Rezension zu „Friends – Küssen unmöglich“ von Tina Eugen

Klappentext:

Gleich zwei Schicksalsschläge bringen Judith Neumann dazu, ihr Herz einzufrieren. Lange Zeit vergießt sie keine einzige Träne und wird von den Leuten im Ort bereits Eiskönigin genannt. Leon, ihr bester Freund, fängt sie auf und ist für sie da, doch auch er scheitert immer wieder daran, die Kälte aus Judiths Leben zu verbannen.

Ein gemeinsames Wochenende bringt schließlich die Wende. Auf einmal sieht sie in ihm nicht mehr nur den besten Freund, sondern einen Mann, der sie tief im Inneren berührt. Darf sie dem Verlangen nachgeben oder ist Küssen unmöglich?

Ein winterlicher Liebesroman

Protagonistin Judith

Judith hat es nicht leicht, das Schicksal meint es nicht gut mit ihr und sie flüchtet sich in ihre Arbeit. Trauer und Wut, Verzweiflung und Angst. All diese Gefühle versiegelte sie in einer Kiste, doch nach einer Zeit der Kälte beginnt das Eis zu schmelzen. Das Leben ruft Judith zurück und Stück für Stück befreit sie sich von ihrem Schmerz und eine lebensfrohe, junge und starke Frau kommt zum Vorschein. Mit ihrem tapferen Herzen, ihrer Liebe zu ihrer Tochter und ihrer durchschimmernden Kraft, verzaubert sie einen.

Protagonist Leon

Leon hat das Herz am rechten Fleck, er gibt Judith genau das was sie braucht, lockt sie aber auch aus ihrem Schneckenhaus. Mit seiner unbeschwerten aber auch einfühlsamen Art bringt er das Leben zu ihr zurück. Ein guter Freund, ein offenes Ohr, eine akzeptierender Hafen. Er zwingt nicht, er drängt nicht und er ist eine unverzichtbare Stütze. Wie er Judith gegenüber auftritt, wie er sich um Vicky kümmert, all das macht Leon zu einem wunderbaren Mann, der einem ein Gefühl von Geborgenheit vermittelt.

Story-Aufbau

Tina Eugen hat eine zauberhafte Geschichte geschrieben, mit Witz und Charme. Ein verwundbares Thema, eine unglaublich gefühlvolle Art des Trauerns. Immer wieder nimmt sie lockeren Humor, greift kleine Strahlen der Hoffnung auf und zieht somit den Leser in ihren Bann. Für mich ein ganz bezaubernder Winter-Roman mit Hürden die Stück für Stück genommen werden.  Einzig der Schreibstil gab mir ein wenig Schwierigkeiten auf, da jedes Detail, jede Regung beschrieben war, was meiner Ansicht nach nicht vonnöten gewesen wäre. Mit diesem hatte ich leider bis zuletzt zu kämpfen, weshalb es keine fünf Sterne von mir gibt. Trotzdem eine zauberhafte Geschichte, die definitiv lesenswert ist.

Bewertung

4 von 5 Sternen

⭐️⭐️⭐️⭐️