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„Rezension zu Handlettering – Die 33 schönsten Alphabete“ von Norbert Pautner

Klappentext

Schöne Schrift kann jeder …

… man muss nur wissen, wie es geht. In diesem Praxisbuch werden Buchstabe für Buchstabe die 33 schönsten Schriften vorgestellt. Dabei wird genau erklärt, wie man sie mit Stift, Pinsel und Kreide schreibt oder konstruiert. Zusätzlich werden viele Vorlagen für Rahmen, Ornamente und Bordüren angeboten. Dekorative Aufschriften auf Karten, Tafeln, Bildern oder Textilien gehen so mit ein wenig Übung ganz leicht von der Hand. Damit das Üben leicht fällt, gibt es gerasterte Seiten mit Hilfslinien zum Download auf der Website. 

Fazit:

Ich hatte mir dieses Buch geholt, weil meine Schrift eine Katastrophe und mein Talent für Kalligrafie sich in grenzen hielt. Erstmal war die Einleitung super geschrieben, locker, entspannt, erklärend. Definitiv lesenswert und mutmachend. Kein Meister ist vom Himmel gefallen und das betont Norbert Pautner immer wieder. Auch, dass „Fachchinesisch“ einfach vonnöten ist und ich muss gestehen er hat recht. Denn wenn man sich intensiv damit auseinander setzt, muss man sich halt auch an „Formeln“ halten. Zu jedem komplizierten Alphabet gibt es ausführliche Erklärungen und Beispiele und das finde ich persönlich top, vor allem für jemanden, der einfach kein Naturtalent ist. Deswegen Daumen hoch für das „Handlettering“. Ich bin mega begeistert und kann es nur jedem empfehlen. Mein Bullet Journal erstrahlt in neuem Glanz und ich hab einiges wissenswertes dazu gelernt. Preis leistung ist natürlich auch top!

Bewertung

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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Rezension „Das Prinzessinenspiel“ von Steve Cotten

Klappentext:

Prinz zu gewinnen!

Die schüchterne Karen wächst an einem entlegenen Bergsee bei ihrer Pflegemutter auf, die ihr einige spärliche Grundkenntnisse von Magie vermittelt. Trotzdem ist sie unglücklich und droht an der Einsamkeit zu zerbrechen. Eines Tages taucht die mutige Jelena bei ihr auf und nimmt sie mit auf ihrer Reise nach Lusandria. Dort wird das Prinzessinnenspiel ausgetragen und die Siegerin bekommt den Prinzen samt Königreich. 

Schon der Weg in das geheime Land ist voller Gefahren, aber die sind nichts im Vergleich zu den Monstern, denen Jelena beim Prinzessinnenspiel gegenüber steht. Außerdem erweist sich vieles als anders, als es erscheint. Wird sich am Ende die starke Freundschaft zwischen Karen und Jelena als der entscheidende Vorteil erweisen?

Protagonistin Karen

Karen wirkt von der ersten Sekunde an etwas verloren. Sofort hatte ich das Gefühl, das Mädchen weiß gar nicht wohin mit sich. Wünsche über Wünsche und der Drang nach „Klarheit“ beherrschen sie, genau wie die Frage, wer sie eigentlich ist. Am Anfang war es schwer für mich, mich in sie hineinzuversetzen, einfach weil sie doch recht naiv bzw. weltfremd und etwas oberflächlich wirkte, sehr Klischeehaft war sie in Bezug auf den Prinzen. Jedenfalls kam recht spät die Charakterwandlung in meinen Augen. Sie hat eine ausgeprägte Neugier die sie natürlich auch vorantreibt. Erst als sie sich als unfassbar loyale und liebe Freundin entpuppt, konnte ich allmählich überhaupt warm mit ihr werden. Doch so wirklich verbunden habe ich mich leider bis zur letzten Seite nicht mit ihr gefühlt.

Story-Aufbau

Was die Story jedoch angeht, muss ich meinen Hut ziehen. Steve Cotten hat eine unglaubliche interessante Geschichte geschrieben. Sein Schreibstil ist flüssig, seine Erzählungen detailliert und an Spannung hat es nicht gemangelt. Auch die Sage um das „Prinzessinnenspiel“ fand ich unglaublich amüsant und originell. Ein Märchen und irgendwie keines, ganz frei von Klischees. Bye bye, ihre auf Hilfe wartenden Prinzessinnen auf euren Türmen. Wirklich toll und genau dieser Story-Verlauf hat mich das Buch nicht aus der Hand legen lassen. Natürlich freue ich mich auf die Fortsetzung, und kann allen „Märchen- und wieder Nicht-Märchen-Fans“ das Buch wärmstens empfehlen. 

Bewertung

4 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️

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Rezension „Uhrwerk der Unsterblichen“ von Alexander Kopainski

Klappentext:

Der letzte Sekundenschlag deiner Taschenuhr 

markiert den Zeitpunkt, ab dem du unsterblich bist.

Averys Alterungsprozess wurde für immer eingefroren, als seine Uhr wie bei allen Unsterblichen aufgehört hat zu ticken. Heute führt er ein zurückgezogenes Leben in Paris, fern des Übernatürlichen. Einzig die stillstehenden Zeiger erinnern ihn daran, dass er magische Kräfte besitzt. Als die menschliche Giulia seine Identität aufdeckt und kurz darauf ein unerklärlicher Mord die Menschenwelt in Aufruhr versetzt, schließt er sich notgedrungen mit ihr zusammen, um den Täter zu finden. Doch trotz seiner Kräfte birgt die Suche nach dem Mörder unüberwindbare Gefahren, die die magischen Gesetze einzureißen drohen.

Protagonist Avery

Avery hat mich sofort für sich eingenommen. Er hat eine überaus liebe Seite, geht in allem was er tut auf und hat eine Aura, die einem das Herz wärmt. Von der ersten Seite an fühlte ich mit ihm und war wahnsinnig gerührt von seinem Wesen, seinem Mut, seinem Mitgefühl. Er verschließt nicht die Augen und geht den Dingen auf den Grund und das macht ihn für mich zu einem wahren Helden. Denn egal wie oft ihm die Antworten durch die Finger rinnen, er gibt nicht auf. Die Reise mit Avery war unbeschreiblich und er wurde für mich zu einem guten Freund dem man überall hin folgen würde, weil man ihm blind vertraut. Ich kann kaum in Worte fassen, wie Avery auf mich gewirkt hat, einfach weil er so herzensgut ist. 

Story-Aufbau

Alexander Kopainski hat mit seinem Debütroman genau in mein Fantasy-Herz getroffen. Nicht nur, dass man sofort Avery in sein Herz schließt, nein, die Grundidee des Uhrwerks der Unsterblichen ist einzigartig und der Schreibstil wunderschön! Wirklich! Ich glaube ich habe noch nie einen Schreibstil als „schön“ bezeichnet aber genau das ist er. Man fühlt sich sofort in andere Zeiten versetzt und Alex schafft es Paris zum greifen nahe wirken zu lassen. Immer wieder bekam ich Gänsehaut, einfach weil die Sätze eine unglaublich mystische Atmosphäre erschaffen haben. Dann noch die Welt, die es zu entdecken gab. Alles war wunderbar durchdacht. Auch die Zeitsprünge hat der Alex spielend gemeistert. Zu keiner Zeit kam ich mir verwirrt bzw. aus der Geschichte gerissen vor, nein die verschiedenen Handlungsstränge haben sich ganz wunderbar ergänzt. Auch das Ende war unmöglich vorauszusehen aber nicht völlig aus dem Zusammenhang gerissen, was ich ja besonders liebe wenn es um „Detektivarbeit“ geht. Alles in allem war die Geschichte genau nach meinem Geschmack.

Alex Kopainski zeigt, dass er nicht nur wundervolle Cover gestalten kann, sondern auch ganz wundervolle Geschichten und ich freue mich schon sehr auf mehr von ihm!

Bewertung

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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Rezension zu „Friends – Küssen unmöglich“ von Tina Eugen

Klappentext:

Gleich zwei Schicksalsschläge bringen Judith Neumann dazu, ihr Herz einzufrieren. Lange Zeit vergießt sie keine einzige Träne und wird von den Leuten im Ort bereits Eiskönigin genannt. Leon, ihr bester Freund, fängt sie auf und ist für sie da, doch auch er scheitert immer wieder daran, die Kälte aus Judiths Leben zu verbannen.

Ein gemeinsames Wochenende bringt schließlich die Wende. Auf einmal sieht sie in ihm nicht mehr nur den besten Freund, sondern einen Mann, der sie tief im Inneren berührt. Darf sie dem Verlangen nachgeben oder ist Küssen unmöglich?

Ein winterlicher Liebesroman

Protagonistin Judith

Judith hat es nicht leicht, das Schicksal meint es nicht gut mit ihr und sie flüchtet sich in ihre Arbeit. Trauer und Wut, Verzweiflung und Angst. All diese Gefühle versiegelte sie in einer Kiste, doch nach einer Zeit der Kälte beginnt das Eis zu schmelzen. Das Leben ruft Judith zurück und Stück für Stück befreit sie sich von ihrem Schmerz und eine lebensfrohe, junge und starke Frau kommt zum Vorschein. Mit ihrem tapferen Herzen, ihrer Liebe zu ihrer Tochter und ihrer durchschimmernden Kraft, verzaubert sie einen.

Protagonist Leon

Leon hat das Herz am rechten Fleck, er gibt Judith genau das was sie braucht, lockt sie aber auch aus ihrem Schneckenhaus. Mit seiner unbeschwerten aber auch einfühlsamen Art bringt er das Leben zu ihr zurück. Ein guter Freund, ein offenes Ohr, eine akzeptierender Hafen. Er zwingt nicht, er drängt nicht und er ist eine unverzichtbare Stütze. Wie er Judith gegenüber auftritt, wie er sich um Vicky kümmert, all das macht Leon zu einem wunderbaren Mann, der einem ein Gefühl von Geborgenheit vermittelt.

Story-Aufbau

Tina Eugen hat eine zauberhafte Geschichte geschrieben, mit Witz und Charme. Ein verwundbares Thema, eine unglaublich gefühlvolle Art des Trauerns. Immer wieder nimmt sie lockeren Humor, greift kleine Strahlen der Hoffnung auf und zieht somit den Leser in ihren Bann. Für mich ein ganz bezaubernder Winter-Roman mit Hürden die Stück für Stück genommen werden.  Einzig der Schreibstil gab mir ein wenig Schwierigkeiten auf, da jedes Detail, jede Regung beschrieben war, was meiner Ansicht nach nicht vonnöten gewesen wäre. Mit diesem hatte ich leider bis zuletzt zu kämpfen, weshalb es keine fünf Sterne von mir gibt. Trotzdem eine zauberhafte Geschichte, die definitiv lesenswert ist.

Bewertung

4 von 5 Sternen

⭐️⭐️⭐️⭐️