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Rezension zu „ENDGAME I – Der Bauer“ von Skye Warrens

Klappentext:

Das Schicksal riss meinen Vater mit kalter Grausamkeit in den Abgrund. Er verlor alles: sein Geld, seinen Ruf und seine Gesundheit. Ohne die teure medizinische Betreuung erwartete ihn der Tod.

Doch ich war gewillt, alles zu tun, um ihn zu retten. Und deshalb, verzweifelt wie ich war, betrat ich den Herrenclub.

Dort begegnete ich Gabriel Miller. Dieser gefährliche Mann liebte es, mich leiden zu sehen. Er sah, dass ich etwas besaß, das für einige Männer von Wert war: meine Jungfräulichkeit …

Protagonistin Avery

Avery tut alles damit ihr Vater leben kann. Ihre bedingungslose Loyalität geht unter die Haut. Obwohl sie wie ein behütetes Vögelchen im Käfig aufwuchs, hat sie einen eisernen Willen und weiß was sie will. Sie kämpft obwohl ein Sieg aussichtslos ist. Ihr Mitgefühl, ihr Verantwortungsbewusstsein und ihr tiefer Wunsch, ein halbwegs normales Leben führen zu können, geben ihr Kräfte, gegen die nicht einmal die Unterwelt gewappnet ist. Verzweifelte Situationen erfordern verzweifelte Maßnahmen. Keiner versteht diese Worte besser als Avery und doch will sie nicht aufgeben, will diesen schweren Weg mit Würde gehen, einen Teil den sie in sich selbst verschließt um ihn zu schützen. Avery ist für mich der Inbegriff einer Feministin, einfach weil sie tut was getan werden muss. Sie setzt sich nicht auf einen Stuhl und wartet darauf, dass ihr Ritter in glänzender Rüstung daherkommt. In einer Welt in der sie wie ein Vieh verschachert wird, hält sie den Kopf oben wie eine Königin.

Protagonist Gabriel

Gabriel, undurchsichtig, launisch, faszinierend. Er gewinnt mit seiner berechnenden Art mein Herz. Wie in einem Schachspiel ist er immer zwei Schritte voraus und nur in wenigen Momenten lässt er Avery hinter den Vorhang aus Berechnung und Spielzügen schauen. Ob Gabriel Freund oder Feind ist, lässt sich für mich genauso wenig entscheiden, wie die Frage, ob Feuer oder Eis in seinen Adern wütet. Wenn ich mich entscheiden müsste, wäre er wohl beides. Freund und Feind, Feuer und Eis. Ebenso wenig kann ich sagen, welche Seite ich an ihm mehr liebe, die düstere, fordernde oder die liebevolle, beruhigende, vertrauenerweckende Seite. Wie Avery stehe ich zwischen den Stühlen, bin mir nicht sicher was Wahrheit und was Berechnung ist, doch eines kann ich definitiv bestätigen, Gabriel ist ein unglaublich faszinierender und anziehender Mann. Ich kann es kaum erwarten, hinter seine Maske einen Blick zu werfen.

Story-Aufbau

Von der ersten bis zur letzten Seite, einfach nur Wow. Ich habe es weggesuchtet, die Seiten flogen nur so dahin und immer wieder dachte ich, nein es darf niemals enden! Verführerisch, Sexy, atemberaubend, das drückt nicht mal im entferntesten meine Gefühle aus. Das ganze Buch ist die Einleitung zu einem unglaublichen Schachspiel. Ein Tanz aus Spielzügen und Leidenschaft. Avery und Gabriel sind wie Dynamit und entführen einen in ein Spiel das so dunkel und düster ist, dass man einfach nicht anders kann als es zu lieben. Skye Warrens weiß wie man den schmalen Grad zwischen Thrill und Leidenschaft spielend leicht überbrückt. ENDGAME I – Der Bauer war unglaublich, und ich kann es kaum erwarten das Abenteuer mit Avery und Gabriel fortzusetzen.

Anmerkungen

Dieses Buch wurde mir von Festa Dark Romance als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Sie gibt es erst seit Anfang 2018 und bestehen momentan aus 8 Mitarbeitern, 4 davon sind bereits Teil der Festa-Familie beim Festa Verlag, gewesen. Wie ihr meiner Rezension sicher entnehmen könnt, hatte es absolut keine Auswirkungen auf meine Bewertung, dass mir ENDGAME I als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde, das war nämlich echte Begeisterung und jedes Wort ernst gemeint.

Bewertung

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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Rezension zu „Das Schicksal des Winters“ von Lilly London

Klappentext

Hoch in den Bergen Skandinaviens, wohin sich niemals ein Mensch verirrt, ist meine Zuflucht.

Ein Fluch zwingt mich in die Einsamkeit; niemand kann in meiner Nähe überleben, niemand darf mich berühren. 

Ich habe mich damit abgefunden, für immer alleine zu bleiben … zumindest bis ein verirrter Wanderer an meine Tür klopft. Er ist unverschämt und geht mir auf die Nerven, dennoch sehnt sich etwas tief in mir nach seiner Nähe.

Er muss gehen.

Nicht nur zu seiner eigenen Sicherheit, sondern auch, weil ich es nicht ertragen könnte, wenn er herausfindet, wer ich wirklich bin …

Protagonistin Maila

Maila, die Schneekönig. Laut Legende besitzt sie ein Herz aus Eis. Und doch berührt sie mit jedem Wort. Noch immer klingt ihr Schicksal in mir nach. Mit unglaublichem Mut im Herzen nimmt sie einen mit in die Welt des kalten Skandinaviens. Während der Geschichte wird schnell klar, Mailas Herz ist alles, aber nicht aus Eis. Obwohl das Schicksal ihr viele Lasten aufgebürdet hatte, trägt sie diese mit eisernem Willen und hat trotzdem eine Güte im Herzen. Im Laufe des Buches erscheint es, als würde Maila aus einem tiefen Winterschlaf aufwachen und zum Vorschein kommt eine bezaubernde Frau mit Stärke, einem guten Herzen und wieder erwachenden Wünschen nach mehr. Maila erobert mit ihrer stolzen und liebevollen Art mein Herz und mit jedem Kapitel wurde sie mehr und mehr eine gute Freundin für mich.

Story-Aufbau

In „Das Schicksal des Winters“ geht es märchenhaft zu. Ein Debütroman der unter die Haut geht. Mythen wurden liebevoll eingearbeitet und Anlehnungen an die Originalgeschichte sorgsam mit eingepflegt. Lilly London entführt in eine zauberhaft frostige Welt und würzt mit frechen kleinen Feen und prickelnden Momenten. Die Geschichte rund um die Schneekönigin war niemals lustiger, spannender und herzzerreißender. Einfach eine grandiose Märchenadaption die ich in einem Zug verschlungen haben. „Das Schicksal des Winters“ war meine erste Märchenadaption und obwohl mir die Geschichte rund um die Schneekönigin nicht zu 100 % geläufig ist, fand ich trotzdem unglaublich Gefallen an dieser. So wird Lilly Londons Schneekönigin wohl für immer die einzig wahre Schneekönigin in meinem Herzen sein und der vorweihnachtlicher Zauber lässt Platz zum träumen.

Message an die Autorin

Liebe Lilly ich war überwältigt. Diese Rezension erfolgt direkt nach dem ich deine wundervolle Geschichte an einem Stück gelesen habe. Alles was ich sagen kann ist, danke, danke für diese unglaubliche Geschichte, für dieses Feeling und für Maila die einen Platz in meinem Herzen eingenommen hat. Ich bin wirklich stolz und froh, dich auf deinem Weg begleiten zu dürfen und freue mich schon auf mehr von deiner märchenhaften Welt.

Bewertung

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Anmerkungen

„Das Schicksal des Winters“ war ein Rezensionsexemplar, was aber keine Auswirkungen auf meine Bewertung hatte. Denn jedes Wort das ich geschrieben habe, kam direkt aus meinem Herzen <3.

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Rezension zu „Hurt me Gently“ von Katie Weber

Klappentext

Dank ihr bekommt mein Leben wieder einen Sinn
Grayson Lockwood hat alles, was er sich nur wünschen kann und gleichzeitig nichts, was von Bedeutung ist. Der junge Alleinerbe eines Milliardenkonzerns bekommt nie genug und nur Drogen scheinen sein Verlangen nach Mehr und den bitteren Schmerz in seinem Inneren für einen kurzen Moment zu stillen. Bis er eines Nachts bei einem seiner Abstürze Eden begegnet, die ihn unerwartet vor dem Fall bewahrt und Grays Interesse weckt. Denn das scheinbar traumatisierte Mädchen mit den geheimnisvollen Augen, die ihn an den Atlantik erinnern, spricht nicht – ganz egal, was er versucht. Und das will der rastlose Junggeselle unbedingt ändern. Denn Gray ahnt vom ersten Moment an, Eden könnte genau das Abenteuer sein, auf das er sein Leben lang gewartet hat.

Dank ihm schaffe ich es endlich zu verzeihen
Eden Larson hat alles verloren. Seit eines traumatischen Erlebnisses lebt die junge Frau auf eigenen Wunsch zurückgezogen in einer psychiatrischen Einrichtung. Denn das, was sie gesehen hat, scheint unvergesslich und grausam. Seit diesem tragischen Tag, der ihr Leben für immer veränderte, schweigt sie. Nicht einmal mit ihrem Therapeuten hat sie je ein Wort gesprochen. Doch dann platzt plötzlich Gray in ihr Leben und wirkt genauso zerstört und kaputt, wie sich Eden fühlt. Sie weiß, sie sollte sich schleunigst von ihm und seinen bösartigen Launen fernhalten, schafft es aber nicht, ihn mit seinem Schmerz und dem Drogenproblem alleinzulassen. Unerträgliche Schuld nagt an ihr und sie beschließt, diesmal alles richtig zu machen und Gray vor sich selbst zu retten.

Protagonistin Eden

Wenn jemand mein Herz berührt, dann ist es Eden. Ich kann kaum in Worte fassen, was diese tapfere junge Frau für mich darstellt. Sie ist mutig, schlau, wundervoll und stark genug um auch mal schwach zu sein. Eden hat so viele unterschiedliche Facetten. Auf der einen Seite ist da dieses gebrochene Mädchen, das sich vor dem Schmerz der Welt fürchtet, sich einigelt und einfach versucht zu überleben. Stumm wie ein Fisch aber mit unglaublichem Mitgefühl und Lebenswillen. Denn Eden hat ihre ganz eigenen Probleme, Berge, die es zu erklimmen gilt und mit Gray an ihrer Seite stellt sie sich den Dämonen ihrer Vergangenheit. Wie Dornröschen aus dem Winterschlaf erwacht, bricht Eden aus ihrem eigens gewählten Gefängnis der Stille aus. Sie blüht auf, lässt die Welt in neuem Licht erstrahlen. Und plötzlich steht diese kecke junge Frau vor einem. Die weiß was sie will, sich akzeptiert wie sie ist und nicht nur überleben will, sondern leben. Verspielt, lustig und charmant. All diese Eigenschaften machen Eden zu einer Protagonistin, die unter die Haut geht. Nicht nur, dass man jeden Schritt, den man mit ihr geht, tief in seinem Herzen fühlt, jeder ihrer Erfolge beflügelt einen beim Lesen auch noch.

Protagonist Gray

Gray gibt uns eine ganz neue Sicht auf sich. Hat man im ersten Teil der Wrecked-Reihe gedacht, er sei ein lebensfroher, wenn auch drogenabhängiger Luftkopf aus reichem Hause, entpuppt er sich nun als starker aber verletzter jungen Mann, der eigentlich nur die Einsamkeit nicht ertragen kann. Obwohl Gray immer wieder mit seiner Sucht zu kämpfen hat, versucht er allem Stand zu halten. Es ist unglaublich bewundernswert wie er sein Ziel, endlich Clean zu werden, verfolgt und das nur um Eden einen Platz in seinem Leben zu verschaffen. Seine Entwicklung im Laufe der Geschichte ist nicht minder beeindruckender als Edens, denn auch er lässt alten Ballast Schritt für Schritt los und akzeptiert, dass Drogen ihm nicht helfen werden. Dadurch wird der verlorene kleine Junge plötzlich zu einem Mann, der mehr im Leben sieht als einen Rausch. Zum Vorschein kommt ein führsorglicher, liebevoller, geduldiger Beschützer, der sich Problemen annimmt ohne Druck oder Forderungen. Seine Art, Eden aus ihrer Stille zu holen, berührte mich tief und nicht nur einmal trieb mir seine liebevolle Art Tränen in die Augen. Gray hat mich einfach emotional völlig umgehauen und mein Herz im Sturm erobert.

Story-Aufbau

Hurt me Gently nimmt uns mit auf eine Reise in der Verlust, Trauer, Einsamkeit und Angst eine große Rolle spielen. Umso wundervoller fühlt es sich an, wenn all diese Gefühle einem noch mächtigerem Gefühl weichen, Hoffnung. Gray und Eden sähen Hoffnung und Vertrauen in die Macht des Willens. Sie beweisen uns: Das Leben ist nicht immer leicht, man kann nicht immer perfekt funktionieren, doch es ist nie zu spät für Veränderungen. Sowohl Gray als auch Eden tragen schwere Lasten auf ihren Schultern, Schatten der Vergangenheit, die sie nicht loslassen wollen und Stück für Stücke nehmen sie es mit diesen Schatten auf. Die Verbindung der beiden, die zu Beginn nur daraus besteht, dass eine leidende Seele eine andere leidende Seele erkennt, verwurzelt sich in einem und berührt auf eine Art, die Gänsehaut beschert. Hurt me Gently ist jedoch keineswegs ein Drama, nein, es wartet mit Witz, Sexappeal, Charme und erfrischender Ehrlichkeit auf. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch durchgelesen.

Message an die Autorin

Liebe Katie, was soll ich sagen, du weißt ich bin schon völlig verliebt in Love me Lordly gewesen aber mit Hurt me Gently hast du meine Welt auf den Kopf gestellt. Du hast so berührende Themen angesprochen, so vielschichtige Charaktere erschaffen, dass ich aus dem Staunen nicht mehr herauskomme. Ich bin verliebt, in Gray, in Eden, einfach in das ganze Buch. Mit deinen Büchern gibst du den Menschen, gibst du mir, einen Ort, an dem man sich wiederfindet, neue Seiten entdeckt und über Dinge nachdenkt, deren man sich gar nicht bewusst war. Ich kann nur hoffen, dass du niemals aufhörst zu schreiben, denn mit deinen Büchern machst du diese Welt ein ganzes Stück besser.

Bewertung

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Anmerkungen

Ich durfte Hurt me Gently als Testleserin vorablesen, was natürlich, wie immer, keinen Einfluss auf meine Bewertung hatte denn, wer meinen Blog kennt, weiß einfach, dass Katie mich , vorablesen oder nicht, immer mit ihren Büchern begeistert weil sie einfach voll meinen Nerv treffen.

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Rezension zu “Hate me, Kiss me, Love me” von Tracy Kae & Vinya Moore

Klappentext

Wir sollten das nicht tun …«

Wenn June schreibt, ist ihre Welt in Ordnung und die Worte fließen nur so aus ihren Fingern. Doch ihr Wunsch Autorin zu werden und mit ihren Geschichten endlich an die Öffentlichkeit zu gehen, scheitert immer wieder an ihren Selbstzweifeln.

Als sie Derek, den Freund ihrer Mutter, kennenlernt, scheint ihr Traum jedoch auf einmal in greifbare Nähe zu rücken. Auch wenn sie für den Literaturagenten anfänglich nur Abneigung empfindet, sieht sie eine Chance. Eine Chance, die zu zerbrechen droht, als sie eine verhängnisvolle Nacht mit ihm verbringt und auf einmal Gefühle im Spiel sind.

Derek und June stehen vor einer wichtigen Entscheidung: Gemeinsam oder nicht?

 

 

Protagonistin June

June hat das Herz am rechten Fleck doch trotz ihres Alters ist sie charakterlich doch recht jung geblieben. Das Leben, das sie führt erfüllt sie nicht, die Familie, die sie hat stellt sich auf den Kopf. Hin und wieder erkennt man, eigentlich ist ihr das alles zu viel. Die Pläne ihrer Mutter machen aus der jungen Frau tatsächlich einen bockigen Teenager. Im weiteren Verlauf der Geschichte beginnt June jedoch sich zu entwickeln. Sie wird erwachsen, versucht die Situation mit Derek in den Griff zu bekommen. Ich habe jede Minute mitgefiebert, denn June steckt in einer verzwickten Lage und bezaubert mit ihrem Chaos. Obwohl sie so wirklich jede falsche Abzweigung nimmt, die man nehmen kann, ist sie herzzerreißend sympathisch.  Wir sind alle nicht perfekt, wir sind voll Fehler, Zweifel und Sehnsüchte und obwohl sich alles in mir gegen das Verhalten von June sträubt, ist sie mir ans Herz gewachsen und das ist wohl das größte Kompliment. Das Gefühl, sie konstant an die Hand zu nehmen, ihr zu raten tief durchzuatmen und sich einen Überblick zu verschaffen war allgegenwärtig beim Lesen. June wurde für mich zu einer Freundin, und jede Träne die sie vergoss, tat auch mir weh.

 Protagonist Derek

Derek, Derek, Derek. Hach was soll ich sagen? Seine aufrichtigen Gefühle berühren, seine verwirrenden Gedanken fesseln. Er sitzt zwischen den Stühlen und gerade die Kapitel aus seiner Sicht machen aus dem betrügenden Verlobten ein unentschlossenen Chaoten. So oder so legt er immer wieder ein selbstzerstörerisches Verhalten an den Tag. Aber auch schon wie June, wächst er trotz seines Verhaltens ans Herz. Manchmal will man ihn beschimpfen, manchmal will man nur den Kopf schütteln und doch will man, dass er sein Glück findet. Obwohl er sehr wankelmütig ist, nimmt er eine beharrliche Haltung ein, versucht alles das nicht passt, passend zu machen. Wie ein kleiner Junge, dem man sagen will, dass der Aufprall auf dem Boden der Tatsachen weh tun wird, aber den man seine Erfahrungen selbst machen lassen muss.

Story-Aufbau

Einen guten Autor erkennt man daran, dass er selbst bei einem Buch vollgepumpt mit Fehlentscheidungen das Herz des Lesers berührt und genau das geschieht in Hate me, kiss me, love me. June und Derek handeln allen Hindernissen zum Trotz nach ihren Gefühlen und all das Drama spinnt sich zu einem Tornado aus Liebe, Verzweiflung und Begierde. Obwohl Derek und June immer zu Beginn eigentlich die „Bösen“ sind kann man ihnen das nicht verübeln denn sie verbindet eine einzigartige Chemie, eine, die keiner von ihnen ignorieren kann. Man taucht vollständig in die Story ein und hinterher gibt sie einem viel zu denken. Es gibt nicht immer schwarz oder weiß, richtig oder falsch. Man kann mehr als nur einen Menschen lieben, man kann sich nach mehr als nur einem einzigen Menschen sehnen. Hate me, kiss me, love me ist eine Achterbahn der Gefühle und man steht dieses Mal auf der anderen Seite. Wenn liebe nicht einfach einfach ist und Entscheidungen falsch-richtig sind, wenn man hasst, liebt, zweifelt und doch auf ein Happy End hofft, dann findet man sich in diesem Buch wieder.

Message an die Autorinnen

Liebe Tracy, liebe Vinya. Ihr habt mich umgehauen und in mancher Situation die Ideale, an die ich glaube in ein anderes Licht gerückt. Wir wollen alle an die große Liebe glauben doch nicht immer sucht sie sich den einfachsten Weg aus. Manchmal landet man mit seinen Gefühlen in einem Chaos, das alles um einen mitreißt. Doch man gibt nicht auf, denn man muss einfach weiter machen. Ihr habt June und Derek menschlich so nah an der Realität erschaffen, dass sie zu Freunden wurden. Chaotische, unsichere, manchmal sture Freunde denen man am liebsten einen Ratschlag nach dem anderen geben würde. Ich freue mich schon riesig auf mehr von euch.

Anmerkungen

Hate me, Kiss me, Love me war ein Rezensionsexemplar, das mir von Hawkify Books zur Verfügung gestellt wurde. Wie immer hatte das keine Auswirkungen auf meine Bewertung, wenn es schlecht wäre, würde ich euch das sagen, ist es aber nicht. Ich habe es an einem Tag durchgesuchtet, also nein es war definitiv super 😀

Bewertung

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Blogbeiträge

Rezension zu Academy of Shapeshifter von Amber Auburn (Episode 1 – 3)

Klappentext

»Du bist ein Wandler, Magdalena. Du trägst das Blut eines Tieres in dir.«

Lena führt ein ganz normales Leben. Sie geht zur Schule, liebt Bücher und Pfannkuchen mit Erdbeermus. Niemals hätte sie für möglich gehalten, etwas Besonderes zu sein. Am Tag ihres sechzehnten Geburtstags allerdings ändert sich das. Nicht genug, dass sich ihre Sinne schlagartig verbessern. Sie wird noch dazu bewusstlos und mit Erinnerungslücken im Wald aufgefunden. Als Lena erfährt, dass sie die seltene Gabe besitzt sich in ein Tier verwandeln zu können, glaubt sie an einen Irrtum. Doch es bleibt keine Zeit für Fragen. Sie ist in Gefahr und muss sofort ihr Zuhause verlassen.
In einem Camp, tief in den bulgarischen Wäldern, jenseits der Zivilisation, findet sie nicht nur die Wahrheit, sondern auch den Jungen ihrer Träume.

Protagonistin Lena

Hach die liebe, süße, etwas tollpatschige Lena eroberte mein Herz im Sturm. Ob es ihre rebellische Ader, ihr nerdiges Profil oder ihre wachsame Intelligenz ist, kann ich euch nicht sagen. Vielleicht ist es auch alles. Lena hat schon so einige Steine in den Weg geworfen bekommen, ist sich dabei jedoch immer selbst treu gewesen. In der Academy blüht sie richtig auf und plötzlich zeigt sich ihr Mut und ihr kämpferisches Wesen. Wie sie allen Widerständen trotzt und dabei versucht ihren Platz im Rudel zu finden, berührt mein Herz. Gerade weil Lena herrlich unperfekt ist, macht sie das unglaublich sympathisch. Obwohl sie es als Fuchs zwischen den Stühlen nicht leicht hat, meistert sie den Alltag im Camp erstaunlich gut. Vor allem wenn ihre unbeholfene Art durchscheint könnte ich sie einfach knuddeln. Mir gefällt am meisten, dass sie in keine Schublade passt. Sie ist mutig, aber auch ein Hasenfuß, ehrgeizig aber vorsichtig, sie ist schlau aber stellt sich nicht in den Mittelpunkt damit und vor allem ist sie sehr loyal und im Herzen unglaublich lieb. Lena lässt sich nicht gern in eine Bahn lenken, hat ihren eigenen Kopf und steht für ihre Ideale ein, ist aber dabei den typischen Problemen eines Teenagers ausgesetzt. Ob Wandler oder nicht, Teenager sind Teenager und diese Zeit ist für keinen leicht. Zickenterror, Freundschaftsstreit, Schmetterlinge im Bauch. Lena erwartet eine Achterbahn der Gefühle. Und mit jedem Kapitel schleicht sie sich tiefer ins Herz.

Story-Aufbau

AoS spielt in einem Camp voll Wandler, mit Gruppierungen, Regeln, Revierkämpfen und Teenagerhormonen. Alles ist wundervoll durchdacht, viele Details wurden herausgearbeitet und ist man erstmal im Lesefluss gibt es keinen Halt mehr. Man merkt sofort, hier hat alles seinen Sinn, jedes Ereignis einen Grund und ein System wurde aufgebaut, das einen in den Bann zieht. Der durchdachte Handlungsstrang sorgt dafür, dass dem Leser nie langweilig wird und man jedes noch so kleine Detail in sich aufsaugen muss. Dabei bleiben die Charaktere unglaublich nah an der Realität und doch blitzt immer wieder das Tier in ihnen auf, was der Geschichte ordentlich Pfeffer gibt. Neben ulkigen Geschichten, lustigen Fauxpas und chaotische Ereignissen verliebt man sich Stück für Stück in die AoS. Jede Episode hat was für sich und verzaubert nicht nur durch das Cover, sondern auch die den flüssigen Schreibstil. Ich habe gelacht, mitgefiebert und mit der Wut gekämpft. Alles war dabei. Man merkt einfach das Amber Auburn wahnsinnig viel Liebe zum Detail aufgebracht hat. Ich kann mit voller Überzeugung sagen, dass ich nun zu einem ihrer größten Fans gehöre.

Message an die Autorin

Liebe Amber, du hast mich umgehauen, wie aus dem Nichts verzaubertest du mich mit deinen Covern und wie aus dem nichts verliebte ich mich in AoS. Immer wieder dachte ich, die nächste Episode kann gar nicht besser werden und immer wieder hast du draufgelegt. Ich kann nur sagen, ich bin total froh auf dich gestoßen zu sein und freue mich schon riesig auf mehr von dir und der AoS!

Anmerkungen

Nochmal zu den Randdaten. Academy of Shapeshifters besteht aus 24 Episoden mit liebevoll gestalteten Covern. Ich habe bis jetzt 3 davon gelesen, Episode 1 Fuchsrot, Episode 2 Wolfspack und Episode 3 Pantherherz. Alle drei Episoden waren Rezensionsexemplare, wie immer möchte ich betonen, dass das keine Auswirkungen auf meine Bewertung hat. Falls ihr mir nicht glaubt, kann ich auch nichts machen ;D. Ich kann euch nur versprechen, wer auf Fantasy steht, der darf sich dieses Reihe einfach nicht entgehen lassen!

Bewertung

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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Rezension zu „Bad Prince“ von Jane S. Wonda

Klappentext

Reich, privilegiert, gutaussehend und gelangweilt. Der britische Prinz Chester vertreibt sich seine freie Zeit mit ausschweifenden Partys, illegalen Autorennen und wechselt die berühmten Schönheiten an seiner Seite wie Maßanzüge. Er und Prinzessin Rosaline wissen, wie sie sich abseits der royalen Etikette und der Adleraugen der Queen amüsieren können. Doch dann verändert ein schicksalhaftes Ereignis alles und die Royals sind gezwungen, ihr ruchloses Leben aufzugeben – bis ihre adelige Cousine Violet in ihr Leben platzt und dieses auf den Kopf stellt. Wer ist sie wirklich? Sind ihre Geheimnisse gefährlicher, als es den Anschein erweckt? Oder ist alles nur ein Spiel?

Protagonistin „Violet“

Eines muss man ihr lassen, mit meisterhaftem Mut nimmt sie das Chaos, in das sie gestürzt ist an. „Violet“ verzaubert mich vor allem mit ihrer bodenständigen und akzeptierenden Art. Das Leben hat nur Nieten für sie über und doch kämpft sie für eine sichere Zukunft. Aufgeben? Kommt nicht in Frage. Während der ganzen Story war sie menschlich und charakterlich völlig einnehmend. Eine „Bürgerliche“ im Haifischbecken. Damit sammelt sie bei mir nicht nur Sympathie-Punkte, sondern berührt mein Herz. „Violet“ ist der Inbegriff der Tapferkeit. Wie Alice im Wunderland ist sie in einem Kaninchenbau gelandet wo keiner so recht weiß wie die Regeln lauten. Ein Balanceakt zwischen königlicher Etikette und tyrannisierender Royals macht sie das Beste aus ihrer Situation und verliert dabei nie ihr Ziel aus den Augen. Endlich frei sein. Das Leben verläuft nicht nach Plan, keiner weiß das so gut wie „Violet“ doch obwohl sie mehr als nur einmal vom Drahtseil geschubst wird, hangelt sie sich doch mit ihrer offenen und knuffigen Art ins Herz des einen oder anderen Royals.

Protagonist Chester

Chester ist in der Welt der Maskeraden aufgewachsen. Gerade deshalb hat er es sich wohl zum Ziel gemacht den Menschen, die seinen Weg kreuzen, genau diese Maske zu entreißen. Doch was für ihn zu Beginn ein Spiel war, entwickelte sich im Laufe der Zeit zu mehr und plötzlich steht da dieser junge Mann, der so viel mehr sieht als man denkt. Chester berührt mit seiner Weltansicht und seiner Abgeklärtheit. Seine Vergangenheit hat ihn geprägt und sein Wunsch die Menschen, die ihm Nahe sind, zu beschützen verleiht ihm einen Hauch von Held. Niemals die Kontrolle verlieren, niemals sich gehen lassen und immer schön den Schein wahren. Chester wirkt oft wie ein Phantom dessen Ziel es ist zu beschützen und dabei nie eine unsichtbare Linie zu übertreten. Gerechtigkeit ist ein Märchen, das lernte er auf die harte Tour. Sich durchs Leben zu schlängeln, Schaden zu begrenzen und zu beschützten. Dabei den Minen auszuweichen, und aus eigener Kraft etwas verändern. Auch wenn noch viele Rätsel um ihn in der Luft schweben gibt es eine Sache, der man sich sicher sein kann, Chester Walford hat das Herz am rechten Fleck und berührt mit seiner Treue und Loyalität.

Story-Aufbau

Eine Achterbahn der Gefühle, ein Netz aus Intrigen und Gefahr. Jane S. Wonda hat wieder gezaubert und Bad Prince fährt unter die Haut. Ein Tanz zwischen Hof und Hass, ein Gefühl zwischen Liebe und Laster. Zwei Menschen, die man nicht gefragt hat, zwei Seelen, die ihre Rolle zu spielen haben. Auf der Suche nach Wahrheit begleiten wir Chester & „Violet“ in den Kaninchenbau wo Könige herrschen und Schatten Köpfe rollen sehen wollen. Bad Prince ist der grandiose Auftakt einer Geschichte, die kein Märchen ist aber Licht ins dunkle Haus der Royals bringen wird.

Message an die Autorin

Liebe Jane was du schreibst ist Magie in einer Welt, in der man sie benötigt. Mit Bad Prince führst du uns an den englischen Hof und nach Bad Prince folge ich dir überall hin. In einer Zeit, in der die Leser nach Dominanz schreien hast du einen Charakter erschaffen, der so tief geht, dass kein flacher One-Hit-Wonderman da mithalten kann. Mit deinem neuen Werk rüttelst du an etwas das viele vergessen haben, dass jeder die Welt ein kleines Stückchen besser machen kann. Natürlich lässt du uns mit einem Haufen von Fragen zurück und ich freue mich schon darauf im nächsten Band nach Antworten zu suchen.

Bewertung 

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

An meine Blog-Leser

ja ich war Testleser in Bad Prince. Nein deshalb blogge ich nicht die ganze Zeit über BP, ich tue es aus einem schlichten und einfachen Grund. Ich LIEBE dieses Buch so wie ich Dark Prince LIEBE. Und wenn ich etwas liebe, dann unterstütze ich es. Ob ich Stunde um Stunde darüber rede, tagelang nach passenden Bilder für Schnipsel suche oder Stellen zitiere, die mir Gänsehaut bescheren. Nichts von all dem habe ich auf Bitten der Autorin gemacht, naja bis auf das Testlesen. Also was heißt das? Mein Lob gibt’s gratis zu jedem Mc-Menü ;D

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Rezension zu „Cold Princess“ von Vanessa Sangue

Klappentext

Er ist nicht bei ihr, um sie zu beschützen.
Er ist bei ihr, um sie zu töten.

Als Erbin einer der mächtigsten Mafiafamilien der Welt darf sich Saphira De Angelis keine Schwäche erlauben. Seit sie mit ansehen wusste, wie ihre Familie bei einem Attentat ums Leben kam, regiert sie stark, unnachgiebig und Furcht einflößend über ihre Heimatstadt Palermo. Einzig für Madox Caruso, neuestes Mitglied ihrer Leibwache, hegt sie tiefere Gefühle, als sie sich selbst eingesteht. Die zerstörerische Energie, die ihn umgibt, zieht Saphira mehr und mehr in seinen Bann – ohne zu ahnen, in welche Gefahr sie sich damit begibt …

Protagonistin Saphira

Saphira ist von Anfang an eine Kriegerin. Eine unbezwingbare Macht umgibt sie und ihr Wille lässt die stärksten Männer in die Knie gehen. Genau für diese Stärke bewundere ich sie nicht nur, nein ich vergöttere sie. Ich liebe starke Protagonisten und Saphira stellt die stärksten locker in den Schatten. Obwohl sie ihr Leben in der Dunkelheit fristet und mehr Schmerz und Trauer erlebt hat, als ein Mensch normalerweise ertragen kann, gibt sie niemals auf. Dieser Wille zu leben, zu beschützen, zu siegen, macht sie zur Eisprinzessin doch was Saphira zu einer Königin macht ist ihr Herz. Denn auch wenn Blut an ihren Händen klebt, auch wenn sie von Tod und Verderben umgeben ist, hat sie die elementaren Gefühle wie Stolz, Verbundenheit, Treue und Gerechtigkeit niemals verloren. Auch ist es ihre Intelligenz, ihr Kampfwille und ihre störrische Art die mich verzaubern. Sie mag auch mal am Boden sein, doch niemals geht sie in die Knie. Das Leben hat nur Zitronen für Saphira und sie schnappte sich Benzin und brennt alles nieder.

Protagonist Madox

Madox, kaltblütig, stark, mörderisch sexy. Er hat eine einfache Sicht auf die Dinge, sieht die Welt wie sie ist. Gibt es ein Problem räumt er es aus dem Weg. Ist er auf Rache aus, sollte man schnell das Weite suchen. Doch unter den Waffen, Tattoos und Muskeln steckt…immer noch ein Killer. Und genau das liebe ich an ihm. Madox verwandelt sich nicht von heute auf morgen in einen Musterknaben. Diese ganze „ich rette dich und plötzlich bist du ein Schmusekater“-Sache hängt bestimmt nicht nur mir zum Hals raus. Umso schöner finde ich, dass Madox seinem Wesen treu bleibt. Er ist wer er ist, er liebt was er liebt, wenn er dabei Leute abschlachtet….wen juckt´s? Mal im Ernst, wer glaubt denn, dass man bei der Mafia mit Wattepatts um sich wirft? Madox ist ein Killer, und Killer killen nun mal ohne sich danach in Schuldgefühlen zu baden, das heißt noch lange nicht, dass Madox aus Stein ist. Fühlt er sich jemandem zugehörig setzt er Himmel und vor allem Hölle in Bewegung. Womit er mich jedoch am meisten fasziniert ist sein Tanz auf dem schmalen Grad der Dominanz. Unterwerfung bedeutet nicht zu brechen, Dominanz bedeutet auch mal einen Schritt zurück gehen zu können und Liebe bedeutet auch mal in den Schatten zu treten.

Story-Aufbau

Vanessa Sangue nimmt uns mit in eine Welt aus Machtgier, Intrigen und Tod und zeigt uns mit ihrer Geschichte endlich das was all die Romeo & Julia-Hasser dieser Welt endlich sehen wollten. Saphira und Madox legen das Land in Schutt & Asche, tränken den Boden mit Blut und Tod nur um am Ende gegen alle Wiederstände und Verräter in den Krieg zu ziehen. Die sensiblen werden die Nase rümpfen, die Vorurteile werden nur auf Gewalt statt Dominanz hinweisen. Doch wer aufmerksam ist, offen bleibt und sein Schubladendenken über Bord wirft sieht in der Verbindung zwischen Saphira und Madox etwas wunderschönes. Nämlich Vertrauen, Halt, Wärme und Verständnis. Die Beiden erzeugen ihre ganz eigene Magie und schaffen es sich selbst dabei treu zu bleiben. Ich ziehe meinen Hut vor so viel wahren Emotionen, vor so viel Offenheit und Leidenschaft. Und als wären das nicht schon genug Gründe dieses Buch zu lieben, hat die liebe Vanessa ein unglaublich reales Netz der Mafia gesponnen wo sie mit Politik, Verhandlungsgeschick, Einfallsreichtum und Sympathie aufwartet. Mafia ist eben nicht nur Leute abknallen, es sind nicht immer die Böse die Waffen tragen.

Cold Princess ist ein gesunder Cocktail aus Leidenschaft, Action, Brutalität und Mafiapolitik.

Message an die Autorin

Liebe Vanessa, was soll ich noch sagen was ich nicht schon gesagt habe? Du hast da etwas erschaffen das mich nicht nur gefesselt hat, sondern eine ganze Reihe an Emotionen freisetzt. Du gibst Hoffnung auf moderne Märchen und rohe Gefühle und ich liebe es. Bitte, bitte, bitte höre niemals auf mit dieser Art die Welt aufzuwecken.

Bewertung

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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Talk about Bad Prince mit Autorin Jane S. Wonda

Einen guten Morgen an alle Blog-Leser und willkommen zu unserem Talk-About-Spezial. Wie manche von euch schon bemerkt haben, bin ich momentan besonders von einer Neuerscheinung gerade zu geflasht. Bad Prince von Jane S. Wonda hat mich in seinen Bann gezogen. Und da die liebe Jane nicht nur eine wahnsinns Autorin, sondern auch nahe an ihren Fans und Bloggern ist, hat sie sich bereit erklärt in diesem Interview einige Fragen zu beantworten.

Erst einmal im Voraus vielen Dank liebe Jane, dass du dir Zeit für diese Runde „Talk about“ nimmst. Bei uns geht es heute royal zu, denn dein neustes Herzensprojekt nennt sich Bad Prince und erscheint am 26.08.2018.

Das Spin-off zur Dark Prince-Reihe ist schon jetzt in der Social-Media-Welt in aller Munde, dies vor allem da die Dark Prince-Reihe weite Kreise gezogen und viele Anhänger gewonnen hat. In Bad Prince dreht sich alles um Chester und Violet, zwei Charaktere mit denen wir schon in der Dark Prince-Reihe Bekanntschaft gemacht haben.

Jane: Hi, liebe Sandra. Ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich mir für diesen Fragebogen einen ganz besonderen Gast eingeladen habe. Damit beantworten sich die Fragen immer etwas leichter – oder, wenn ich mal nicht weiter weiß – übernimmt mein Gast.

Natürlich niemand anderes als Chester Walford selbst. 😉

Wie fühlt es sich für dich an, zurück am englischen Hof zu sein?

Jane: Wirklich richtig gut! Das Schloss von Chesters Familie kenne ich schon lange. Ich wusste, dass ich auf jeden Fall zurückkommen werde, nachdem ich für seine Verlobung in Band 5 (Band 6 eBook) schon mal dort war. Der Blumenstrauß in der Eingangshalle (mit dem sich Florence so cool vergleicht), der Garten, der Park, die gediegene Einrichtung; alles ist noch so wie damals.

Chester: Okay. Welche Verlobung?!

Jane: Pscht! Das war ein Spoiler!

Chester [lächelt ironisch]: Könntest du die in meinem Beisein vermeiden, Verehrteste?

Es war sicher eine Herausforderung die Geschichte von Chester zu Papier zu bringen. Ein Spin-off ist ein großer Schritt und ein Wagnis. Warum also hast du dich für diesen Weg entschieden und warum Chester?

Chester: Solange ihr es ›Spin-Off‹ nennt, werde ich im Schatten meines wirklich schrägen und absolut undurchsichtigen Cousins stehen, womit ich normalerweise kein Problem hätte, wäre er nicht so unfassbar schräg und undurchsichtig.

Jane: Wir könnten sagen, es ist eine ›eigenständige Reihe, die im gleichen Universum spielt‹, aber das ist sehr lang.

Chester: Wie wäre es mit: Ohne mich würde Alexander nicht einmal Alec heißen? Ich bin viel wichtiger für seine Geschichte, als ihr glaubt. Eigentlich ist ER das Spin-Off.

Jane (seufzt): Das weiß ich und deswegen liebe ich dich. Darf ich jetzt die Frage beantworten?

Chester (lehnt sich mit einer ausladenden Handbewegung zurück): Natürlich.

Jane: Mir fällt gerade auf, dass du sie schon beantwortest hast.

Chester lächelt stumm.

Jane: Also ja, es gibt einfach noch so viel mehr über den DARK PRINCE zu erzählen, aber auch über die Personen, mit denen er zutun hatte. Insofern ist es schon ein Spin-Off und eine Art Vorgeschichte, die allen Lesern der DARK-Reihe noch einmal einen anderen Blick auf die Dinge lässt. Und dann ist da aber auch dieser Mann, dieser mit Abstand netteste Kerl der Reihe, vernünftig, korrekt, gewissenhaft und unglaublich liebevoll, den ich seit seinem ersten Auftritt geliebt habe. Chester ist einfach so ganz anders als Alec, Chester ist Alecs emotionaler und einziger übrig gebliebener familiärer Ankerpunkt. Er ist wie ein Bruder für ihn, hat ihn viel zu früh viel zu kritische Dinge gelehrt und kennt, wie wir jetzt langsam erahnen können, auch Anna, Alecs verstorbene Schwester sehr gut. Er ist mehr als eine Nebenfigur, auch wenn er in der Dark-Reihe wie eine rüberkam, denn ich wollte nicht zu viel zu ihm erzählen, um beim Schreiben mehr entdecken zu können. Chester verdient seine eigene Geschichte, seine eigene Entwicklung und ich wollte einfach wissen, wie er zu diesem wundervollen Mann werden konnte, den wir aus der Dark-Reihe schon kennen, der so ganz anders als Davies für unseren zukünftigen König eine Rolle spielt. Dieses emotionale Netz, diese tiefe Verwicklung habe ich schon bei der Reihe erzeugt, um es irgendwann einmal aufgreifen zu können. Vielleicht ist es gewagt, weil sich kaum ein Leser für Spin-Offs interessiert oder Chester in der Dark-Reihe eher als der »liebe nette Prinz von nebenan« rübergekommen ist, für den sich meine Leser eher nicht so interessiert haben. Aber deswegen ist es eine Reihe, die man VOR der Dark-Reihe lesen kann oder auch HINTERHER. Denn es ist egal. Hätte ich Chesters Geschichte vollständig NACH der Reihe spielen lassen, hätte sie vermutlich viel weniger Leser gefunden.

Bad Prince spielt in der Zeit vor der Dark Prince-Reihe. Weshalb man sich natürlich fragt welche Reihe man denn als erstes lesen sollte. Wie siehst du das? Was empfiehlst du Lesern, die beide Reihen noch nicht kennen?

Jane: Das ist total schwierig! Ich denke, so wie es gerade aussieht, sollte man mit BAD PRINCE starten, sich verlieben, neugierig auf Alecs Geschichte werden und dieser restlos verfallen. Wer allerdings nicht so viel mit Davies anfangen kann, wird vielleicht DARK PRINCE abbrechen und BAD PRINCE nie eine Chance geben und andersherum. Deswegen versuche ich immer wieder zu betonen, dass es 2 vollkommen eigenständige Geschichten sind, die nämlich auch einfach UNTERSCHIEDLICH sind. 🙂 Man sollte zu dem Buch greifen, das einen am Anfang am meisten anspricht!

Chester: Ehm. Ihr solltet natürlich mit mir beginnen, damit ihr Alecs Geschichte zur Abwechslung versteht.

Jane (lacht): Er meint damit, dass einige Leser Schwierigkeiten damit hatten, Alec in DARK PRINCE zu durchschauen. Klar, das fällt durch das Lesen von BAD PRINCE natürlich viel leichter.

Violet und Chester nehmen uns mit auf ein Abenteuer. Manche Szenen gehen einem dabei wirklich unter die Haut, wie geht es dir dabei deine Protagonisten durch brenzlige, schmerzliche Situationen zu begleiten? Fieberst du selbst mit oder siehst du das aus einer gewissen Distanz?

Chester: Sie ist so was von verflucht distanziert, dass sie uns locker durch die Hölle schicken kann, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken.

Jane: Das stimmt nicht! Ich habe letztens von deinem letzten Telefonat mit Anna geschrieben und musste heulen. Beim Schreiben und beim ersten und zweiten Lesen!

Chester (hebt eine Braue): Du musstest ›heulen‹?

Jane: Ja, okay. Fast. Aber es ging mir sehr nahe.

Chester: Ich bin beeindruckt. Auch du besitzt ein Herz.

Jane: Schwer zu glauben, nicht wahr?

Chester: Nachdem, was du uns in Bad Prince angetan hast … Etwas.

Jane: Viele spannende Szenen gehen mir tatsächlich nicht besonders ›nah‹. Da gibt es Reihen, bei denen das viel schlimmer war. Wie zum Beispiel bei »Und täglich ohne Dich«, da haben meine Finger beim Tippen gezittert. Über die Jahre bin ich wohl einfach etwas emotionaler geworden. Ich gehe neuerdings im Drama auf, im Gefühl. Und hach, seufz. ❤

Man sagt so schön „der Teufel steckt im Detail“. Für Dark Prince-Kenner sind einige Gesichter der Skandal-Royals mehr als nur vertraut. Intrigen, Lügen und Verrat, all das spinnt sich in dieser Familie zu einem riesigen Netzwerk. Wie behältst du die Übersicht über dieses Netz aus Geheimnissen, Hass und Machtgier?

Jane: Äääh. Die ist einfach da! Natürlich schlage ich mal etwas nach oder musste für BAD PRINCE einige Szenen rereaden, aber sobald ich das getan habe, fügt sich fast automatisch alles zusammen. Es gibt zum Beispiel eine Szene in DARK PRINCE, in der Davies davon spricht, dass Alec mal für eine längere Zeit »weg« war. Tja … ihr werdet nun erfahren, wo er war.

Und das war nie so richtig geplant (ich meine, hallo Band 1 DARK PRINCE, damals dachte ich noch, es werden maximal 4 Teile 😀 ).

Chester: Sie ist ein bisschen wie eine kleine Göttin, die nicht weiß, wie ihr geschieht. Es gibt Zusammenhänge in unserer Familiengeschichte, die wie Absicht wirken, aber ein Zufall sind. Irgendwie fügt sich immer alles, ohne ihr Zutun.

Jane: Ähm.

Chester (zwinkert): Ich darf das über dich sagen.

Wie mir bekannt ist, schreibst du bereits am zweiten Band von Bad Prince. Wie viel Bände sind bis jetzt geplant?

Jane: Eigentlich 3. Aber … aaaaaber, also .. gerade bin ich wieder so im Fluss und genieße es so sehr mit Chester, Rosaline und allen anderen, dass ich mir auch vorstellen kann, dass die Geschichte mehr Raum benötigt. Mit 3 Bänden wäre ich aber vollkommen zufrieden. Darauf nageln mich dann leider auch immer alle fest, aber ich schreibe brav überall: »voraussichtlich« drüber. 🙂

Apropos Schreiben, was ist deine Strategie beim Schreiben? Schreibst du mit einem durchstrukturierten Plan, hast dein Vorhaben und den Verlauf der Geschichte fest im Kopf oder gehört du eher zu den Autoren, die drauf los schreiben und schauen wohin der Weg sie führt?

Chester: Sie überlegt sich, wie sie uns am besten quälen kann, und legt los.

Jane: Quatsch! Bei BAD PRINCE war ich zum Beispiel eigentlich den gesamten Schreibprozess über UNFASSBAR unsicher. Ich hielt es für eines meiner schlechteren Bücher. Irgendwie fühlte sich das alles für mich wie ein missglückter Versuch an und ich habe SO HART gearbeitet, um es zu verbessern und verbessern und verbessern und zu verändern, und plötzlich schreiben alle Testleser, dass sie es wirklich sehr lieben und ich kenne meine Testleser, ich kann ihnen glauben, wenn sie schreiben: »Keine Angst, Jane. BAD PRINCE ist so wundervoll und so wundervoll anders, dass es neben DARK PRINCE glänzen kann, ohne unterzugehen.« Ich glaube, ich war lange nicht mehr so glücklich über ein Feedback.

Mir fällt gerade auf, ich antworte ziemlich ausführlich & dann frage ich mich immer, wer das überhaupt lesen will. Haha!

Chester: Du unterschätzt das Interesse an deinen wirren Gedanken maßlos.

Chester ist ein Prinz mit einem sehr stark ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Gibt es jemanden der dich zu ihm inspiriert hat?

Chester: Bin ich das?

Jane (verdreht die Augen): Und er ist sooo bescheiden, wenn es mal um seine positiven Vorzüge geht. Aber sag so etwas wie: »Chester ist so furchtbar arrogant« und er nickt zustimmend und hat kein Problem damit, das anzunehmen. Gerechtigkeit … Ach, Chester. Warum bist du so gerecht?

Chester: Keine Ahnung. Ich nehme mich nicht so wahr.

Jane: Aber du warst es doch, der Alec all diese bescheuerten Ideen von einer besseren Welt eingeimpft hat.

Chester: Ich habe nur Annas Erbe fortgeführt.

Jane: Eben!

Chester: Aber ich will kein Held sein. Ich glaube, dafür ist er viel eher prädestiniert. Er ist … ich meine, sein Ego sprengt den Raum, wenn er nicht gerade so tut, als wäre er ein versnobter Streber, der nicht mal weiß, wie man ›Spaß‹ buchstabiert.

Jane: Dein Ego sprengt den Raum auch!

Chester: Mit dem Unterschied, dass Alec sich in diesem »Kompliment« suhlen würde. Ich habe als Prinz einfach nur gelernt, dass mich sowieso jeder wahrnimmt, egal, was ich tue. Die Alternative ist dann nur, den Hof zu verlassen, wenn man mit diesem Druck nicht klarkommt – oder eben drauf … zu scheißen, was andere denken.

Jane: Uh, ein böses Wort aus deinem Mund.

Chester: Du legst mir genügend hinein.

Jane: Aber du bist nicht so Gossensprachen-versaut wie Alec. Das genieße ich sehr!

Chester: Ich kenne Alecs Gossensprache-Seite nicht. Müsste ich das?

Jane: Das war auch wieder ein Spoiler.

Chester [betrachtet mich ausdruckslos]: Toll.

Jane: Wenn ich es mir so überlege, ist die Krone Englands zwar vergeben, aber du stammst vom norwegischen Königshaus ab … Ich könnte … und das würde …

Chester starrt mich fassungslos an.

Jane: Nur so ein Gedanke!

Chester: Wie viele Leute willst du noch umbringen, damit deine Pläne mit der Thronfolge aufgehen?!

Jane: Nur … die Bösen.

Chester: Und die Norweger, die gerade an der Macht sind, sind böse, ja?

Jane: Wir werden sehen … (hihi)

Wie viel denkst du, hat dich dein Umfeld beim Schreiben geprägt?

Jane: Nicht mein Umfeld direkt, sondern mein offener Blick für die Realität. Irgendwann, nachdem ich Plastic Planet gesehen habe, habe ich mich gefragt, warum es keine Bücher über WAHRE Helden gibt. Über solche, die wirklich mal unsere verdammte Welt retten! Und das treibt mich an. Mal mehr, mal weniger. Auch wenn meine Geschichten vordergründig eine Geschichte sind, schreibe ich doch über Helden, die in unserer Welt einfach fehlen. Dazu gehört, dass sich die meisten meiner Protagonisten Gedanken darüber machen, wie sie dazu beitragen können, etwas zu verändern, zu verbessern. Deswegen auch meine Widmung an Edward. Ich verstehe viele andere Autoren nicht, die unglaublich tolle Helden schreiben – die gar keine sind. Das ist nur bei Kurzromanen in Ordnung, wo eine kleine Geschichte erzählt wird. Aber doch nicht bei Reihen! Nicht bei etwas Großem! Nicht bei Magie! 🙂

Der Weg des Selfpulishers ist steinig und schwer. Massig Konkurrenz und viel Arbeit. Du bist nicht nur sehr aktiv auf den Plattformen Facebook und Instagram, sondern bringst auch noch alle paar Monate ein neues Buch raus und leitestest auch deinen eigenen Shop, in dem du verschiedene Themenboxen rund um deine Bücher zum Verkauf anbietest. Ganz nebenbei hast du Familie und reist gerade auch sehr viel herum. Wie bekommst du das alles unter einen Hut?

Jane: Ääh.

Chester: Ich erzähle euch jetzt die Wahrheit: Wenn sie könnte, wäre sie wie Alec und würde nicht schlafen. Bald wird sie das vermutlich sogar umsetzen, um dem allem gerecht zu werden.

Jane: Meinst du, ich wäre eine gute Königin?

Chester: Wenn du im Kopf ständig Alec als deine Beraterperson um Rat bitten würdest …

Jane: Stimmt. Ich sollte viel häufiger auf euch hören. Ihr wisst es eigentlich immer am besten!

Chester: Wir haben längst aufgegeben, dein Selbstbewusstsein zu stärken. Du hörst eh nicht hin. Nicht mal Cian hat das geschafft.

Jane (seufzt): Doch, Cian … Nein, okay du hast recht. 😀 Was war die Frage? Ach so! Ich glaube, das stellt man sich einfach alles viel umfangreicher vor, als es tatsächlich ist. Allerdings bin ich ein absoluter Lust-Mensch, was bedeutet, dass ich erst hundert Dinge tue, die mir Spaß machen und danach die anderen … Und das führt leider dazu, dass ich zum Bsp. seit 2 Jahren Lesermails in meinem Postfach habe, die ich nicht beantwortet habe – nicht, weil mir das keinen Spaß machen würde, sondern weil es mühsam ist, sie rauszusuchen und dann die Emotionen, die ich beim ersten Lesen der Rezension / des persönlichen Feedbacks hatte, wieder abzurufen – und sofort zu antworten, geht leider nicht immer. Das ist fast so »mühselig« wie das Schreiben an sich, wozu ich auch seltener komme als früher. Eben weil ich auch so viele andere Dinge tun kann, die sinnvoll sind (Boxen, Instagram, Fotos, für euch shoppen, Marketing), dass ich dann die etwas »kraftzehrenderen« Dinge aufschiebe. Und aufschiebe. Und dann nicht genügend Zeit habe.

Chester: Du solltest es dir gönnen, zu akzeptieren, dass du nicht alles schaffen kannst. Ich weiß, dass deine Leser sich eine Antwort von dir wünschen, aber sie wünschen sich genauso ein neues Buch von dir.

Jane: Und eben das zu »akzeptieren«, fällt mir schwer. Ich habe also durchgehend das Gefühl, zu wenig zu tun. Immer!

Chester (*facepalm*): Warum verstehe ich immer besser, dass Alec dir am meisten von uns allen ähnelt?

Eine Letzte Frage hätte ich dann noch für dich Jane. Du hast schon mehrere Bücher geschrieben und einige Buchveröffentlichungen hinter dir. Bad Prince erscheint schon in wenigen Tagen. Bist du trotz hinreichender Erfahrung aufgeregt?

Jane: Nein, denn die Testleser haben mich sehr gestärkt, und ich habe jetzt auch alle möglichen Dramen um eine Veröffentlichung durch. Der Wechsel von Prime, eine fehlende Sichtbarkeit, technische Probleme oder Autoren, die aus heiterem Himmel Shitstorms starten. Wer einmal durch all diese Dinge gegangen ist, freut sich einfach nur noch auf das positive Feedback, das sicherlich kommen wird. 🙂 Und selbst wenn das Buch vergleichsweise »floppt«. Ich schreibe ja noch einen zweiten und dritten Teil, der dann evtl. mehr überzeugen kann.

So das war es dann auch schon mit unserer Runde „Talk about Bad Prince“ und ich danke dir, dass du dir so viel Zeit genommen hast um die Fragen zu beantworten.

Jane: Ich merke gerade, ich habe einen ganzen Roman geschrieben. Ich sage doch, wenn ich jemanden mitnehme, wird es einfach länger.

Chester: Gern geschehen. Und es war auch einmal sehr wohltuend, nicht die ganze Zeit ange-Sir-t zu werden.

Jane: Ja, mir fällt auf, dass ich wirklich noch nie auf den Gedanken kam, das bei dir zu tun. Du bist einfach zu nahbar für Distanz.

Chester [hebt die Brauen]

Jane: Bist du! Red dir ruhig was anderes ein, aber du BIST nahbar!

Chester: Ich würde dir niemals widersprechen, Jane. Aber das ein oder andere Hoheit und Sir … käme mir sehr gelegen. Nahbarkeit verletzt.

Jane: Dann musst du die Fans drum bitten. Wie wäre es eigentlich mit einem Profil bei Facebook für dich?

Chester: …….

Und während die beiden noch darüber diskutieren, ob Chester ein Profil bei Facebook benötigt, bedanke ich mich nochmals bei Jane und Chester für ihre Zeit, ihren Humor und ihre Offenheit bei diesem Interview. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht euch beiden zuzuhören und mit eurer Art habt ihr uns erneut verzaubert. Bad Prince erscheint schon diesen Sonntag (26.08.2018) bei Amazon und ich kann es kaum erwarten.

Um euch die Wartezeit zu versüßen findet ihr auf meinem Instagram-Profil (Zeilenwanderzauberin) ein kleines Speed-Giveaway zu Bad Prince und haufenweise Schnipsel ;).

Allgemein

Abschlussrezension und Charakteranalyse Nike und Ella aus der Dark-Reihe von J. S. Wonda

Nike

Als Bruder von Florence war Nike zu Beginn der Reihe sehr undurchsichtig doch mit jedem Kapitel, nistet er sich mehr in mein Herz ein. Eines steht von Anfang an fest, Nike will eigentlich nur das richtige tun. Er versucht die Menschen, die ihm wichtig sind, schon mit seinen jungen Jahren, zu beschützen. Auch wenn er dafür einen eher unkonventionellen Weg gehen muss, hat er doch sein Herz am rechten Fleck. Für seine Schwester würde er durchs Feuer gehen. Er hat Mut, Stolz aber auch einen gesunden Selbsterhaltungstrieb.  Nike steht für das woran er glaubt ein, auch wenn jeder ihm versucht das Gegenteil zu erklären. Dieser sture Kopf ist sowohl auf sein Alter zurückzuführen als auch auf seinen scharfen Verstand. Er verkörpert Intelligenz auf eine Art, die man nicht in Schulen lernt. Ein ausgeprägter Spürsinn und ein bisschen Hochmut gepaart mit dem Willen sich zu beweisen. Nike ist ein Chaot durch und durch, genau das ist es, was ihn so unglaublich liebenswert macht. Immer wieder versucht er Masken zu tragen, die nicht recht passen wollen, Charakterzüge zu vermitteln die er nicht hat. Nike ist durch und durch ein Teenager mit allen Verwirrungen, Problemen, Sturheiten und Hormonkämpfen mit denen Teenager grundsätzlich gebeutelt sind.

Prinzessin Eloise „Ella“

Eine Rose gezüchtet in einem Glas, getrieben zur Perfektion, abgeschottet von Nähe. War sie zu Beginn kalt und unnahbar, entwickelte Ella sich zum Ende hin zu einem leidenschaftlichen Freigeist. Obwohl es oft schwer war, sie zu mögen, hat auch sie einen schönen, starken inneren Kern. Auch wenn viele ihrer Charakterzüge an den Nerven reizen. Ihre Anhänglichkeit, ihr zwanghafter Wunsch nach Kindern, ihre Suche nach Abenteuern, ihre Eifersucht und ihre hinterlistige Art. Manchmal kam sie mir vor wie ein bockiges Kind, das nicht ihr gewünschtes Spielzeug bekam und dann plötzlich setzt sie sich ein, macht sich stark, beginnt zu leben. Aus dem Schönen aber biestigen Schwan wird ein freier Schmetterling, der durch die Käfigstäbe entwischt. Ehe man sich versieht, hat sich Ella ins Herz gebrannt und man vergießt Krokodilstränen für sie. Die Princess of Wales ist eine reine Achterbahn der Gefühle, ein ganz verwirrendes, klobiges aber interessantes Kapitel und trägt ihren Teil dazu bei, die Dark-Reihe zu dem zu machen, was sie heute ist. Ein unglaublich berührendes Abenteuer.

Abschlussrezension der Dark-Reihe Band 1 bis 7

Die Reise ist zu ende, die letzten Worte gelesen mit einem Ende, das berührt. Unsere Protagonisten Alec, Davies und Florence haben uns mit auf ein Abenteuer genommen, das meinetwegen hätte nie enden können. Ja ich habe geschwärmt, ich schwärme immer noch und will die Reihe einfach nicht loslassen. 7 Bänder, 200 Intrigen, 1.000 Glückmomente und 2.000 markierte Stellen später blicke ich Wehmütig dem Ende entgegen. Für jemanden wie mich, der im Normalfall nach spätestens vier Bändern (Harry Potter natürlich ausgenommen) das Interesse verliert, ist der Wunsch nach „mehr“ wohl das größte Kompliment, das ich machen kann. Unser Chaos-Trio hat eine unglaubliche Entwicklung durchgemacht, sind sich selbst aber stets treu geblieben und sind mir wie drei gute Freunde geblieben.

Es gab nicht einen Moment der Langeweile, es gab nicht einen Moment von Desinteresse. Alle Schlüsselmomente verbanden sich zu einem riesigen schillernden Mosaik. Ein Netz aus Farben, Verbindungen, Gefühlen wurde gesponnen und schloss sich zum Ende hin wie ein Kreislauf, das ist wohl die literarische Meisterleistung, die ich der lieben Jane zuschreibe. Über sieben Bänder Pläne, Intrigen, Verbindungen, Abkommen, Vergangenheiten und Zusammenhänge zu spinnen ohne ein heilloses Durcheinander entstehen zu lassen, ist eine Leistung, die selbst den größten Autoren der Welt nur selten gelingt. Die Handlung ergab immer Sinn, durchweg war Spannung vorhanden und es gab konstant dieses süße Gefühl der Verbundenheit. Und genau aus diesem Grund blicke ich dem Ende mit einem lachendem aber auch einem weinenden Auge hinterher und wüsche unseren Helden eine strahlende Zukunft.

Noch ein paar Anmerkungen um dieser schnulzigen Rezension mehr pepp zu verleihen:

Kassierst du für diese Lobeshymne was?

Nein ich wurde nicht bezahlt dafür, diese verdammte Schwärmerei kommt halt irgendwie aus meinem Inneren und ich kann wirklich nichts dafür (auch Steine haben Gefühle!). Mal im Ernst, ich habe Dark Prince durch Zufall entdeckt und vergöttere es, weil ich mich glaub ich in Alec verknallt hab oder in Davies? Oder vielleicht sogar in Florence, wer weiß das so genau? xD. Meint ihr Alec hat noch Platz im Palast? (Mein Mann denkt ich meine das nicht so, doch der wird noch gucken, wenn ich mit Sack und Pack die Biege mache, weil irgendwer den sagenumwogenen Dark Prince irgendwo gesichtet hat, muahahah).

War das dein letztes Wort zu der Dark-Reihe?

Bestimmt nicht, denn ich überlege grad ernsthaft den ersten Teil zu rereaden (wie gesagt ich klammere ein wenig). Aber es ist halt wirklich so, so, so gut.

Schreibst du eigentlich immer so viel Zeug über eine Reihe?

Jaein. Ich verfasse grundsätzlich bei Büchern, die aus mehreren zusammenhängenden Teilen bestehen nur eine einzige Rezension über den ersten Band, weil alles andere in meinen Augen die Spannung nimmt. Bei Büchern, die zwar zu einer Reihe gehören, aber sich um völlig andere Protagonisten, oder wie es grad so beliebt ist, sich plötzlich um Nebencharaktere aus dem ersten Band, drehen, kann es schon gut sein, dass ich für jeden Band eine Rezension schreibe, was ich aber selten tue (Ausnahmen bestätigen die Regel) und auch nur bei wirklich guten Büchern.

Warum dann diese zweite Rezension zur Dark-Reihe?

Weil diese Reihe irgendwie meinen Kopf verdreht hat, weil sie eine Geschichte erzählt, die ich mit meiner ersten Rezension nicht vollumfänglich wiedergeben konnte. Nike und Ella waren sehr wichtige Charaktere für diese Reihe. Sie haben viel dazu beigetragen und sind mir als Nebencharaktere wahnsinnig ans Herz gewachsen. Ich wollte sie damit hervorheben. Natürlich gab es weitere Charaktere, die mir wichtig wurden, doch da es mit den Skandal-Royals noch nicht zu Ende ist (weitere Infos findet ihr bei der lieben J. S. Wonda) habe ich mich für diese beiden Charaktere entschieden.

Du postest immer wieder die Kapitelüberschriften auf Instagram, warum?

Weil sie verdammt nochmal genial, lustig, kreativ und außergewöhnlich sind. Die liebe Jane hat sich da was Tolles einfallen lassen und ich kenne kein Buch, das so etwas Cooles hat. Es macht wahnsinnig spaß diese „Märchen“-Sätze zu lesen und ich musste mega oft schmunzeln.

Letzte Frage: Alec oder Davies?

Die Frage des Tages. Ich habe keinen blassen Schimmer, wen von beiden ich schärfer finde. Sie haben beide ihre Arten und beide verdrehen einem den Kopf. So oder so kenn ich glaub keine Frau, die einen der beiden von der Bettkante stoßen würde aber, Davies bedeutet Verbundenheit, Schutz, Zugehörigkeit und Wärme, Alec jedoch hat für mich die Bedeutung von Liebe, Wahnsinn, Aufopferung aber auch unendlicher Zuneigung. Lange Rede kurzer Sinn: Ich würde mich immer für Liebe entscheiden.

insta

Rezension zu „Dirty – In seiner Gewalt“ von Sarah Saxx

Klappentext

»Eigentlich müsste ich Angst vor ihm haben. Es ist falsch, dass ich mich so zu ihm hingezogen fühle. Aber er hat mich aus meiner persönlichen Hölle entführt. Und dafür werde ich ihm ewig dankbar sein.«

Dirty liebt es, mit der Lust der Frauen zu spielen. In seiner eigens hierfür eingerichteten Spielhöhle lässt er nur »Auserwählte«, die er über seine speziell dafür angelegte Website findet. Er entscheidet, welche der Bewerberinnen in den Genuss kommen, von ihm beglückt zu werden.
Bis eine Frau auf ganz anderem Weg in seinem Bett landet und ihm völlig unerwartet unter die Haut geht.

Olivia hat mit ihrem Leben abgeschlossen, seit sie von Ernesto Castellano, gefürchteter Geschäftsmann und Drogenboss, entführt wurde und in dessen Villa Tag für Tag unglaubliches Leid erfährt. Als eines Nachts ein geheimnisvoller Fremder ihr Gefängnis betritt, schöpft sie neuen Lebensmut. Obwohl er sie mit einer Waffe bedroht, bringt er sie von dem Anwesen weg und nimmt sie mit zu sich. Als dieser Mann sich dann auch noch um ihre körperlichen sowie seelischen Wunden kümmert, wird sie sich seiner ungeahnten Anziehungskraft bewusst. Doch bringt er ihr wirklich die lang ersehnte Freiheit?

Protagonistin Olivia „Liv“

Olivias Schicksal geht unter die Haut, unerträgliches Leid pflastert ihren Weg und es war schmerzvoll einen Einblick in ihre persönliche Hölle zu bekommen. Gerade weil man nicht verschont wird, schillert Liv in den buntesten Farben. Ihr Mut, ihre Stärke und ihr Wille ihren Peiniger nicht gewinnen zu lassen. Gänsehaut, Schmerz, Bewunderung. All diese Gefühle löst sie in mir aus. Sie ist nicht aus Stein, lässt es zu Schwäche zu empfinden, kämpft sich jedoch trotzdem immer wieder auf die Beine. Wenn alle Stricke reißen, packt Olivia erst richtig aus. Das Leben ist kein Märchen, guten Menschen leiden, nur entscheiden sie selbst, wie dieses Leid sie beeinflusst. Liv berührte mich mit ihrer Persönlichkeit, mit ihrer Entschlossenheit. Sie will die Schatten der Vergangenheit loslassen, nach vorne sehen. Obwohl sie Angst hat, obwohl sie Rückschläge einstecken muss und Panik ihr ständiger Begleiter ist, lernt sie Schritt für Schritt aus dem Schatten, in den sie ihre Entführung geworfen hat, auszubrechen und hervor kommt eine mitfühlende, lustige und kokette junge Frau, die einen einfach umhaut.

Protagonist Ben „Dirty“

Ben, charmant, sexy, verspielt und doch gefühlvoll, schlau, sensibel. Wer gedacht hat, Liv sei von einem Macho zum nächsten gewandert, der irrt. Denn wo man erwartet, dass Ben seine Dominanz auslebt, wartet er mit Mitgefühl und Rücksicht auf. Er sieht seine Seite „Dirty“ als etwas das sie ist, ein Spiel, das auf gegenseitigem Respekt und Vertrauen beruht. Ben lieb es, die Fäden in der Hand zu haben, aber auf eine Art, mit der er gibt und nicht nimmt. Umso süßer ist es, wenn er diese Seite für Liv auch mal ablegen kann. Er kämpft für die Menschen, die ihm am Herzen liegen, beschützt und verteidigt sie. Für Ben ist Vertrauen alles und er tut alles um das Vertrauen zu Liv aufzubauen. Das macht Dirty nicht nur zu einem herzensguten Menschen, es macht ihn in meinen Augen zu einem Helden. Er rennt nicht weg vor den Wunden die Liv auf Körper und Seele trägt, er nimmt sich dieser an, verarztet sie. Und egal wie oft es ihn zurückwirft, er setzt jeden Stein im Fundament ihrer Beziehung erneut.

Story-Aufbau

Ein Thema das berührt, ein Albtraum für jede junge Frau und doch so süß und mitreißend wie ein Dessert. Man leidet, man liebt, man lächelt. „Dirty – In seiner Gewalt“ streift nahe an den Nerven, fesselt und verlockt. Es war eine unglaubliche Erfahrung mit Liv und Ben diesen Weg zu gehen. Zu sehen, wie sie Wunden heilen, Albträume verjagen und Stück für Stück Licht in die Dunkelheit bringen. Liv mit ihren Wunden, die zu Narben werden, mit ihrem Leid, das zur Erinnerung wird, mit ihren Tränen, die einem Lächeln weichen. Ben der seine führsorgliche, sanfte Seite entdeckt und das erste Mal mehr in einer Frau sieht als ein Ventil. Ich war von der ersten Seite an gefesselt und Ben und Liv sind mir ans Herz gewachsen. Sie geben einander so viel Verständnis, Vertrauen und Liebe, dass es das Herz berührt. Und neben all diesen Gefühlen, reißt einen ein Strudel aus Verlangen, Verwirrung und Hindernissen mit. Der Weg der beiden ist eine Achterbahn der Gefühle, bündelt sich zu einer Geschichte, die aufzeigt was es bedeutet wirklich Vertrauen zu fassen und endet mich einem warmen Gefühl im Inneren. Dabei kommen scharfer Humor, leidenschaftliche Momente und prickelnde Anziehung keinen Moment zu kurz.

Message an die Autorin

Liebe Sarah, du hast eine Gradwanderung der Extraklasse hingelegt, Dominanz und Feingefühl, Leid und Leidenschaft, Schmerz und Vertrauen gehen Hand in Hand mit einer spannenden Atmosphäre, unvorhersehbarer Momente und berührender Tiefe. Ich freue mich schon sehr auf mehr, und „Rich – In seinem Bann“ wartet bereits auf mich.

Bewertung 

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️