Rezensionen

Rezension zu ENDGAME – Buch Zwei: der Springer von Skye Warren

Klappentext

Gabriel Miller fegte wie ein Sturm in mein Leben und nahm mir alles. Meine Familie. Meine Unschuld. Mein Zuhause. Er glaubt, er hat mich geschlagen. Er glaubt, er hat gewonnen. Doch er hat nicht bedacht, dass in einem Schachspiel jeder Bauer die Chance hat, eine Dame zu werden …

Gabriel Miller und Avery im Schachspiel um Rache und Leidenschaft. 

Protagonistin Avery

War Avery im ersten Teil in einem Strudel aus Verzweiflung und Not gefangen, so beginnt sie im zweiten Teil ein Stückweit das Spiel zu verstehen. Obwohl sie noch Zweifel hat und sich an ihr Weltbild klammert, begreift sie, dass hinter ihrer behüteten Vergangenheit mehr steckt als unterhaltsame Schachpartien mit ihrem Vater. Avery verwandelt sich in eine starke junge Frau die um ihre Zukunft kämpfen will. Sie will die Monster aus den Schatten locken und endlich begreifen, was um sie herum geschieht. Dabei scheut sie sich nicht davor, alles in ihrer Macht stehende zu tun um dieses Ziel zu erreichen. Auch befasst sie sich endlich mit den widersprüchlichen Gefühlen die Gabriel in ihr auslöst. Mit Mut in ihrem Herzen und ihrer Willensstärke begibt sich Avery auf die Suche nach der Wahrheit und gerät dadurch in einen Strudel aus Geheimnissen, Intrigen und Verrat.

Protagonist Gabriel

Gabriel Miller hat ein Herz aus Eis, das hat er geglaubt bis er Avery begegnete. Hatte er sich im ersten Teil in den Schatten gehüllt, so beginnt er aus diesem zu treten. Seine Beweggründe, seine Absichten, seine Spielzüge. Plötzlich ergibt alles einen Sinn. Gabriel wird zu Avery Stütze und Halt aber auch zu ihrer größten Schwäche. Schwarz oder Weiß, man ist sich nie ganz sicher, auf welcher Seite er steht, doch eines ist klar. Sein ganzes Spiel, seine Pläne, seine Schritte, alles beginnt und endet mit Avery. Wie sie, macht auch Gabriel eine Entwicklung durch und der erste Schritt dazu ist die Akzeptanz seiner Gefühle. War es im ersten Teil ein Spiel zwischen Gabriel und Avery so begeben sie sich nun auf eine Seite, doch ihr Gegner versteckt sich in der Dunkelheit. 

Story-Aufbau

Auch im zweiten Band fesselten Avery und Gabriel mich bis zum letzten Wort. Wie sie miteinander wachsen, wie sie füreinander einstehen und wie sie Seite an Seite den Dingen auf den Grund gehen. Aus dem Du & Ich wurde ein Wir und genau das ist die Entwicklung die, die beiden gebraucht haben. Mit der magischen Anziehungskraft und ihrem Feuer bezaubern sie mit Worten die zwischen den Zeilen stehen. Sie sind mir beide unglaublich ans Herz gewachsen. Skye Warren hat es wieder mal geschafft sowohl Leidenschaft als auch Adrenalin durch meine Venen zu jagen. Ich kann es kaum erwarten, das Endspiel zu lesen. 

Anmerkungen

Dieses Buch wurde mir von Festa Dark Romance als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Wie ihr meiner Rezension sicher entnehmen könnt, hatte es absolut keine Auswirkungen auf meine Bewertung, dass mir ENDGAME II als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde, das war nämlich echte Begeisterung und jedes Wort ernst gemeint.

Bewertung

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Rezensionen

Rezension zu „Blood & Roses“ Buch 1 von Callie Hart

Klappentext

Ich bin nicht stolz auf die Dinge, die ich getan habe. Doch ich musste Alexis finden. Ich wäre sogar bereit gewesen, für meine Schwester zu sterben. Alexis war schon seit sechs Monaten verschwunden. So viele endlose, verzweifelte Tage. Dann traf ich Zeth Mayfair, einen der gefährlichsten Männer Seattles. Er erledigt seine dubiosen Aufträge ohne Gewissensbisse. Ich hätte Angst vor Zeth haben sollen, aber als er mir seine Hilfe anbot, konnte ich unmöglich ablehnen. Dieser skrupellose Mann war meine letzte Hoffnung. Nein, ich bin nicht stolz auf die Dinge, die ich getan habe …

Zeth: ‚Ihr Name ist Sloane Romera. Sie will, dass ich ihr Held bin, aber ich bin kein guter Mann. Ich bin ihre Verdammnis.‘

Protagonistin Sloane

Sloane hat von Anfang bis Ende mein Herz berührt. Ihr unfassbarer Mut und ihre Liebe zu ihrer Schwester Alexis ziehen einen in ihren Bann. Man kann sich so gut mit ihr identifizieren und ihr Durchhaltevermögen ist unvergleichlich. Wie weit würdest du gehen um deine Schwester zu retten? Für Sloane ist diese Frage einfach, sie würde alles tun. Genau das macht sie für mich zu einem Herzensmensch. Die Zeit heilt nicht alle Wunden und so gibt Sloane niemals auf. Für mich hat sie ein Herz aus Gold. Ihre Naivität und ihre Hilflosigkeit zu Beginn des Buches verwandelt sich schnell in getriebene Hoffnung. Sie will Alexis finden und egal wie hoffnungslos die Situation erscheint, sie greift nach jedem Strohalm. Umso berührender ist es, als sie Zeth in die Arme läuft und beginnt, Entscheidungen zu treffen, die für sie selbst wichtig sind. Sloane ist der Inbegriff des Mutes, nicht weil sie unbesiegbar oder waghalsig ist, sonder weil sie sich ihrer Schwäche bewusst ist und trotzdem nicht aufgibt. Eine Achterbahn der Gefühle, denkt man sich zu beginn des Buches, Sloane sei naiv, kristallisiert sich zum Ende hin, nein sie ist nur verzweifelt. Eine Protagonistin mit hundert verschiedenen Facetten und Tiefe!

Protagonist Zeth

Zeth sieht sich als Monster, eiskalt, durchtrieben, tödlich. Und all diese Adjektive passen wie die Faust aufs Auge. Doch hinter all der Wut und dem Wunsch nach Tod und Zerstörung, ist er leidenschaftlich und mitfühlend. Er kümmert sich um die, die seine Hilfe brauchen, versorgte jene, die sich selbst nicht mehr versorgen können. Ein Panzer aus Stahl, ein Herz aus Fleisch und Blut. Mit seiner kalten Art, seinem Zwang nach Kontrolle und Macht, hat er Grenzen, die jedem skrupellosen Menschen fehlen. Ein Ritter in schwarzer Rüstung, ein Anti-Held und doch immer noch ein Held. Durch Sloane wird er daran erinnert und er legt endlich seine Scheuklappen ab. Wohin uns die Reise mit Zeth auch führen wird, ich bin mir sicher, es ist eine bunte Mischung aus gut und böse. Denn Zeth ist kein Kuscheltier, und selbst Sloane vermag es nicht, die Bestie in seinem Inneren zu Zähmen, doch bekommt er durch sie vielleicht die Kraft, die Fangzähne auf die wirklich Bösen zu richten.

Story-Aufbau

Zeth und Sloane, zusammen geben sie eine explosive Mischung die verzaubert. Dunkel zu Licht, Verzweiflung zu Hoffnung und Liebe zu Lust. Callie Hart hat ordentlich gewürzt mit allem was das Dark Romance-Herz begehrt und nimmt uns mit auf ein Abenteuer, das so viel größer werden wird, als jene, die wir bereits kennen. Der Auftakt der Blood & Roses-Reihe ist vielversprechend und ich kann es kaum erwarten, mehr von von Zeth und Sloane zu hören. Die beiden haben mich so in ihren Bann gezogen, dass ich es kaum erwarten kann, den Weg mit ihnen weiter zu gehen.

Anmerkungen

Dieses Buch wurde mir von Festa Dark Romance als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Wie ihr meiner Rezension sicher entnehmen könnt, hatte es absolut keine Auswirkungen auf meine Bewertung, dass mir Blood & Roses 1 als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde, das war nämlich echte Begeisterung und jedes Wort ernst gemeint.

Bewertung

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Allgemein

Rezension zu „Bad Prince“ von Jane S. Wonda

Klappentext

Reich, privilegiert, gutaussehend und gelangweilt. Der britische Prinz Chester vertreibt sich seine freie Zeit mit ausschweifenden Partys, illegalen Autorennen und wechselt die berühmten Schönheiten an seiner Seite wie Maßanzüge. Er und Prinzessin Rosaline wissen, wie sie sich abseits der royalen Etikette und der Adleraugen der Queen amüsieren können. Doch dann verändert ein schicksalhaftes Ereignis alles und die Royals sind gezwungen, ihr ruchloses Leben aufzugeben – bis ihre adelige Cousine Violet in ihr Leben platzt und dieses auf den Kopf stellt. Wer ist sie wirklich? Sind ihre Geheimnisse gefährlicher, als es den Anschein erweckt? Oder ist alles nur ein Spiel?

Protagonistin „Violet“

Eines muss man ihr lassen, mit meisterhaftem Mut nimmt sie das Chaos, in das sie gestürzt ist an. „Violet“ verzaubert mich vor allem mit ihrer bodenständigen und akzeptierenden Art. Das Leben hat nur Nieten für sie über und doch kämpft sie für eine sichere Zukunft. Aufgeben? Kommt nicht in Frage. Während der ganzen Story war sie menschlich und charakterlich völlig einnehmend. Eine „Bürgerliche“ im Haifischbecken. Damit sammelt sie bei mir nicht nur Sympathie-Punkte, sondern berührt mein Herz. „Violet“ ist der Inbegriff der Tapferkeit. Wie Alice im Wunderland ist sie in einem Kaninchenbau gelandet wo keiner so recht weiß wie die Regeln lauten. Ein Balanceakt zwischen königlicher Etikette und tyrannisierender Royals macht sie das Beste aus ihrer Situation und verliert dabei nie ihr Ziel aus den Augen. Endlich frei sein. Das Leben verläuft nicht nach Plan, keiner weiß das so gut wie „Violet“ doch obwohl sie mehr als nur einmal vom Drahtseil geschubst wird, hangelt sie sich doch mit ihrer offenen und knuffigen Art ins Herz des einen oder anderen Royals.

Protagonist Chester

Chester ist in der Welt der Maskeraden aufgewachsen. Gerade deshalb hat er es sich wohl zum Ziel gemacht den Menschen, die seinen Weg kreuzen, genau diese Maske zu entreißen. Doch was für ihn zu Beginn ein Spiel war, entwickelte sich im Laufe der Zeit zu mehr und plötzlich steht da dieser junge Mann, der so viel mehr sieht als man denkt. Chester berührt mit seiner Weltansicht und seiner Abgeklärtheit. Seine Vergangenheit hat ihn geprägt und sein Wunsch die Menschen, die ihm Nahe sind, zu beschützen verleiht ihm einen Hauch von Held. Niemals die Kontrolle verlieren, niemals sich gehen lassen und immer schön den Schein wahren. Chester wirkt oft wie ein Phantom dessen Ziel es ist zu beschützen und dabei nie eine unsichtbare Linie zu übertreten. Gerechtigkeit ist ein Märchen, das lernte er auf die harte Tour. Sich durchs Leben zu schlängeln, Schaden zu begrenzen und zu beschützten. Dabei den Minen auszuweichen, und aus eigener Kraft etwas verändern. Auch wenn noch viele Rätsel um ihn in der Luft schweben gibt es eine Sache, der man sich sicher sein kann, Chester Walford hat das Herz am rechten Fleck und berührt mit seiner Treue und Loyalität.

Story-Aufbau

Eine Achterbahn der Gefühle, ein Netz aus Intrigen und Gefahr. Jane S. Wonda hat wieder gezaubert und Bad Prince fährt unter die Haut. Ein Tanz zwischen Hof und Hass, ein Gefühl zwischen Liebe und Laster. Zwei Menschen, die man nicht gefragt hat, zwei Seelen, die ihre Rolle zu spielen haben. Auf der Suche nach Wahrheit begleiten wir Chester & „Violet“ in den Kaninchenbau wo Könige herrschen und Schatten Köpfe rollen sehen wollen. Bad Prince ist der grandiose Auftakt einer Geschichte, die kein Märchen ist aber Licht ins dunkle Haus der Royals bringen wird.

Message an die Autorin

Liebe Jane was du schreibst ist Magie in einer Welt, in der man sie benötigt. Mit Bad Prince führst du uns an den englischen Hof und nach Bad Prince folge ich dir überall hin. In einer Zeit, in der die Leser nach Dominanz schreien hast du einen Charakter erschaffen, der so tief geht, dass kein flacher One-Hit-Wonderman da mithalten kann. Mit deinem neuen Werk rüttelst du an etwas das viele vergessen haben, dass jeder die Welt ein kleines Stückchen besser machen kann. Natürlich lässt du uns mit einem Haufen von Fragen zurück und ich freue mich schon darauf im nächsten Band nach Antworten zu suchen.

Bewertung 

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

An meine Blog-Leser

ja ich war Testleser in Bad Prince. Nein deshalb blogge ich nicht die ganze Zeit über BP, ich tue es aus einem schlichten und einfachen Grund. Ich LIEBE dieses Buch so wie ich Dark Prince LIEBE. Und wenn ich etwas liebe, dann unterstütze ich es. Ob ich Stunde um Stunde darüber rede, tagelang nach passenden Bilder für Schnipsel suche oder Stellen zitiere, die mir Gänsehaut bescheren. Nichts von all dem habe ich auf Bitten der Autorin gemacht, naja bis auf das Testlesen. Also was heißt das? Mein Lob gibt’s gratis zu jedem Mc-Menü ;D

insta

Talk about Bad Prince mit Autorin Jane S. Wonda

Einen guten Morgen an alle Blog-Leser und willkommen zu unserem Talk-About-Spezial. Wie manche von euch schon bemerkt haben, bin ich momentan besonders von einer Neuerscheinung gerade zu geflasht. Bad Prince von Jane S. Wonda hat mich in seinen Bann gezogen. Und da die liebe Jane nicht nur eine wahnsinns Autorin, sondern auch nahe an ihren Fans und Bloggern ist, hat sie sich bereit erklärt in diesem Interview einige Fragen zu beantworten.

Erst einmal im Voraus vielen Dank liebe Jane, dass du dir Zeit für diese Runde „Talk about“ nimmst. Bei uns geht es heute royal zu, denn dein neustes Herzensprojekt nennt sich Bad Prince und erscheint am 26.08.2018.

Das Spin-off zur Dark Prince-Reihe ist schon jetzt in der Social-Media-Welt in aller Munde, dies vor allem da die Dark Prince-Reihe weite Kreise gezogen und viele Anhänger gewonnen hat. In Bad Prince dreht sich alles um Chester und Violet, zwei Charaktere mit denen wir schon in der Dark Prince-Reihe Bekanntschaft gemacht haben.

Jane: Hi, liebe Sandra. Ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich mir für diesen Fragebogen einen ganz besonderen Gast eingeladen habe. Damit beantworten sich die Fragen immer etwas leichter – oder, wenn ich mal nicht weiter weiß – übernimmt mein Gast.

Natürlich niemand anderes als Chester Walford selbst. 😉

Wie fühlt es sich für dich an, zurück am englischen Hof zu sein?

Jane: Wirklich richtig gut! Das Schloss von Chesters Familie kenne ich schon lange. Ich wusste, dass ich auf jeden Fall zurückkommen werde, nachdem ich für seine Verlobung in Band 5 (Band 6 eBook) schon mal dort war. Der Blumenstrauß in der Eingangshalle (mit dem sich Florence so cool vergleicht), der Garten, der Park, die gediegene Einrichtung; alles ist noch so wie damals.

Chester: Okay. Welche Verlobung?!

Jane: Pscht! Das war ein Spoiler!

Chester [lächelt ironisch]: Könntest du die in meinem Beisein vermeiden, Verehrteste?

Es war sicher eine Herausforderung die Geschichte von Chester zu Papier zu bringen. Ein Spin-off ist ein großer Schritt und ein Wagnis. Warum also hast du dich für diesen Weg entschieden und warum Chester?

Chester: Solange ihr es ›Spin-Off‹ nennt, werde ich im Schatten meines wirklich schrägen und absolut undurchsichtigen Cousins stehen, womit ich normalerweise kein Problem hätte, wäre er nicht so unfassbar schräg und undurchsichtig.

Jane: Wir könnten sagen, es ist eine ›eigenständige Reihe, die im gleichen Universum spielt‹, aber das ist sehr lang.

Chester: Wie wäre es mit: Ohne mich würde Alexander nicht einmal Alec heißen? Ich bin viel wichtiger für seine Geschichte, als ihr glaubt. Eigentlich ist ER das Spin-Off.

Jane (seufzt): Das weiß ich und deswegen liebe ich dich. Darf ich jetzt die Frage beantworten?

Chester (lehnt sich mit einer ausladenden Handbewegung zurück): Natürlich.

Jane: Mir fällt gerade auf, dass du sie schon beantwortest hast.

Chester lächelt stumm.

Jane: Also ja, es gibt einfach noch so viel mehr über den DARK PRINCE zu erzählen, aber auch über die Personen, mit denen er zutun hatte. Insofern ist es schon ein Spin-Off und eine Art Vorgeschichte, die allen Lesern der DARK-Reihe noch einmal einen anderen Blick auf die Dinge lässt. Und dann ist da aber auch dieser Mann, dieser mit Abstand netteste Kerl der Reihe, vernünftig, korrekt, gewissenhaft und unglaublich liebevoll, den ich seit seinem ersten Auftritt geliebt habe. Chester ist einfach so ganz anders als Alec, Chester ist Alecs emotionaler und einziger übrig gebliebener familiärer Ankerpunkt. Er ist wie ein Bruder für ihn, hat ihn viel zu früh viel zu kritische Dinge gelehrt und kennt, wie wir jetzt langsam erahnen können, auch Anna, Alecs verstorbene Schwester sehr gut. Er ist mehr als eine Nebenfigur, auch wenn er in der Dark-Reihe wie eine rüberkam, denn ich wollte nicht zu viel zu ihm erzählen, um beim Schreiben mehr entdecken zu können. Chester verdient seine eigene Geschichte, seine eigene Entwicklung und ich wollte einfach wissen, wie er zu diesem wundervollen Mann werden konnte, den wir aus der Dark-Reihe schon kennen, der so ganz anders als Davies für unseren zukünftigen König eine Rolle spielt. Dieses emotionale Netz, diese tiefe Verwicklung habe ich schon bei der Reihe erzeugt, um es irgendwann einmal aufgreifen zu können. Vielleicht ist es gewagt, weil sich kaum ein Leser für Spin-Offs interessiert oder Chester in der Dark-Reihe eher als der »liebe nette Prinz von nebenan« rübergekommen ist, für den sich meine Leser eher nicht so interessiert haben. Aber deswegen ist es eine Reihe, die man VOR der Dark-Reihe lesen kann oder auch HINTERHER. Denn es ist egal. Hätte ich Chesters Geschichte vollständig NACH der Reihe spielen lassen, hätte sie vermutlich viel weniger Leser gefunden.

Bad Prince spielt in der Zeit vor der Dark Prince-Reihe. Weshalb man sich natürlich fragt welche Reihe man denn als erstes lesen sollte. Wie siehst du das? Was empfiehlst du Lesern, die beide Reihen noch nicht kennen?

Jane: Das ist total schwierig! Ich denke, so wie es gerade aussieht, sollte man mit BAD PRINCE starten, sich verlieben, neugierig auf Alecs Geschichte werden und dieser restlos verfallen. Wer allerdings nicht so viel mit Davies anfangen kann, wird vielleicht DARK PRINCE abbrechen und BAD PRINCE nie eine Chance geben und andersherum. Deswegen versuche ich immer wieder zu betonen, dass es 2 vollkommen eigenständige Geschichten sind, die nämlich auch einfach UNTERSCHIEDLICH sind. 🙂 Man sollte zu dem Buch greifen, das einen am Anfang am meisten anspricht!

Chester: Ehm. Ihr solltet natürlich mit mir beginnen, damit ihr Alecs Geschichte zur Abwechslung versteht.

Jane (lacht): Er meint damit, dass einige Leser Schwierigkeiten damit hatten, Alec in DARK PRINCE zu durchschauen. Klar, das fällt durch das Lesen von BAD PRINCE natürlich viel leichter.

Violet und Chester nehmen uns mit auf ein Abenteuer. Manche Szenen gehen einem dabei wirklich unter die Haut, wie geht es dir dabei deine Protagonisten durch brenzlige, schmerzliche Situationen zu begleiten? Fieberst du selbst mit oder siehst du das aus einer gewissen Distanz?

Chester: Sie ist so was von verflucht distanziert, dass sie uns locker durch die Hölle schicken kann, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken.

Jane: Das stimmt nicht! Ich habe letztens von deinem letzten Telefonat mit Anna geschrieben und musste heulen. Beim Schreiben und beim ersten und zweiten Lesen!

Chester (hebt eine Braue): Du musstest ›heulen‹?

Jane: Ja, okay. Fast. Aber es ging mir sehr nahe.

Chester: Ich bin beeindruckt. Auch du besitzt ein Herz.

Jane: Schwer zu glauben, nicht wahr?

Chester: Nachdem, was du uns in Bad Prince angetan hast … Etwas.

Jane: Viele spannende Szenen gehen mir tatsächlich nicht besonders ›nah‹. Da gibt es Reihen, bei denen das viel schlimmer war. Wie zum Beispiel bei »Und täglich ohne Dich«, da haben meine Finger beim Tippen gezittert. Über die Jahre bin ich wohl einfach etwas emotionaler geworden. Ich gehe neuerdings im Drama auf, im Gefühl. Und hach, seufz. ❤

Man sagt so schön „der Teufel steckt im Detail“. Für Dark Prince-Kenner sind einige Gesichter der Skandal-Royals mehr als nur vertraut. Intrigen, Lügen und Verrat, all das spinnt sich in dieser Familie zu einem riesigen Netzwerk. Wie behältst du die Übersicht über dieses Netz aus Geheimnissen, Hass und Machtgier?

Jane: Äääh. Die ist einfach da! Natürlich schlage ich mal etwas nach oder musste für BAD PRINCE einige Szenen rereaden, aber sobald ich das getan habe, fügt sich fast automatisch alles zusammen. Es gibt zum Beispiel eine Szene in DARK PRINCE, in der Davies davon spricht, dass Alec mal für eine längere Zeit »weg« war. Tja … ihr werdet nun erfahren, wo er war.

Und das war nie so richtig geplant (ich meine, hallo Band 1 DARK PRINCE, damals dachte ich noch, es werden maximal 4 Teile 😀 ).

Chester: Sie ist ein bisschen wie eine kleine Göttin, die nicht weiß, wie ihr geschieht. Es gibt Zusammenhänge in unserer Familiengeschichte, die wie Absicht wirken, aber ein Zufall sind. Irgendwie fügt sich immer alles, ohne ihr Zutun.

Jane: Ähm.

Chester (zwinkert): Ich darf das über dich sagen.

Wie mir bekannt ist, schreibst du bereits am zweiten Band von Bad Prince. Wie viel Bände sind bis jetzt geplant?

Jane: Eigentlich 3. Aber … aaaaaber, also .. gerade bin ich wieder so im Fluss und genieße es so sehr mit Chester, Rosaline und allen anderen, dass ich mir auch vorstellen kann, dass die Geschichte mehr Raum benötigt. Mit 3 Bänden wäre ich aber vollkommen zufrieden. Darauf nageln mich dann leider auch immer alle fest, aber ich schreibe brav überall: »voraussichtlich« drüber. 🙂

Apropos Schreiben, was ist deine Strategie beim Schreiben? Schreibst du mit einem durchstrukturierten Plan, hast dein Vorhaben und den Verlauf der Geschichte fest im Kopf oder gehört du eher zu den Autoren, die drauf los schreiben und schauen wohin der Weg sie führt?

Chester: Sie überlegt sich, wie sie uns am besten quälen kann, und legt los.

Jane: Quatsch! Bei BAD PRINCE war ich zum Beispiel eigentlich den gesamten Schreibprozess über UNFASSBAR unsicher. Ich hielt es für eines meiner schlechteren Bücher. Irgendwie fühlte sich das alles für mich wie ein missglückter Versuch an und ich habe SO HART gearbeitet, um es zu verbessern und verbessern und verbessern und zu verändern, und plötzlich schreiben alle Testleser, dass sie es wirklich sehr lieben und ich kenne meine Testleser, ich kann ihnen glauben, wenn sie schreiben: »Keine Angst, Jane. BAD PRINCE ist so wundervoll und so wundervoll anders, dass es neben DARK PRINCE glänzen kann, ohne unterzugehen.« Ich glaube, ich war lange nicht mehr so glücklich über ein Feedback.

Mir fällt gerade auf, ich antworte ziemlich ausführlich & dann frage ich mich immer, wer das überhaupt lesen will. Haha!

Chester: Du unterschätzt das Interesse an deinen wirren Gedanken maßlos.

Chester ist ein Prinz mit einem sehr stark ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Gibt es jemanden der dich zu ihm inspiriert hat?

Chester: Bin ich das?

Jane (verdreht die Augen): Und er ist sooo bescheiden, wenn es mal um seine positiven Vorzüge geht. Aber sag so etwas wie: »Chester ist so furchtbar arrogant« und er nickt zustimmend und hat kein Problem damit, das anzunehmen. Gerechtigkeit … Ach, Chester. Warum bist du so gerecht?

Chester: Keine Ahnung. Ich nehme mich nicht so wahr.

Jane: Aber du warst es doch, der Alec all diese bescheuerten Ideen von einer besseren Welt eingeimpft hat.

Chester: Ich habe nur Annas Erbe fortgeführt.

Jane: Eben!

Chester: Aber ich will kein Held sein. Ich glaube, dafür ist er viel eher prädestiniert. Er ist … ich meine, sein Ego sprengt den Raum, wenn er nicht gerade so tut, als wäre er ein versnobter Streber, der nicht mal weiß, wie man ›Spaß‹ buchstabiert.

Jane: Dein Ego sprengt den Raum auch!

Chester: Mit dem Unterschied, dass Alec sich in diesem »Kompliment« suhlen würde. Ich habe als Prinz einfach nur gelernt, dass mich sowieso jeder wahrnimmt, egal, was ich tue. Die Alternative ist dann nur, den Hof zu verlassen, wenn man mit diesem Druck nicht klarkommt – oder eben drauf … zu scheißen, was andere denken.

Jane: Uh, ein böses Wort aus deinem Mund.

Chester: Du legst mir genügend hinein.

Jane: Aber du bist nicht so Gossensprachen-versaut wie Alec. Das genieße ich sehr!

Chester: Ich kenne Alecs Gossensprache-Seite nicht. Müsste ich das?

Jane: Das war auch wieder ein Spoiler.

Chester [betrachtet mich ausdruckslos]: Toll.

Jane: Wenn ich es mir so überlege, ist die Krone Englands zwar vergeben, aber du stammst vom norwegischen Königshaus ab … Ich könnte … und das würde …

Chester starrt mich fassungslos an.

Jane: Nur so ein Gedanke!

Chester: Wie viele Leute willst du noch umbringen, damit deine Pläne mit der Thronfolge aufgehen?!

Jane: Nur … die Bösen.

Chester: Und die Norweger, die gerade an der Macht sind, sind böse, ja?

Jane: Wir werden sehen … (hihi)

Wie viel denkst du, hat dich dein Umfeld beim Schreiben geprägt?

Jane: Nicht mein Umfeld direkt, sondern mein offener Blick für die Realität. Irgendwann, nachdem ich Plastic Planet gesehen habe, habe ich mich gefragt, warum es keine Bücher über WAHRE Helden gibt. Über solche, die wirklich mal unsere verdammte Welt retten! Und das treibt mich an. Mal mehr, mal weniger. Auch wenn meine Geschichten vordergründig eine Geschichte sind, schreibe ich doch über Helden, die in unserer Welt einfach fehlen. Dazu gehört, dass sich die meisten meiner Protagonisten Gedanken darüber machen, wie sie dazu beitragen können, etwas zu verändern, zu verbessern. Deswegen auch meine Widmung an Edward. Ich verstehe viele andere Autoren nicht, die unglaublich tolle Helden schreiben – die gar keine sind. Das ist nur bei Kurzromanen in Ordnung, wo eine kleine Geschichte erzählt wird. Aber doch nicht bei Reihen! Nicht bei etwas Großem! Nicht bei Magie! 🙂

Der Weg des Selfpulishers ist steinig und schwer. Massig Konkurrenz und viel Arbeit. Du bist nicht nur sehr aktiv auf den Plattformen Facebook und Instagram, sondern bringst auch noch alle paar Monate ein neues Buch raus und leitestest auch deinen eigenen Shop, in dem du verschiedene Themenboxen rund um deine Bücher zum Verkauf anbietest. Ganz nebenbei hast du Familie und reist gerade auch sehr viel herum. Wie bekommst du das alles unter einen Hut?

Jane: Ääh.

Chester: Ich erzähle euch jetzt die Wahrheit: Wenn sie könnte, wäre sie wie Alec und würde nicht schlafen. Bald wird sie das vermutlich sogar umsetzen, um dem allem gerecht zu werden.

Jane: Meinst du, ich wäre eine gute Königin?

Chester: Wenn du im Kopf ständig Alec als deine Beraterperson um Rat bitten würdest …

Jane: Stimmt. Ich sollte viel häufiger auf euch hören. Ihr wisst es eigentlich immer am besten!

Chester: Wir haben längst aufgegeben, dein Selbstbewusstsein zu stärken. Du hörst eh nicht hin. Nicht mal Cian hat das geschafft.

Jane (seufzt): Doch, Cian … Nein, okay du hast recht. 😀 Was war die Frage? Ach so! Ich glaube, das stellt man sich einfach alles viel umfangreicher vor, als es tatsächlich ist. Allerdings bin ich ein absoluter Lust-Mensch, was bedeutet, dass ich erst hundert Dinge tue, die mir Spaß machen und danach die anderen … Und das führt leider dazu, dass ich zum Bsp. seit 2 Jahren Lesermails in meinem Postfach habe, die ich nicht beantwortet habe – nicht, weil mir das keinen Spaß machen würde, sondern weil es mühsam ist, sie rauszusuchen und dann die Emotionen, die ich beim ersten Lesen der Rezension / des persönlichen Feedbacks hatte, wieder abzurufen – und sofort zu antworten, geht leider nicht immer. Das ist fast so »mühselig« wie das Schreiben an sich, wozu ich auch seltener komme als früher. Eben weil ich auch so viele andere Dinge tun kann, die sinnvoll sind (Boxen, Instagram, Fotos, für euch shoppen, Marketing), dass ich dann die etwas »kraftzehrenderen« Dinge aufschiebe. Und aufschiebe. Und dann nicht genügend Zeit habe.

Chester: Du solltest es dir gönnen, zu akzeptieren, dass du nicht alles schaffen kannst. Ich weiß, dass deine Leser sich eine Antwort von dir wünschen, aber sie wünschen sich genauso ein neues Buch von dir.

Jane: Und eben das zu »akzeptieren«, fällt mir schwer. Ich habe also durchgehend das Gefühl, zu wenig zu tun. Immer!

Chester (*facepalm*): Warum verstehe ich immer besser, dass Alec dir am meisten von uns allen ähnelt?

Eine Letzte Frage hätte ich dann noch für dich Jane. Du hast schon mehrere Bücher geschrieben und einige Buchveröffentlichungen hinter dir. Bad Prince erscheint schon in wenigen Tagen. Bist du trotz hinreichender Erfahrung aufgeregt?

Jane: Nein, denn die Testleser haben mich sehr gestärkt, und ich habe jetzt auch alle möglichen Dramen um eine Veröffentlichung durch. Der Wechsel von Prime, eine fehlende Sichtbarkeit, technische Probleme oder Autoren, die aus heiterem Himmel Shitstorms starten. Wer einmal durch all diese Dinge gegangen ist, freut sich einfach nur noch auf das positive Feedback, das sicherlich kommen wird. 🙂 Und selbst wenn das Buch vergleichsweise »floppt«. Ich schreibe ja noch einen zweiten und dritten Teil, der dann evtl. mehr überzeugen kann.

So das war es dann auch schon mit unserer Runde „Talk about Bad Prince“ und ich danke dir, dass du dir so viel Zeit genommen hast um die Fragen zu beantworten.

Jane: Ich merke gerade, ich habe einen ganzen Roman geschrieben. Ich sage doch, wenn ich jemanden mitnehme, wird es einfach länger.

Chester: Gern geschehen. Und es war auch einmal sehr wohltuend, nicht die ganze Zeit ange-Sir-t zu werden.

Jane: Ja, mir fällt auf, dass ich wirklich noch nie auf den Gedanken kam, das bei dir zu tun. Du bist einfach zu nahbar für Distanz.

Chester [hebt die Brauen]

Jane: Bist du! Red dir ruhig was anderes ein, aber du BIST nahbar!

Chester: Ich würde dir niemals widersprechen, Jane. Aber das ein oder andere Hoheit und Sir … käme mir sehr gelegen. Nahbarkeit verletzt.

Jane: Dann musst du die Fans drum bitten. Wie wäre es eigentlich mit einem Profil bei Facebook für dich?

Chester: …….

Und während die beiden noch darüber diskutieren, ob Chester ein Profil bei Facebook benötigt, bedanke ich mich nochmals bei Jane und Chester für ihre Zeit, ihren Humor und ihre Offenheit bei diesem Interview. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht euch beiden zuzuhören und mit eurer Art habt ihr uns erneut verzaubert. Bad Prince erscheint schon diesen Sonntag (26.08.2018) bei Amazon und ich kann es kaum erwarten.

Um euch die Wartezeit zu versüßen findet ihr auf meinem Instagram-Profil (Zeilenwanderzauberin) ein kleines Speed-Giveaway zu Bad Prince und haufenweise Schnipsel ;).

Allgemein

Abschlussrezension und Charakteranalyse Nike und Ella aus der Dark-Reihe von J. S. Wonda

Nike

Als Bruder von Florence war Nike zu Beginn der Reihe sehr undurchsichtig doch mit jedem Kapitel, nistet er sich mehr in mein Herz ein. Eines steht von Anfang an fest, Nike will eigentlich nur das richtige tun. Er versucht die Menschen, die ihm wichtig sind, schon mit seinen jungen Jahren, zu beschützen. Auch wenn er dafür einen eher unkonventionellen Weg gehen muss, hat er doch sein Herz am rechten Fleck. Für seine Schwester würde er durchs Feuer gehen. Er hat Mut, Stolz aber auch einen gesunden Selbsterhaltungstrieb.  Nike steht für das woran er glaubt ein, auch wenn jeder ihm versucht das Gegenteil zu erklären. Dieser sture Kopf ist sowohl auf sein Alter zurückzuführen als auch auf seinen scharfen Verstand. Er verkörpert Intelligenz auf eine Art, die man nicht in Schulen lernt. Ein ausgeprägter Spürsinn und ein bisschen Hochmut gepaart mit dem Willen sich zu beweisen. Nike ist ein Chaot durch und durch, genau das ist es, was ihn so unglaublich liebenswert macht. Immer wieder versucht er Masken zu tragen, die nicht recht passen wollen, Charakterzüge zu vermitteln die er nicht hat. Nike ist durch und durch ein Teenager mit allen Verwirrungen, Problemen, Sturheiten und Hormonkämpfen mit denen Teenager grundsätzlich gebeutelt sind.

Prinzessin Eloise „Ella“

Eine Rose gezüchtet in einem Glas, getrieben zur Perfektion, abgeschottet von Nähe. War sie zu Beginn kalt und unnahbar, entwickelte Ella sich zum Ende hin zu einem leidenschaftlichen Freigeist. Obwohl es oft schwer war, sie zu mögen, hat auch sie einen schönen, starken inneren Kern. Auch wenn viele ihrer Charakterzüge an den Nerven reizen. Ihre Anhänglichkeit, ihr zwanghafter Wunsch nach Kindern, ihre Suche nach Abenteuern, ihre Eifersucht und ihre hinterlistige Art. Manchmal kam sie mir vor wie ein bockiges Kind, das nicht ihr gewünschtes Spielzeug bekam und dann plötzlich setzt sie sich ein, macht sich stark, beginnt zu leben. Aus dem Schönen aber biestigen Schwan wird ein freier Schmetterling, der durch die Käfigstäbe entwischt. Ehe man sich versieht, hat sich Ella ins Herz gebrannt und man vergießt Krokodilstränen für sie. Die Princess of Wales ist eine reine Achterbahn der Gefühle, ein ganz verwirrendes, klobiges aber interessantes Kapitel und trägt ihren Teil dazu bei, die Dark-Reihe zu dem zu machen, was sie heute ist. Ein unglaublich berührendes Abenteuer.

Abschlussrezension der Dark-Reihe Band 1 bis 7

Die Reise ist zu ende, die letzten Worte gelesen mit einem Ende, das berührt. Unsere Protagonisten Alec, Davies und Florence haben uns mit auf ein Abenteuer genommen, das meinetwegen hätte nie enden können. Ja ich habe geschwärmt, ich schwärme immer noch und will die Reihe einfach nicht loslassen. 7 Bänder, 200 Intrigen, 1.000 Glückmomente und 2.000 markierte Stellen später blicke ich Wehmütig dem Ende entgegen. Für jemanden wie mich, der im Normalfall nach spätestens vier Bändern (Harry Potter natürlich ausgenommen) das Interesse verliert, ist der Wunsch nach „mehr“ wohl das größte Kompliment, das ich machen kann. Unser Chaos-Trio hat eine unglaubliche Entwicklung durchgemacht, sind sich selbst aber stets treu geblieben und sind mir wie drei gute Freunde geblieben.

Es gab nicht einen Moment der Langeweile, es gab nicht einen Moment von Desinteresse. Alle Schlüsselmomente verbanden sich zu einem riesigen schillernden Mosaik. Ein Netz aus Farben, Verbindungen, Gefühlen wurde gesponnen und schloss sich zum Ende hin wie ein Kreislauf, das ist wohl die literarische Meisterleistung, die ich der lieben Jane zuschreibe. Über sieben Bänder Pläne, Intrigen, Verbindungen, Abkommen, Vergangenheiten und Zusammenhänge zu spinnen ohne ein heilloses Durcheinander entstehen zu lassen, ist eine Leistung, die selbst den größten Autoren der Welt nur selten gelingt. Die Handlung ergab immer Sinn, durchweg war Spannung vorhanden und es gab konstant dieses süße Gefühl der Verbundenheit. Und genau aus diesem Grund blicke ich dem Ende mit einem lachendem aber auch einem weinenden Auge hinterher und wüsche unseren Helden eine strahlende Zukunft.

Noch ein paar Anmerkungen um dieser schnulzigen Rezension mehr pepp zu verleihen:

Kassierst du für diese Lobeshymne was?

Nein ich wurde nicht bezahlt dafür, diese verdammte Schwärmerei kommt halt irgendwie aus meinem Inneren und ich kann wirklich nichts dafür (auch Steine haben Gefühle!). Mal im Ernst, ich habe Dark Prince durch Zufall entdeckt und vergöttere es, weil ich mich glaub ich in Alec verknallt hab oder in Davies? Oder vielleicht sogar in Florence, wer weiß das so genau? xD. Meint ihr Alec hat noch Platz im Palast? (Mein Mann denkt ich meine das nicht so, doch der wird noch gucken, wenn ich mit Sack und Pack die Biege mache, weil irgendwer den sagenumwogenen Dark Prince irgendwo gesichtet hat, muahahah).

War das dein letztes Wort zu der Dark-Reihe?

Bestimmt nicht, denn ich überlege grad ernsthaft den ersten Teil zu rereaden (wie gesagt ich klammere ein wenig). Aber es ist halt wirklich so, so, so gut.

Schreibst du eigentlich immer so viel Zeug über eine Reihe?

Jaein. Ich verfasse grundsätzlich bei Büchern, die aus mehreren zusammenhängenden Teilen bestehen nur eine einzige Rezension über den ersten Band, weil alles andere in meinen Augen die Spannung nimmt. Bei Büchern, die zwar zu einer Reihe gehören, aber sich um völlig andere Protagonisten, oder wie es grad so beliebt ist, sich plötzlich um Nebencharaktere aus dem ersten Band, drehen, kann es schon gut sein, dass ich für jeden Band eine Rezension schreibe, was ich aber selten tue (Ausnahmen bestätigen die Regel) und auch nur bei wirklich guten Büchern.

Warum dann diese zweite Rezension zur Dark-Reihe?

Weil diese Reihe irgendwie meinen Kopf verdreht hat, weil sie eine Geschichte erzählt, die ich mit meiner ersten Rezension nicht vollumfänglich wiedergeben konnte. Nike und Ella waren sehr wichtige Charaktere für diese Reihe. Sie haben viel dazu beigetragen und sind mir als Nebencharaktere wahnsinnig ans Herz gewachsen. Ich wollte sie damit hervorheben. Natürlich gab es weitere Charaktere, die mir wichtig wurden, doch da es mit den Skandal-Royals noch nicht zu Ende ist (weitere Infos findet ihr bei der lieben J. S. Wonda) habe ich mich für diese beiden Charaktere entschieden.

Du postest immer wieder die Kapitelüberschriften auf Instagram, warum?

Weil sie verdammt nochmal genial, lustig, kreativ und außergewöhnlich sind. Die liebe Jane hat sich da was Tolles einfallen lassen und ich kenne kein Buch, das so etwas Cooles hat. Es macht wahnsinnig spaß diese „Märchen“-Sätze zu lesen und ich musste mega oft schmunzeln.

Letzte Frage: Alec oder Davies?

Die Frage des Tages. Ich habe keinen blassen Schimmer, wen von beiden ich schärfer finde. Sie haben beide ihre Arten und beide verdrehen einem den Kopf. So oder so kenn ich glaub keine Frau, die einen der beiden von der Bettkante stoßen würde aber, Davies bedeutet Verbundenheit, Schutz, Zugehörigkeit und Wärme, Alec jedoch hat für mich die Bedeutung von Liebe, Wahnsinn, Aufopferung aber auch unendlicher Zuneigung. Lange Rede kurzer Sinn: Ich würde mich immer für Liebe entscheiden.

Allgemein, Blogbeiträge, insta

Rezension zu „Dark Prince“ von J. S. Wonda

Klappentext

»Ich werde dir eine Geschichte erzählen. Sie beginnt mit einem Geheimnis, das England bis ins Königshaus erschüttern könnte, und endet mit einem noch viel größeren. Du denkst, ich sei nichts weiter als ein Gangster, der mit Drogen und Kartellen spielt. Und dabei gewinnt. Du denkst, ich besäße nur meinen Club und ein paar Leute, die mir gehorchen. Du glaubst, meine Kontakte reichten nicht um die Welt, und du glaubst, mein Blut sei so rot wie deines. Aber du täuschst dich. Du hast keine Ahnung, wen du wirklich vor dir hast.«

Blaues Blut und schwarze Abgründe – Die neue royale Dark Romance Reihe von Bestsellerautorin J. S. Wonda!

London. Heute. Abseits vom Piccadilly Circus.
Florence hat immer für eine bessere Zukunft gekämpft und nichts getan, das diese gefährden könnte. Doch als ihr jüngerer Bruder in die Drogenszene gerät, sieht sie sich gezwungen, ihn mit allen Mitteln daraus zu befreien. Dabei trifft sie auf einen gefährlichen Unbekannten, der den gesamten Londoner Schwarzmarkt beherrscht. Er ist jung – und verdammt gutaussehend – und passt so gar nicht in die düstere Welt der Vorstädte rund um London, in der sie aufgewachsen ist.
Was ist sein Geheimnis? Welche Rolle spielt sein treuer Freund Davies? Und was geschieht, wenn sie der dunklen Anziehungskraft des Dark Prince‘ verfällt und dabei in einen Strudel aus Gefahr und Lust gerät? Wird sie ihrem Bruder helfen können?

Protagonistin Florence

Florence ist stark, kämpferisch und springt für ihre Liebsten in die Bresche wie ich es selten gesehen habe. Sie hat es geschafft in einer Welt voll Dunkelheit zu strahlen und ihr loses Mundwerk und ihr Kampfwille verzauberten mich von der ersten Minute an. Wie eine waschechte Königin streift sie durch die Unterschicht und der Dreck, der sie umgibt, färbt nicht auf sie ab. Jedes Mal, wenn sie einen Rückschlag einstecken muss, kommt sie ein Stückchen stärker hervor. Für ein Mädchen, dem nichts im Leben geschenkt wurde, hat sie einen ausgeprägten Überlebenswillen. Sie scheut sich nicht davor, alles zu tun um sich und ihren Bruder zu beschützten, dabei landet sie immer wieder wie eine Katze auf ihren Pfoten. Florence hat sieben Leben, immer wieder schafft sie es sich durch die Gewalt und den Schmerz, der sie umgibt, zu kämpfen. Ich persönlich habe eine Schwäche für starke Protagonistinnen, weshalb Florence mich sehr berührt. Sie ist taff, kann einstecken, kann aber auch weich sein. Was mir am meisten gefällt ist, dass sie das Leben nimmt wie es kommt. Immer wieder beweist sie, was für ein Anpassungstalent sie hat. Und zur Krönung nimmt sie kein Blatt vor den Mund. Feuer unterm Arsch, Mut im Herzen und doch mitfühlend. Florence ist nicht perfekt, lässt auch mal Schwäche zu, aber gibt nie auf.

Protagonist Dark Prince

Hach, was soll ich zu unserem Prinzen sagen? Ein Mann aus zwei Welten, ein Spieler, ein Täuscher, ein Herzensbrecher. Ich liebe und ich hasse ihn. Auf der einen Seite ist da dieser Wille die Welt zu verändern. Bewundernswert, süß, tapfer, unbeschönigt. Das Wohl vieler wiegt schwerer als das Wohl eines einzelnen. Tief in mir klingt dieser Satz noch nach. Genau diese Einstellung ist es, die ihn zu einem Prinzen macht und andererseits ist es diese Einstellung, die ihn mich manchmal hassen lässt. In der einen Sekunde ist er gnadenlos, stark, fies und wild und dann, als würde man den Blick hinter einen Vorhang wagen, blitzt dieser Junge auf, der das System hasst, in das er geboren wurde. Der Junge, der Wut im Herzen neben Trauer und Frust eingebrannt hat als seien sie Teile seiner Seele. Ja unser Prinz ist scharf, ja er ist verführerisch und doch ist es der schwermütige, sanfte Teil seiner Persönlichkeit, der ihn so schön macht. Man fühlt mit dem verkorksten Prinzen mit, spürt die Pflicht, die auf seinen Schultern lastet. Der Dark Prince schlägt ein wie eine Bombe. Überrollt einen mit seinem Wesen, seinem Charakter, seinem Charme und seiner Intelligenz. Wer kann da wiederstehen? Ich kann es nicht! Unser Dark Prince ist vollkommen unvollkommen. Verwegen, stark, gefühlvoll und sexy. Ich würd mal sagen, pfeif auf Prince Charming, ich setz seit neuestem auf Schwarz.

Protagonist Davies

Unser Davies, unser Killer, unser Rächer, unser … ok ok zurück zum Thema :D. Ich liebe ihn, nein ich vergöttere ihn. Auch wenn ich zum Team D.P. gehöre, ist Davies einfach.. einfach Davies. Witzig, scharf, mit einem Hang zur Gewalt. Seine bedingungslose Loyalität, seine tiefe Bindung zum Prinzen und seine Selbstakzeptanz machen ihn unglaublich faszinierend. Er weiß wie er ist, er weiß was er tut und er liegt deshalb kein Stück im Argen mit sich selbst. Dieses Selbstbewusstsein ist es, das ihn unverschämt attraktiv wirken lässt. Er ist kaputt, er weiß das und es kümmert ihn nicht. Und doch hat auch er seine schwachen Momente, seine Fehler, seine eigene Dominanz. Davies setzt Prioritäten, er glaubt an das, was der Prinz erreichen will, glaubt mit tiefster Überzeugung an das war er erreich wird. Und weil er sich für seinen Rudelführer in den Kugelhagel stürzen würde, vergöttere ich ihn. Wenn man eine rechte Hand braucht, dann hat man mit Davies das große Los gezogen. Dass er nicht nur loyal, humorvoll, verspielt und sexy ist, sondern eine einzigartige Verbindung zum Prinzen hat, die so viel tiefer geht als nur geschäftliche Verbundenheit, macht ihn zum Herzensmensch für mich.

Story-Aufbau

Ja diese Story hat es in sich, manchmal schmerzhaft, manchmal gewaltig, aber sicher nicht langweilig. Die Geschichte eines Untergrundprinzen reißt einen mit sich und die Zeilen fliegen nur so dahin. Immer wenn man denkt, jetzt wird’s kitschig, kommt der nötige Pfeffer, immer wenn man denkt jetzt geht’s los, wird man weiter geködert. Eine Achterbahn der Gefühle, ein Rausch der Emotionen. Dark Prince ist dunkel, sexy, verführerisch und absolut nichts für kleine Mädchen. Das ist es was ich an diesem Buch so liebe, die Sprache der Gewalt, die Härte der Straße. Nichts ist beschönigt, nichts in Watte gepackt. Ungetrübte, rohe Leidenschaft geht Hand in Hand mit Zielen, Loyalität und ein bisschen Größenwahn. Dark Prince ist scharf, auf eine Art, die nicht jeder versteht, doch die berührt. Man lernt zwischen den Zeilen zu lesen, mehr zu sehen als nur gesagtes und plötzlich ergibt alles ein buntes Bild aus Begierde, Liebe und der Suche nach Glück.

Message an die Autorin

Liebe Jane, das war meine Lobeshymne an dich und deinen Prinzen. Du hast ein Werk geschaffen, das mit nichts zu vergleichen ist. Themen wurden aufgegriffen wo sich der eine oder andere pikiert wegducken würde. Ich bin jedoch der Meinung, die Welt braucht mehr Autorinnen wie dich. Autorinnen, die sich trauen an Themen zu rühren über die keiner spricht und das mit Würde und Stolz. Du ermöglichst es dem Leser auch die dunkle Seite der Leidenschaft zu sehen, dabei aber auch Licht zu finden. Ich bin hin und weg (falls man es nicht bemerkt hat) und freue mich schon auf den zweiten Teil.

Bewertung

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️