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Rezension zu „Hurt me Gently“ von Katie Weber

Klappentext

Dank ihr bekommt mein Leben wieder einen Sinn
Grayson Lockwood hat alles, was er sich nur wünschen kann und gleichzeitig nichts, was von Bedeutung ist. Der junge Alleinerbe eines Milliardenkonzerns bekommt nie genug und nur Drogen scheinen sein Verlangen nach Mehr und den bitteren Schmerz in seinem Inneren für einen kurzen Moment zu stillen. Bis er eines Nachts bei einem seiner Abstürze Eden begegnet, die ihn unerwartet vor dem Fall bewahrt und Grays Interesse weckt. Denn das scheinbar traumatisierte Mädchen mit den geheimnisvollen Augen, die ihn an den Atlantik erinnern, spricht nicht – ganz egal, was er versucht. Und das will der rastlose Junggeselle unbedingt ändern. Denn Gray ahnt vom ersten Moment an, Eden könnte genau das Abenteuer sein, auf das er sein Leben lang gewartet hat.

Dank ihm schaffe ich es endlich zu verzeihen
Eden Larson hat alles verloren. Seit eines traumatischen Erlebnisses lebt die junge Frau auf eigenen Wunsch zurückgezogen in einer psychiatrischen Einrichtung. Denn das, was sie gesehen hat, scheint unvergesslich und grausam. Seit diesem tragischen Tag, der ihr Leben für immer veränderte, schweigt sie. Nicht einmal mit ihrem Therapeuten hat sie je ein Wort gesprochen. Doch dann platzt plötzlich Gray in ihr Leben und wirkt genauso zerstört und kaputt, wie sich Eden fühlt. Sie weiß, sie sollte sich schleunigst von ihm und seinen bösartigen Launen fernhalten, schafft es aber nicht, ihn mit seinem Schmerz und dem Drogenproblem alleinzulassen. Unerträgliche Schuld nagt an ihr und sie beschließt, diesmal alles richtig zu machen und Gray vor sich selbst zu retten.

Protagonistin Eden

Wenn jemand mein Herz berührt, dann ist es Eden. Ich kann kaum in Worte fassen, was diese tapfere junge Frau für mich darstellt. Sie ist mutig, schlau, wundervoll und stark genug um auch mal schwach zu sein. Eden hat so viele unterschiedliche Facetten. Auf der einen Seite ist da dieses gebrochene Mädchen, das sich vor dem Schmerz der Welt fürchtet, sich einigelt und einfach versucht zu überleben. Stumm wie ein Fisch aber mit unglaublichem Mitgefühl und Lebenswillen. Denn Eden hat ihre ganz eigenen Probleme, Berge, die es zu erklimmen gilt und mit Gray an ihrer Seite stellt sie sich den Dämonen ihrer Vergangenheit. Wie Dornröschen aus dem Winterschlaf erwacht, bricht Eden aus ihrem eigens gewählten Gefängnis der Stille aus. Sie blüht auf, lässt die Welt in neuem Licht erstrahlen. Und plötzlich steht diese kecke junge Frau vor einem. Die weiß was sie will, sich akzeptiert wie sie ist und nicht nur überleben will, sondern leben. Verspielt, lustig und charmant. All diese Eigenschaften machen Eden zu einer Protagonistin, die unter die Haut geht. Nicht nur, dass man jeden Schritt, den man mit ihr geht, tief in seinem Herzen fühlt, jeder ihrer Erfolge beflügelt einen beim Lesen auch noch.

Protagonist Gray

Gray gibt uns eine ganz neue Sicht auf sich. Hat man im ersten Teil der Wrecked-Reihe gedacht, er sei ein lebensfroher, wenn auch drogenabhängiger Luftkopf aus reichem Hause, entpuppt er sich nun als starker aber verletzter jungen Mann, der eigentlich nur die Einsamkeit nicht ertragen kann. Obwohl Gray immer wieder mit seiner Sucht zu kämpfen hat, versucht er allem Stand zu halten. Es ist unglaublich bewundernswert wie er sein Ziel, endlich Clean zu werden, verfolgt und das nur um Eden einen Platz in seinem Leben zu verschaffen. Seine Entwicklung im Laufe der Geschichte ist nicht minder beeindruckender als Edens, denn auch er lässt alten Ballast Schritt für Schritt los und akzeptiert, dass Drogen ihm nicht helfen werden. Dadurch wird der verlorene kleine Junge plötzlich zu einem Mann, der mehr im Leben sieht als einen Rausch. Zum Vorschein kommt ein führsorglicher, liebevoller, geduldiger Beschützer, der sich Problemen annimmt ohne Druck oder Forderungen. Seine Art, Eden aus ihrer Stille zu holen, berührte mich tief und nicht nur einmal trieb mir seine liebevolle Art Tränen in die Augen. Gray hat mich einfach emotional völlig umgehauen und mein Herz im Sturm erobert.

Story-Aufbau

Hurt me Gently nimmt uns mit auf eine Reise in der Verlust, Trauer, Einsamkeit und Angst eine große Rolle spielen. Umso wundervoller fühlt es sich an, wenn all diese Gefühle einem noch mächtigerem Gefühl weichen, Hoffnung. Gray und Eden sähen Hoffnung und Vertrauen in die Macht des Willens. Sie beweisen uns: Das Leben ist nicht immer leicht, man kann nicht immer perfekt funktionieren, doch es ist nie zu spät für Veränderungen. Sowohl Gray als auch Eden tragen schwere Lasten auf ihren Schultern, Schatten der Vergangenheit, die sie nicht loslassen wollen und Stück für Stücke nehmen sie es mit diesen Schatten auf. Die Verbindung der beiden, die zu Beginn nur daraus besteht, dass eine leidende Seele eine andere leidende Seele erkennt, verwurzelt sich in einem und berührt auf eine Art, die Gänsehaut beschert. Hurt me Gently ist jedoch keineswegs ein Drama, nein, es wartet mit Witz, Sexappeal, Charme und erfrischender Ehrlichkeit auf. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch durchgelesen.

Message an die Autorin

Liebe Katie, was soll ich sagen, du weißt ich bin schon völlig verliebt in Love me Lordly gewesen aber mit Hurt me Gently hast du meine Welt auf den Kopf gestellt. Du hast so berührende Themen angesprochen, so vielschichtige Charaktere erschaffen, dass ich aus dem Staunen nicht mehr herauskomme. Ich bin verliebt, in Gray, in Eden, einfach in das ganze Buch. Mit deinen Büchern gibst du den Menschen, gibst du mir, einen Ort, an dem man sich wiederfindet, neue Seiten entdeckt und über Dinge nachdenkt, deren man sich gar nicht bewusst war. Ich kann nur hoffen, dass du niemals aufhörst zu schreiben, denn mit deinen Büchern machst du diese Welt ein ganzes Stück besser.

Bewertung

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Anmerkungen

Ich durfte Hurt me Gently als Testleserin vorablesen, was natürlich, wie immer, keinen Einfluss auf meine Bewertung hatte denn, wer meinen Blog kennt, weiß einfach, dass Katie mich , vorablesen oder nicht, immer mit ihren Büchern begeistert weil sie einfach voll meinen Nerv treffen.

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Rezension zu „Love me lordly“ von Katie Weber

Klappentext

Wenn er mich ansieht, fühle ich mich wertvoll
Alice Hollister ist arm wie eine Kirchenmaus. Sie arbeitet hart, um über die Runden zu kommen und zu überleben. Was es aber heißt, richtig zu leben, weiß sie nicht. Bis sie eines Tages zufällig den schicken Luxuswagen eines Mannes schrammt, der ihr, um ihre Schulden bei ihm zu begleichen, ein Angebot macht, das sie nicht ausschlagen kann. Trotz seiner kühlen, selbstgefälligen und direkten Art, fühlt sie sich von ihm angezogen. Und so lässt sie sich von ihm in etwas hineinziehen, aus dem es keinen Ausweg gibt.

Wenn sie an meiner Seite ist, bin ich ein besserer Mann 
Kian Paxton weiß nicht, wohin mit dem vielen Geld. Partys, Alkohol und Frauen sind seine Welt und er will nur ungern darauf verzichten. Als ihm sein Stiefvater und Boss ein Ultimatum setzt, kommt ihm die unschuldige, arme Alice gerade recht. Sie ist anständig und zurückhaltend, genau das, was es braucht, um an das zu gelangen, worauf er keinesfalls verzichten will. Doch hat er keine Sekunde damit gerechnet, sein Vorhaben dabei aus den Augen zu verlieren, je näher er Alice kommt.

Protagonistin Alice

Alice Hollister arbeitet hart und viel. Sie hat kein einfaches Leben doch Aufgeben kommt nicht in Frage. Gleich zu Beginn des Buches hat sie sich meinen vollen Respekt verdient. Obwohl sie in einem Hamsterrad feststeckt, rennt, rennt, rennt und das Leben nur Zitronen für sie übrig hat, gibt sie niemals auf. Sie wirkt vielleicht auf den ersten Blick schüchtern und scheu, doch in ihr steckt ein Feuer, eine Kraft diesem harten Leben zu trotzen. Alice ist nicht einfach das graue Mäuschen von nebenan und wie jeder andere erwartet sie mehr vom Leben. Sie hat so viele Facetten, so unterschiedliche Eigenschaften die zusammen ein unglaublich faszinierendes Bild ergeben. Mal ist sie schüchtern, mal ist sie laut, mal kämpft sie und mal steckt sie einfach ein. Wie ein Steh-auf-Männchen will sie sich nicht geschlagen geben und dieser Wille ist es, was sie mir tief in Herz gebrannt hat. Alice ist kurz vorm ertrinken und sie hat genug Intelligenz um sich nicht zu schämen, nach dem letzten Strohhalm zu greifen, auch wenn dieser von einem unverschämt kalten Kerl kommt. Das Leben ist kein Märchen, es lässt nicht genug Platz für falschen Stolz und Alice Hollister weiß das. Und obwohl man erwartet, dass sie im Strudel der Ereignisse hin und her geworfen wird wie ein Spielball, ist genau das nicht der Fall. Denn Alice ist vielleicht arm wie eine Kirchenmaus, doch mit ihrer Intelligenz und ihren wachsamen Augen wägt sie geschickt ab, welche Kämpfe sich lohnen und welche mit nicht allzu großen Verlusten akzeptiert werden können. Sie steht mit geraden Schultern für ihre Ideale ein, bieten dem Leben und den verkorksten Jungs die in ihr Leben purzeln, die Stirn und schleicht sich damit automatisch in das Herz des Lesers. Alice Hollister ist keine Jungfrau in Nöten, sie ist eine Kriegerin die sich keine Chance entgehen lässt aus dem tristen harten Leben herauszukommen um endlich frei zu sein.

Protagonist Kian

Kian Paxton kennt das Leben im Überfluss. Er kennt die Etikette, weiß falsch zu lächeln und Geschäftspartner um den Finger zu wickeln und er pfeift auf all dies. Er genießt das Leben im goldenen Käfig, bis er an die Kette gelegt wird. Sein Leben war wie ein rausch, laut, donnernd, bunt und schnell, doch als er anhalten muss um genau dieses Leben beizubehalten wirkt es auf den Leser, als würde er das erste Mal wirklich sehen. Wahrnehmen was um ihn herum geschieht. Kian muss beweisen was er kann und als er endlich 100 % gibt, haut er einen einfach um. Er weiß was er will, schmiedet Pläne und versucht das Chaos unter Kontrolle zu bekommen aber er ist ebenso menschlich. Er hat Ängste, er scheitert, er schwankt. Wer einen reichen Oberboss erwartet, der immer alles im Griff hat, liegt mit Kian ganz weit daneben. Er ist kein Gott dem alles von der Hand geht, aber er ist intelligent, charismatisch, bestimmend. Er kennt die Geschäftswelt und was nötig ist, um in ihr zu überleben. Was er nicht kennt, ist das warme Gefühl in seiner Brust als er aus seinem Rausch erwacht, aus seinem kalten, maskierten, unechten Leben auf den Boden der Tatsache zurückgeholt wird und sich einem Mädchen gegenübersieht, das ihm mit ihrem Willen und ihrer Kraft ebenbürtig ist. Und plötzlich bekommt sein Panzer risse und ein Kian kommt zum Vorschein, den man einfach lieben muss. Wie ein Kind das laufen lernt, lernt er von Alice was es bedeutet mehr vom Leben zu erwarten als Geld oder Macht. Und er entdeckt eine Seite an sich, die er bisher nicht kannte. Händchen halten, Zärtlichkeit, sich nach Wärme zu sehnen. All diese Dinge bekommen in seinem Leben ein Gewicht und plötzlich sieht er sich einer Angst gegenüberstehen, die ihm noch viel schlimmer erscheint als kein Geld und keine Macht zu besitzen. Kian macht im Verlauf der Geschichte eine unglaubliche Entwicklung durch und jedes Mal, wenn diese neue Seite von ihm aufblitzt, verliebt man sich mehr in ihn.

Story-Aufbau

Kian und Alice nehmen uns mit in eine Welt des Scheins. In einer Welt in der ein kokettes Lächeln ebenso wichtig ist wie Intelligenz. Sie sind wie zwei Seiten einer Münze, beide sind stark, zum Kämpfen geboren und doch setzen sie diese Stärke in ganz unterschiedlicher Weise frei. Kian ist wie ein Wirbelsturm, lässt sich mitreißen, ist wild, verlangend und bestimmen. Alice ist sanft und doch bleibt sie ihren Prinzipien treu, da kann ein ganzer Tornado kommen, sie gibt nicht nach. Alice und Kian beweisen uns, dass Stärke in vielen verschiedenen Formen existiert, viele Facetten hat, viel bewirken kann. Vor allem diese Verbindung zwischen Kian und Alice fesselt einen. So unterschiedlich und doch irgendwie gleich. Zwei Menschen mit Zielen, mit Träumen und mit einem Haufen von Hindernissen. Die einzige Möglichkeit um ans Ziel zu gelangen ist, wenn sie einander helfen und ehe man sich versieht, ist da ein Band geknüpft was nicht nur Alice und Kian aneinanderbindet, sondern auch Kians Rudel miteinschließt.  Kian, Gray, Nash, Weston und Easton. Jeder von Ihnen trägt eine Last und im Laufe der Story hat man das Gefühl, dass Alice etwas von diesen Lasten schultert womit sie sich ihren Platz an Kians Seite erkämpft. Gefühlvoll, heiß, lustig. Love me lordly hat alles was man braucht und gekrönt wird diese Geschichte durch ein unerwartetes und einzigartiges Ende.

Message an die Autorin

Liebe Katie, hach was soll ich sagen? Du hast mir den Kopf verdreht mit deinen Protagonisten. Du hast das raue Leben genommen, das Thema unerfüllter Träume angesprochen und gezeigt, wie weit man kommen kann, wenn man nur wirklich von Herzen will. Du weißt ich bin schon ein großer Fan deiner Bücher aber mein Gott, mit Love me lordly hast du noch einen draufgesetzt. Ob mild oder wild, du weißt was das Herz berührt, hast immer ein Ass im Ärmel und wartest mit Humor, Lust und Romantik auf als wäre es selbstverständlich. Wie immer hast du mich so viele Dinge fühlen lassen, mich über viele ernste Themen nachdenklich gestimmt und mir die Möglichkeit gegeben mich in deinen Geschichten wiederzufinden. Ich warte sehnsüchtig auf mehr, und bitte höre niemals auf die Welt mit deinen Büchern schöner zu machen ❤

Bewertung ♥️

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Instagram: Zeilenwanderzauberin

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Rezension zu Breathe Harder von Katie Weber

Klappentext ♥️

Die Tournee quer durch die Staaten geht weiter und Jonahs Hartnäckigkeit scheint sich nach wochenlangem Kampf mit seiner ehemaligen besten Freundin endlich auszuzahlen. Annabelle öffnet sich ihm und vor allem dem Leben gegenüber mehr und mehr. Bald schon scheint die innige Freundschaft von damals für Jonah wieder greifbar nah – denkt er zumindest. Doch Annie ist ein harter Brocken und mit jedem Schritt, den Jonah auf sie zugeht, geht sie zwei zurück. Unausgesprochenes und düstere Geheimnisse schweben wie eine schwere, dunkle Wolke über den beiden und lassen nicht zu, was schon vor über sieben Jahren unausweichlich schien. Bis ausgerechnet ein Tourstopp in der Nähe ihrer alten Heimat Underwood erneut alles ändert.

Protagonistin Annabelle ♥️

Annie und Jonah nehmen uns weiterhin mit auf Tour. War Annabelle im ersten Teil ein verstörtes einsames Mädchen, so erblüht sie im zweiten. Die das Leben hassende Annie geht Stück für Stück verloren und macht Platz für das was von ihr übrig ist. Wie ein Kind beginnt sie von vorne. Sie lernt in den Schuhen des Lebens wieder zu laufen. Es erweicht einem das Herz zu sehen wie sie ihren Lebensmut wiederfindet, wie ihre Träume erwachen aus dem Schlaf in den sie, sie versetzt hatte. Annabelle lernt die Erinnerungen an Ben zu schätzen, anstatt in Trauer und Hass zu verfallen, lässt sie der Liebe in ihrem Herzen die Chance, endlich die Oberhand zu gewinnen. Dadurch fällt es ihr auch leichter, den lang gehegten Groll gegen Jonah endlich loszulassen. Es ist überaus bewegen, zu sehen wir die Sonne endlich wieder in ihrem Leben aufgeht, wie sie nach vorne sieht und nicht zurück. Sie wird immer wieder zurück in die Trauer fallen, doch mit jedem Mal kehrt sie ein Stückchen stärker zurück ins Licht. Mit Annie gehen wir die Stadien der Trauer durch und das erste Mal hat man das Gefühl, dass sie endlich bei der Akzeptanz angekommen ist. Ihre Lebensgeister kehren zurück und Ben wird von einer traurigen Erinnerung, zu ihrem Anker in dieser Welt. 

Protagonist Jonah♥️

Jonah hat es satt, vorzugeben jemand zu sein, der er nicht ist. Annie mit ihrem Kampf ums Überleben scheint ihm endlich genug Kraft zu geben, genau diesen Zustand zu verändern. War er im ersten Teil der Wegweisende, verwandelt sich immer mehr Annie in seine Stütze. Er kämpft nicht nur um seiner Tochter, er kämpft auch mit dem Loslassen. Genau wie Annie, muss er erst lernen, was es bedeutet die Menschen die man Liebt nicht festzuhalten. Jonah hat sich eine kleine Scheinwelt erschaffen, findet aber Stück für Stück einen Weg dort raus. Endlich lernt er, dass er nicht jeden bevormunden kann, kann sich sogar eingestehen, dass er viele Fehler in der Vergangenheit gemacht hat. Aus dem bestimmenden Märtyrer-Rockstar wird ein Mann. Einer, der weiß was er im Leben will und wen er an seiner Seite braucht. Es ist schön mitanzusehen, wie er die verstaubten Flügel ausbreitet und endlich den Mut hat frei zu sein. Wie Ying und Yang geben sich Annie und Jonah gegenseitig das, was dem anderen bislang gefehlt hat und plötzlich beginnt man sich zu fragen, wer hier eigentlich wen rettet.

Story-Aufbau ♥️

Auch in diesem Teil hat es die liebe Katie geschafft, gekonnte Flashbacks zu setzten, so, dass man auch Jonah´s Beweggründe und noch viel mehr von Ben versteht. Obwohl Ben nicht mehr am Leben ist, lässt dies einem die Möglichkeit ihn zu dem zu machen, was er für Annie und Jonah ist. Ein bester Freund, ein Beschützer, ein Bruder. Gleichzeitig schmerzt die Geschichte tief im Herzen, denn man leidet unter dem dahinraffenden Leben von Ben. Plötzlich ist selbst für Menschen die noch niemanden an so eine schreckliche Krankheit verloren haben, nachvollziehbar wie schwer es mitanzusehen ist, wenn etwas das Leben in einem auffrisst. Doch Katie versteht es, einem diesen Schmerz aber auch die aufkeimende Hoffnung auf eine glückliche Zukunft näher zu bringen. Sie erinnert uns mit ihrer Breathe-Reihe daran, dass nach dem Tod ein Kampf beginnt, für all die, die zurück bleiben. Annie und Jonah haben in mir auch im zweiten Teil Kummer, Schmerz, Freude und Liebe geweckt und mich mitgerissen.

Bewertung ♥️

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Message an die Autorin ♥️

Liebe Katie, ich weiß nicht wie du das machst, doch du machst es richtig. Du hast ein unglaubliches Talent dafür einen im Schmerz die Hoffnung finden zu lassen. Meinen Arm überzog ständig der Hauch einer Gänsehaut und auf den letzten Seiten brannten meine Augen von ungeweinten Tränen. Danke für diese Achterbahn der Gefühle.

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