Rezension zu „Liebe ist ein Glücksfall“ von Mila Summers

Klappentext:

Was würdest du tun, wenn du deine neue Wohnung plötzlich mit einem Wildfremden teilen müsstest?

Nach einer gescheiterten Beziehung beginnt Philippa ganz von vorn. Sie verlässt Minneapolis und zieht nach New York.

Alles könnte so einfach sein, wäre da nicht plötzlich Graham, der ebenfalls der Meinung ist, die Wohnung gehöre ihm.

Während sich der Vermieter mit der endgültigen Entscheidung, wem denn nun die Wohnung zugesprochen wird, Zeit lässt, fliegen zwischen Philippa und Graham nicht nur sprichwörtlich die Fetzen.

Erst als Philippa von den Schatten ihrer Vergangenheit heimgesucht wird, wendet sich das Blatt. Graham steht für sie ein, ohne auch nur ansatzweise zu ahnen, was sein Handeln für Konsequenzen für sein Herz haben könnte.

Protagonistin Philippa

Schon nach den ersten Seiten habe ich mich in Philippa verliebt. Sie ist keck, nicht auf den Mund gefallen und hat ein Temperament, das mich unzählige Male zum schmunzeln gebracht hat. Ihre herzliche Art setzt dem ganzen dann noch das Sahnehäubchen auf. Viele Seiten von Philippa erinnern mich an mich selbst, weshalb ich einfach sofort mit ihr auf einer Wellenlänge war. Ihre ganze Art verzauberte mich und ihre Sturheit fand ich köstlich. Auch, dass sie alles tut um es zu schaffen! Sie ist eine mutige junge Frau die alles gibt, um der Grausamkeit der Vergangenheit den Rücken zu kehren. Philippa hat alle Eigenschaften, die ich an Protagonistinnen so sehr liebe und zum Ende des Buches hin, war ich ein wenig wehmütig, sie gehen lassen zu müssen.

Story-Aufbau

Mila Summers hat eine einzigartige Art zu schreiben, sie fesselt, sie reißt mit und verzaubert einen. „Liebe ist ein Glücksfall“ hat genau die richtige Mischung zwischen Humor, Spannung und Liebe. Philippa und Graham sind unglaublich unterhaltsam und ihre Begegnungen bringen mich auch im Nachhinein zum schmunzeln. Mila hat mir mit ihrem Buch aber auch einige romantisch verträumte Seufzer entlockt und das muss bei mir schon was heißen! Eine wundervolle Liebesgeschichte die das Herz höher schlagen lässt. Mein erstes Buch von Mila Summers war ein voller Erfolg und wird garantiert nicht mein letztes sein!

Bewertung

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Rezension zu „Das Echo unserer Träume“ von Jenny Ashcroft

Klappentext:

Singapur 1897: Die Zwillingsschwestern Harriet und Mae leben auf dem Anwesen des strengen David Keeley, der eine von beiden zur Frau nehmen soll. Während Mae versucht, dem Hausherren zu gefallen, möchte Harriet ihr eigenes Leben führen. Doch als sie sich in den wohlhabenden Alexander Blake verliebt, führen Davids Eifersucht und Maes Schmerz zu einer furchtbaren Tragödie … 

London 1941: Die junge Ivy Harcourt wird vom britischen Geheimdienst ins kriegszerrüttete Singapur versetzt. Sie kann nicht ahnen, dass sie auf der fernen Insel nicht nur die Liebe finden, sondern auch auf ein erschütterndes Geheimnis aus dem Leben ihrer Großmutter Mae stoßen wird.

Protagonistinnen Harriet und Mae

Harriet und Mae sind wie Feuer und Wasser, die beiden haben das Herz am rechten Fleck, aber zwei völlig unterschiedliche Weltansichten. Mae sieht in der Verbindung zu David eine strahlende und vor allem sichere Zukunft. Sie glaubt daran, durch eine Heirat die Chance auf ein angenehmes Leben zu finden, während Harriet wilder, ungestümer und vor allem freier sein will. Sie will selbst bestimmen, welchem Mann sie ihr Herz schenkt. Beide Schwestern haben mich in ihren Bann gezogen, denn so unterschiedlich sie sind, meistern sie doch so unfassbar viel gemeinsam. Auch wenn ihnen ein Schicksal vorherbestimmt ist, das mitreißt, hofft man doch bis zum Schluss auf ein glückliches Ende. 

Protagonistin Ivy

Ivy flüchtet vor den Schatten der Vergangenheit, sie trägt Narben auf der Seele, die sie hofft in Singapur vergessen zu können. Doch egal wie sehr sie sich bemüht, die Schatten wollen nicht weichen. Doch als sie der Geschichte ihrer Großmutter auf den Grund geht, findet sie endlich das wonach sie sich so gesehnt hatte, ein Stück Frieden und sogar die Liebe.

Story-Aufbau

Jenny Ashcroft hat eine Art zu Schreiben, die etwas tief in einem zum erklingen bringt. Alle Emotionen werden ungefiltert an einen herangetragen und selbst ich, die wirklich abgehärtet ist, konnte das eine oder andere Tränchen nicht zurückhalten. Ganz nebenbei sind die zwei Handlungsstränge auf wunderbare Art ineinander verwoben und man fühlt sich direkt nach Singapur katapultiert, in eine Zeit, in der vieles was wir heute für selbstverständlich halten, nicht gegeben war.

Bewertung

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Rezension zu „Fourth Chance“ von Rose Bloom

Klappentext

Ich habe versucht, mich einzugliedern. Ein wertvolles Mitglied dieser Gesellschaft zu werden. Aber mit meiner Vergangenheit funktionierte es nur bedingt. 

Und ich fühle mich verloren. Wie bereits mein ganzes Leben.

Bis ich dich traf. Wild. Ungestüm. Und genauso wenig fähig, dich anzupassen wie ich.

Everett ist der jüngste der drei Brüder, seine Vergangenheit genauso geprägt von Ablehnung, Einsamkeit und Enttäuschung. Doch er hat es überwunden. Oder?

Auch wenn er sein Ziel direkt vor Augen hat und ihm jeder sagt, er werde es schaffen, fühlt es sich nicht so an. Wieso? Er ist der Witzige, Lockere der drei, der mit seiner Vergangenheit abgeschlossen hat. Das zumindest denken alle, weil Everett es wie kein anderer beherrscht, seine Gefühle unter der Oberfläche zu verbergen.

Bis sie vor ihm steht. Lori hat eine große Klappe, ist frei und lässt sich von niemandem etwas sagen. Schon gar nicht von Everett. Trotzdem ist er absolut fasziniert von ihr und will sie kennenlernen. 

Doch sie weckt in ihm alte Emotionen, von denen er gedacht hatte, sie für immer vergessen zu können. Um sie zu retten, muss er wieder in sein altes Leben zurück. Oder ist es am Ende sie, die ihn befreit?

Protagonist Everett

Ev wirkte die ersten beiden Teile auf mich als der „glückliche, lebensfrohe“ Junge. Er hatte eine natürliche Leichtigkeit, so dass ich mich sehr auf seinen Teil gefreut haben. Aber man merkt schnell beim lesen, auch Ev hat seine Last zu tragen und hinter seiner Unbeschwertheit verbergen sich auch bei ihm tiefe Narben. Ich konnte mich unglaublich gut mit ihm identifizieren, die Maske die er trägt, die Schmerzen die er kaschiert. Sofort fand ich eine Bindung zu ihm und lernte ihn lieben. Er hat mich mit seiner ganzen Art einfach umgehauen und mitgerissen. Ich kann nicht mal annähernd beschreiben wie liebenswürdig er doch ist und im Laufe des Buches macht auch er eine wahnsinnig große Entwicklung durch. Ich bin am Ende des Buches doch ganz schön wehmütig geworden weil mir seine Geschichte so gut gefallen hat und ich ihn einfach nicht gehen lassen wollte.

Story-Aufbau

Der letzte Band der Chance-Reihe von Rose Bloom hat nochmals alles gegeben. Ich kann nicht oft behaupten, dass Folgebänder mich mehr mitreißen als der erste, doch genau das ist der Fall, auch wenn Teil 1 einfach großartig war, hat Teil 2 mich begeistert und Teil 3 einfach umgehauen. Also ein voller Erfolg auf ganzer Linie, liebe Rose. Ich liebe die Verbindung von Ev und Lori und ich liebe das Wiedersehen mit Tanner und Nash. Einfach gelungen und ein wundervolles Zusammenspiel. Nash und Lori sind mir im Laufe des Buches unglaublich ans Herz gewachsen und jede Seite flog nur so dahin. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und muss einfach sagen: Besser gehts kaum. 

Jetzt haben die drei Brüder endlich das Glück gefunden, das sie verdient haben und mit gerührtem Herzen bin ich froh, dass sie alle ihren Weg gefunden haben und um so vieles reicher hervorgegangen sind. Eine wundervolle Reihe mit Suchtpotential. Ich freue mich schon auf mehr von der lieben Rose.

Bewertung

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Rezension zu „Third Chance“ von Rose Bloom

Klappentext:

Wie viele Chancen hast du verdient?

Wie viele Chancen gibst du dir selbst?

Und können dich diese Chancen vor dem Abgrund retten?

Nash ist bei demselben Pflegevater wie Tanner aufgewachsen, doch er verbirgt ein großes Geheimnis.

Um seine Vergangenheit zu vergessen, greift er immer häufiger zu Drogen, bis er sich selbst dabei verliert. Mithilfe seiner Brüder zieht er die Reißleine und begibt sich in ein Programm, das ihn darin unterstützen soll, clean zu werden. Es führt ihn auf eine Ranch in Texas, wo er auf die verschlossene Elli trifft.

Auch Elli scheint etwas hinter sich zu haben, das sie gebrandmarkt hat.

Ist das der Grund, weshalb sie Nash von Anfang an aus dem Weg geht? Und weshalb kommt sie ihm so unglaublich bekannt vor?

Je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, umso näher kommen sie sich. Doch Nashs Vergangenheit wird ihn niemals gehen lassen. Außerdem ist er sich nicht sicher, ob es ihm hilft, einem Menschen zu vertrauen, der genauso verwundet ist wie er selbst, oder es ihn zurück in den tiefen Strudel zieht. Dorthin, wo er niemals mehr sein wollte.

Können zwei zerbrochene Teile noch ein Ganzes ergeben? Oder würden sich die scharfen Kanten zweier geschundener Seelen nur aneinander reiben und gegenseitig zerstören?

Protagonist Nash

Das Schicksal von Nash ging mir schon im ersten Band „Second Chance“ mehr als nahe. „Third Chance“ dreht sich allein um ihn und seine düstere, hoffnungslose Welt. Man lernt ihn endlich näher kennen, beginnt zu verstehen, und leidet mit ihm. Er ist vom Weg abgekommen und verliert sich in Drogen. Doch tapfer stellt Nash sich diesen Problemen und aus dem verwirrten, aus der Bahn geworfenen Jungen wird ein Mann. Und was für einer! Nash ist im Herzen ein guter Kerl, versteckt unter all den Problemen und den Gründen für seine Flucht vor der Realität. Mit seiner ganzen Art ging er mir unglaublich nahe und hat sich in mein Herz gestohlen. Denn auch wenn er gefangen ist, in einem Strudel aus dem viele nie wieder entkommen, tut er doch alles was in seiner Macht steht und in einer Ranch in Texas findet er etwas, was er so dringend braucht. Geborgenheit, Verständnis und Liebe. Und am Ende bleibt das Gefühl von bitter süßer Hoffnung. Ich habe eine Schwäche für Protagonisten die große Entwicklungen vollbringen und Nash trifft genau ins Schwarze! 

Story-Aufbau

Die liebe Rose nimmt uns wieder auf eine Reise vollgepackt mit Emotionen und definitivem Suchtpotential. Selten habe ich Bücher gelesen, die mir so nahe an die emotionale Substanz gingen. Vielleicht, weil „Third Chance“ sich mit einem Thema beschäftigt, das wohl vielen von uns schon im wirklichen Leben begegnet ist. Nash und Elli leiden jeder für sich unter ihrer Vergangenheit, doch gemeinsam ebnen sie einen Weg in die Zukunft. Das Leben ist nicht fair, das Leben ist kein Märchen aber wenn man hart an sich arbeitet, wenn man alles gibt, dann schafft man den Absprung raus aus dem Abgrund. Genau das Vermittelt das Meisterwerk von Rose Bloom und sie verzaubert einen damit. Third Chance ist so vielschichtig, so vielseitig und so unendlich gefühlvoll. Ich habe mitgefiebert, war gefangen, habe mitgelitten und auch an prickelnden Stellen hat es nicht gemangelt. Ich weiß nicht wie Rose das jedes mal schafft, diesen schmalen Grad zwischen Trauer und Hoffnung, Liebe und Lust, so gut zu halten, aber was ich weiß ist, dass Third Chance sogar den ersten Teil noch übertroffen hat und ich Nash und Elli liebe.

Bewertung

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

„Rezension zu Handlettering – Die 33 schönsten Alphabete“ von Norbert Pautner

Klappentext

Schöne Schrift kann jeder …

… man muss nur wissen, wie es geht. In diesem Praxisbuch werden Buchstabe für Buchstabe die 33 schönsten Schriften vorgestellt. Dabei wird genau erklärt, wie man sie mit Stift, Pinsel und Kreide schreibt oder konstruiert. Zusätzlich werden viele Vorlagen für Rahmen, Ornamente und Bordüren angeboten. Dekorative Aufschriften auf Karten, Tafeln, Bildern oder Textilien gehen so mit ein wenig Übung ganz leicht von der Hand. Damit das Üben leicht fällt, gibt es gerasterte Seiten mit Hilfslinien zum Download auf der Website. 

Fazit:

Ich hatte mir dieses Buch geholt, weil meine Schrift eine Katastrophe und mein Talent für Kalligrafie sich in grenzen hielt. Erstmal war die Einleitung super geschrieben, locker, entspannt, erklärend. Definitiv lesenswert und mutmachend. Kein Meister ist vom Himmel gefallen und das betont Norbert Pautner immer wieder. Auch, dass „Fachchinesisch“ einfach vonnöten ist und ich muss gestehen er hat recht. Denn wenn man sich intensiv damit auseinander setzt, muss man sich halt auch an „Formeln“ halten. Zu jedem komplizierten Alphabet gibt es ausführliche Erklärungen und Beispiele und das finde ich persönlich top, vor allem für jemanden, der einfach kein Naturtalent ist. Deswegen Daumen hoch für das „Handlettering“. Ich bin mega begeistert und kann es nur jedem empfehlen. Mein Bullet Journal erstrahlt in neuem Glanz und ich hab einiges wissenswertes dazu gelernt. Preis leistung ist natürlich auch top!

Bewertung

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Rezension „Das Prinzessinenspiel“ von Steve Cotten

Klappentext:

Prinz zu gewinnen!

Die schüchterne Karen wächst an einem entlegenen Bergsee bei ihrer Pflegemutter auf, die ihr einige spärliche Grundkenntnisse von Magie vermittelt. Trotzdem ist sie unglücklich und droht an der Einsamkeit zu zerbrechen. Eines Tages taucht die mutige Jelena bei ihr auf und nimmt sie mit auf ihrer Reise nach Lusandria. Dort wird das Prinzessinnenspiel ausgetragen und die Siegerin bekommt den Prinzen samt Königreich. 

Schon der Weg in das geheime Land ist voller Gefahren, aber die sind nichts im Vergleich zu den Monstern, denen Jelena beim Prinzessinnenspiel gegenüber steht. Außerdem erweist sich vieles als anders, als es erscheint. Wird sich am Ende die starke Freundschaft zwischen Karen und Jelena als der entscheidende Vorteil erweisen?

Protagonistin Karen

Karen wirkt von der ersten Sekunde an etwas verloren. Sofort hatte ich das Gefühl, das Mädchen weiß gar nicht wohin mit sich. Wünsche über Wünsche und der Drang nach „Klarheit“ beherrschen sie, genau wie die Frage, wer sie eigentlich ist. Am Anfang war es schwer für mich, mich in sie hineinzuversetzen, einfach weil sie doch recht naiv bzw. weltfremd und etwas oberflächlich wirkte, sehr Klischeehaft war sie in Bezug auf den Prinzen. Jedenfalls kam recht spät die Charakterwandlung in meinen Augen. Sie hat eine ausgeprägte Neugier die sie natürlich auch vorantreibt. Erst als sie sich als unfassbar loyale und liebe Freundin entpuppt, konnte ich allmählich überhaupt warm mit ihr werden. Doch so wirklich verbunden habe ich mich leider bis zur letzten Seite nicht mit ihr gefühlt.

Story-Aufbau

Was die Story jedoch angeht, muss ich meinen Hut ziehen. Steve Cotten hat eine unglaubliche interessante Geschichte geschrieben. Sein Schreibstil ist flüssig, seine Erzählungen detailliert und an Spannung hat es nicht gemangelt. Auch die Sage um das „Prinzessinnenspiel“ fand ich unglaublich amüsant und originell. Ein Märchen und irgendwie keines, ganz frei von Klischees. Bye bye, ihre auf Hilfe wartenden Prinzessinnen auf euren Türmen. Wirklich toll und genau dieser Story-Verlauf hat mich das Buch nicht aus der Hand legen lassen. Natürlich freue ich mich auf die Fortsetzung, und kann allen „Märchen- und wieder Nicht-Märchen-Fans“ das Buch wärmstens empfehlen. 

Bewertung

4 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️

Rezension „Uhrwerk der Unsterblichen“ von Alexander Kopainski

Klappentext:

Der letzte Sekundenschlag deiner Taschenuhr 

markiert den Zeitpunkt, ab dem du unsterblich bist.

Averys Alterungsprozess wurde für immer eingefroren, als seine Uhr wie bei allen Unsterblichen aufgehört hat zu ticken. Heute führt er ein zurückgezogenes Leben in Paris, fern des Übernatürlichen. Einzig die stillstehenden Zeiger erinnern ihn daran, dass er magische Kräfte besitzt. Als die menschliche Giulia seine Identität aufdeckt und kurz darauf ein unerklärlicher Mord die Menschenwelt in Aufruhr versetzt, schließt er sich notgedrungen mit ihr zusammen, um den Täter zu finden. Doch trotz seiner Kräfte birgt die Suche nach dem Mörder unüberwindbare Gefahren, die die magischen Gesetze einzureißen drohen.

Protagonist Avery

Avery hat mich sofort für sich eingenommen. Er hat eine überaus liebe Seite, geht in allem was er tut auf und hat eine Aura, die einem das Herz wärmt. Von der ersten Seite an fühlte ich mit ihm und war wahnsinnig gerührt von seinem Wesen, seinem Mut, seinem Mitgefühl. Er verschließt nicht die Augen und geht den Dingen auf den Grund und das macht ihn für mich zu einem wahren Helden. Denn egal wie oft ihm die Antworten durch die Finger rinnen, er gibt nicht auf. Die Reise mit Avery war unbeschreiblich und er wurde für mich zu einem guten Freund dem man überall hin folgen würde, weil man ihm blind vertraut. Ich kann kaum in Worte fassen, wie Avery auf mich gewirkt hat, einfach weil er so herzensgut ist. 

Story-Aufbau

Alexander Kopainski hat mit seinem Debütroman genau in mein Fantasy-Herz getroffen. Nicht nur, dass man sofort Avery in sein Herz schließt, nein, die Grundidee des Uhrwerks der Unsterblichen ist einzigartig und der Schreibstil wunderschön! Wirklich! Ich glaube ich habe noch nie einen Schreibstil als „schön“ bezeichnet aber genau das ist er. Man fühlt sich sofort in andere Zeiten versetzt und Alex schafft es Paris zum greifen nahe wirken zu lassen. Immer wieder bekam ich Gänsehaut, einfach weil die Sätze eine unglaublich mystische Atmosphäre erschaffen haben. Dann noch die Welt, die es zu entdecken gab. Alles war wunderbar durchdacht. Auch die Zeitsprünge hat der Alex spielend gemeistert. Zu keiner Zeit kam ich mir verwirrt bzw. aus der Geschichte gerissen vor, nein die verschiedenen Handlungsstränge haben sich ganz wunderbar ergänzt. Auch das Ende war unmöglich vorauszusehen aber nicht völlig aus dem Zusammenhang gerissen, was ich ja besonders liebe wenn es um „Detektivarbeit“ geht. Alles in allem war die Geschichte genau nach meinem Geschmack.

Alex Kopainski zeigt, dass er nicht nur wundervolle Cover gestalten kann, sondern auch ganz wundervolle Geschichten und ich freue mich schon sehr auf mehr von ihm!

Bewertung

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Rezension zu „Friends – Küssen unmöglich“ von Tina Eugen

Klappentext:

Gleich zwei Schicksalsschläge bringen Judith Neumann dazu, ihr Herz einzufrieren. Lange Zeit vergießt sie keine einzige Träne und wird von den Leuten im Ort bereits Eiskönigin genannt. Leon, ihr bester Freund, fängt sie auf und ist für sie da, doch auch er scheitert immer wieder daran, die Kälte aus Judiths Leben zu verbannen.

Ein gemeinsames Wochenende bringt schließlich die Wende. Auf einmal sieht sie in ihm nicht mehr nur den besten Freund, sondern einen Mann, der sie tief im Inneren berührt. Darf sie dem Verlangen nachgeben oder ist Küssen unmöglich?

Ein winterlicher Liebesroman

Protagonistin Judith

Judith hat es nicht leicht, das Schicksal meint es nicht gut mit ihr und sie flüchtet sich in ihre Arbeit. Trauer und Wut, Verzweiflung und Angst. All diese Gefühle versiegelte sie in einer Kiste, doch nach einer Zeit der Kälte beginnt das Eis zu schmelzen. Das Leben ruft Judith zurück und Stück für Stück befreit sie sich von ihrem Schmerz und eine lebensfrohe, junge und starke Frau kommt zum Vorschein. Mit ihrem tapferen Herzen, ihrer Liebe zu ihrer Tochter und ihrer durchschimmernden Kraft, verzaubert sie einen.

Protagonist Leon

Leon hat das Herz am rechten Fleck, er gibt Judith genau das was sie braucht, lockt sie aber auch aus ihrem Schneckenhaus. Mit seiner unbeschwerten aber auch einfühlsamen Art bringt er das Leben zu ihr zurück. Ein guter Freund, ein offenes Ohr, eine akzeptierender Hafen. Er zwingt nicht, er drängt nicht und er ist eine unverzichtbare Stütze. Wie er Judith gegenüber auftritt, wie er sich um Vicky kümmert, all das macht Leon zu einem wunderbaren Mann, der einem ein Gefühl von Geborgenheit vermittelt.

Story-Aufbau

Tina Eugen hat eine zauberhafte Geschichte geschrieben, mit Witz und Charme. Ein verwundbares Thema, eine unglaublich gefühlvolle Art des Trauerns. Immer wieder nimmt sie lockeren Humor, greift kleine Strahlen der Hoffnung auf und zieht somit den Leser in ihren Bann. Für mich ein ganz bezaubernder Winter-Roman mit Hürden die Stück für Stück genommen werden.  Einzig der Schreibstil gab mir ein wenig Schwierigkeiten auf, da jedes Detail, jede Regung beschrieben war, was meiner Ansicht nach nicht vonnöten gewesen wäre. Mit diesem hatte ich leider bis zuletzt zu kämpfen, weshalb es keine fünf Sterne von mir gibt. Trotzdem eine zauberhafte Geschichte, die definitiv lesenswert ist.

Bewertung

4 von 5 Sternen

⭐️⭐️⭐️⭐️