noch viel schlimmer erscheint als kein Geld und keine Macht zu besitzen. Kian macht im Verlauf der Geschichte eine unglaubliche Entwicklung durch und jedes Mal, wenn diese neue Seite von ihm aufblitzt, verliebt man sich mehr in ihn.

Story-Aufbau

Kian und Alice nehmen uns mit in eine Welt des Scheins. In einer Welt in der ein kokettes Lächeln ebenso wichtig ist wie Intelligenz. Sie sind wie zwei Seiten einer Münze, beide sind stark, zum Kämpfen geboren und doch setzen sie diese Stärke in ganz unterschiedlicher Weise frei. Kian ist wie ein Wirbelsturm, lässt sich mitreißen, ist wild, verlangend und bestimmen. Alice ist sanft und doch bleibt sie ihren Prinzipien treu, da kann ein ganzer Tornado kommen, sie gibt nicht nach. Alice und Kian beweisen uns, dass Stärke in vielen verschiedenen Formen existiert, viele Facetten hat, viel bewirken kann. Vor allem diese Verbindung zwischen Kian und Alice fesselt einen. So unterschiedlich und doch irgendwie gleich. Zwei Menschen mit Zielen, mit Träumen und mit einem Haufen von Hindernissen. Die einzige Möglichkeit um ans Ziel zu gelangen ist, wenn sie einander helfen und ehe man sich versieht, ist da ein Band geknüpft was nicht nur Alice und Kian aneinanderbindet, sondern auch Kians Rudel miteinschließt.  Kian, Gray, Nash, Weston und Easton. Jeder von Ihnen trägt eine Last und im Laufe der Story hat man das Gefühl, dass Alice etwas von diesen Lasten schultert womit sie sich ihren Platz an Kians Seite erkämpft. Gefühlvoll, heiß, lustig. Love me lordly hat alles was man braucht und gekrönt wird diese Geschichte durch ein unerwartetes und einzigartiges Ende.

Message an die Autorin

Liebe Katie, hach was soll ich sagen? Du hast mir den Kopf verdreht mit deinen Protagonisten. Du hast das raue Leben genommen, das Thema unerfüllter Träume angesprochen und gezeigt, wie weit man kommen kann, wenn man nur wirklich von Herzen will. Du weißt ich bin schon ein großer Fan deiner Bücher aber mein Gott, mit Love me lordly hast du noch einen draufgesetzt. Ob mild oder wild, du weißt was das Herz berührt, hast immer ein Ass im Ärmel und wartest mit Humor, Lust und Romantik auf als wäre es selbstverständlich. Wie immer hast du mich so viele Dinge fühlen lassen, mich über viele ernste Themen nachdenklich gestimmt und mir die Möglichkeit gegeben mich in deinen Geschichten wiederzufinden. Ich warte sehnsüchtig auf mehr, und bitte höre niemals auf die Welt mit deinen Büchern schöner zu machen ❤

Bewertung ♥️

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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