Rezension zu „Du bist mein Verlangen“ von Alexa Riley

Klappentext ♥️

Es war Begehren auf den ersten Blick. Fünf Jahre lang hat Miles sie aus der Ferne beobachtet, denn noch war ihre gemeinsame Zeit nicht gekommen. Heimlich hat er alles unternommen, um ihre Wünsche wahr werden zu lassen. Alles ist auf den perfekten Moment ausgerichtet – auf den Moment, in dem er in Mallorys Leben treten kann. Und doch verläuft ihre Begegnung nicht wie geplant, denn seine Gefühle lassen sich nicht länger unterdrücken. Was, wenn er Mallory für immer verliert?

Protagonistin Mallory ♥️

Mallory ist strebsam und ehrgeizig. Sie geht nicht auf Partys, vergnügt sich nicht mit Jungs und führt ansonsten ein völlig normales Leben. Ich mochte von Anfang an ihre offene und liebenswürdige Art. Auch mit dem Willen sich und der Welt ihr Können zu beweisen, konnte ich mich richtig gut identifizieren. Sie schien mir doch so normal, dass ich gedacht habe sie würde nach Miles obsessiven Enthüllungen kreischend davonrennen. Doch das hat sie nicht. Im Laufe der Geschichte verwandelte sich die Beziehung von Mallory und Miles in ein verworrenes düsteres Verlangen. Fast schon besessen voneinander und völlig irrational. Was ich etwas untypisch für die normal aufgewachsene, völlig klardenkende, intelligente Mallory fand. Was ich irgendwie nicht tragisch fand, war der Versuch trotz Miles Besessenheit und Kontrollzwang mit ihm eine Beziehung zu führen, denn wenn wir mal ehrlich sind, wünschen sich doch einige von uns so umsorgt zu werden wie Mallory von Miles umsorgt wurde. Ich mag es, wenn Autoren nah an der Realität bleiben und entgegen der meisten Behauptungen, dass es absurd sei nach so einem Stalking-Akt beim Täter zu bleiben, würde ich gerne mal die Hände sehen, die einen gutaussehenden Milliardären mit einem ausgeprägten Beschützerinstinkt ablehnen würden, nur weil es die Feministin in ihnen beleidigt. Mallory hat in mir zwiegespaltene Gefühle geweckt und wirkte auf mich teilweise wie zwei unterschiedliche Personen. Getrennt kann man sie gut einordnen nur zusammen wird es etwas merkwürdig.

Protagonist Miles ♥️

Miles ist reich, gutaussehend, mächtig und völlig besessen von Mallory. Man weiß nicht ob man an manchen Stellen des Buches nicht doch die weiße Hab-Mich-Lieb-Jacke auspacken soll denn so einiges an ihm ist gruselig. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto tiefer kann man einen Einblick in seine Psyche werfen und zurück bleibt ein einfaches, rohes Verlangen zu beschützen. In diesem Fall richtet sich dieses Verlangen auf Mallory. Miles Denkweise ist pragmatisch. Gibt es ein Problem, schafft er es aus dem Weg. Nur Mallory kann wirklich zu ihm durchdringen, was ihn mir gleich auf Anhieb sympathischer macht. Da kann ich auch über den ein oder anderen Kontrollzwang hinwegsehen. Auch seine Art, am Ball zu bleiben, nicht aufzugeben und um Mallory zu kämpfen finde ich süß, ein bisschen zu viel des Guten aber dennoch süß. Alles in Allem hat Miles zwar mein Herz nicht im Sturm erobert aber als Romanfigur und als nichtexistierender Mann finde ich ihn gar nicht mal so gruselig.

Story-Aufbau ♥️

Die Story beginnt mal auf eine ganz andere Weise was ich erfrischend finde, kein Klischeehaftes aneinander herantasten. Nein im Gegenteil, Miles hat sein Herz längst verloren und Mallory muss es noch verlieren, was eine ganz neue Konstellation ist. Trotz Miles Besessenheit von Mallory macht es wirklich Spaß zu sehen wie der erste direkte Kontakt zwischen den beiden aufgebaut wird und auch nach verräterischen Hinweise von Miles Seite Ausschau zu halten. Immer wieder dachte ich, oh nein jetzt hat er sich verraten. Und dann hat er doch noch eine logische Erklärung aus dem Hut gezaubert. Wenn man über die paar völlig irrationalen Handlungen der Beiden hinwegschaut macht es eigentlich richtig Spaß zu lesen und an prickelnden Stellen mangelt es auch nicht. Man muss sich halt immer vor Augen halten, dass Miles kein ekliger armer Schlucker ist sondern aussieht wie ein Model und dazu noch Milliardär. Dann sieht man die Geschichte als Lovestory und nicht als Folge von Law & Order.

Bewertung ♥️

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ 

Message an die Autorin ♥️

Liebe Alexa du hast all die schmutzigen Fantasien zusammengepackt und sprichst damit die rohen Gefühle eines Menschen an. Der Drang zu beschützen, zu kontrollieren, die verworrenen irrationalen Gefühle der Liebe. Manche rümpfen vielleicht die Nase darüber doch ich bin Feministin genug um zuzugeben, dass einige von Miles dunkeln Begierden keinesfalls so abstoßend auf mich gewirkt haben, wie es mir die Gesellschaft eintrichtern möchte. Also mach genau so weiter, die Welt braucht mehr Autoren die an den verklemmten Gitterstäben der Gesellschaft rütteln.

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