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Rezension zu „Hurt me Gently“ von Katie Weber

Klappentext

Dank ihr bekommt mein Leben wieder einen Sinn
Grayson Lockwood hat alles, was er sich nur wünschen kann und gleichzeitig nichts, was von Bedeutung ist. Der junge Alleinerbe eines Milliardenkonzerns bekommt nie genug und nur Drogen scheinen sein Verlangen nach Mehr und den bitteren Schmerz in seinem Inneren für einen kurzen Moment zu stillen. Bis er eines Nachts bei einem seiner Abstürze Eden begegnet, die ihn unerwartet vor dem Fall bewahrt und Grays Interesse weckt. Denn das scheinbar traumatisierte Mädchen mit den geheimnisvollen Augen, die ihn an den Atlantik erinnern, spricht nicht – ganz egal, was er versucht. Und das will der rastlose Junggeselle unbedingt ändern. Denn Gray ahnt vom ersten Moment an, Eden könnte genau das Abenteuer sein, auf das er sein Leben lang gewartet hat.

Dank ihm schaffe ich es endlich zu verzeihen
Eden Larson hat alles verloren. Seit eines traumatischen Erlebnisses lebt die junge Frau auf eigenen Wunsch zurückgezogen in einer psychiatrischen Einrichtung. Denn das, was sie gesehen hat, scheint unvergesslich und grausam. Seit diesem tragischen Tag, der ihr Leben für immer veränderte, schweigt sie. Nicht einmal mit ihrem Therapeuten hat sie je ein Wort gesprochen. Doch dann platzt plötzlich Gray in ihr Leben und wirkt genauso zerstört und kaputt, wie sich Eden fühlt. Sie weiß, sie sollte sich schleunigst von ihm und seinen bösartigen Launen fernhalten, schafft es aber nicht, ihn mit seinem Schmerz und dem Drogenproblem alleinzulassen. Unerträgliche Schuld nagt an ihr und sie beschließt, diesmal alles richtig zu machen und Gray vor sich selbst zu retten.

Protagonistin Eden

Wenn jemand mein Herz berührt, dann ist es Eden. Ich kann kaum in Worte fassen, was diese tapfere junge Frau für mich darstellt. Sie ist mutig, schlau, wundervoll und stark genug um auch mal schwach zu sein. Eden hat so viele unterschiedliche Facetten. Auf der einen Seite ist da dieses gebrochene Mädchen, das sich vor dem Schmerz der Welt fürchtet, sich einigelt und einfach versucht zu überleben. Stumm wie ein Fisch aber mit unglaublichem Mitgefühl und Lebenswillen. Denn Eden hat ihre ganz eigenen Probleme, Berge, die es zu erklimmen gilt und mit Gray an ihrer Seite stellt sie sich den Dämonen ihrer Vergangenheit. Wie Dornröschen aus dem Winterschlaf erwacht, bricht Eden aus ihrem eigens gewählten Gefängnis der Stille aus. Sie blüht auf, lässt die Welt in neuem Licht erstrahlen. Und plötzlich steht diese kecke junge Frau vor einem. Die weiß was sie will, sich akzeptiert wie sie ist und nicht nur überleben will, sondern leben. Verspielt, lustig und charmant. All diese Eigenschaften machen Eden zu einer Protagonistin, die unter die Haut geht. Nicht nur, dass man jeden Schritt, den man mit ihr geht, tief in seinem Herzen fühlt, jeder ihrer Erfolge beflügelt einen beim Lesen auch noch.

Protagonist Gray

Gray gibt uns eine ganz neue Sicht auf sich. Hat man im ersten Teil der Wrecked-Reihe gedacht, er sei ein lebensfroher, wenn auch drogenabhängiger Luftkopf aus reichem Hause, entpuppt er sich nun als starker aber verletzter jungen Mann, der eigentlich nur die Einsamkeit nicht ertragen kann. Obwohl Gray immer wieder mit seiner Sucht zu kämpfen hat, versucht er allem Stand zu halten. Es ist unglaublich bewundernswert wie er sein Ziel, endlich Clean zu werden, verfolgt und das nur um Eden einen Platz in seinem Leben zu verschaffen. Seine Entwicklung im Laufe der Geschichte ist nicht minder beeindruckender als Edens, denn auch er lässt alten Ballast Schritt für Schritt los und akzeptiert, dass Drogen ihm nicht helfen werden. Dadurch wird der verlorene kleine Junge plötzlich zu einem Mann, der mehr im Leben sieht als einen Rausch. Zum Vorschein kommt ein führsorglicher, liebevoller, geduldiger Beschützer, der sich Problemen annimmt ohne Druck oder Forderungen. Seine Art, Eden aus ihrer Stille zu holen, berührte mich tief und nicht nur einmal trieb mir seine liebevolle Art Tränen in die Augen. Gray hat mich einfach emotional völlig umgehauen und mein Herz im Sturm erobert.

Story-Aufbau

Hurt me Gently nimmt uns mit auf eine Reise in der Verlust, Trauer, Einsamkeit und Angst eine große Rolle spielen. Umso wundervoller fühlt es sich an, wenn all diese Gefühle einem noch mächtigerem Gefühl weichen, Hoffnung. Gray und Eden sähen Hoffnung und Vertrauen in die Macht des Willens. Sie beweisen uns: Das Leben ist nicht immer leicht, man kann nicht immer perfekt funktionieren, doch es ist nie zu spät für Veränderungen. Sowohl Gray als auch Eden tragen schwere Lasten auf ihren Schultern, Schatten der Vergangenheit, die sie nicht loslassen wollen und Stück für Stücke nehmen sie es mit diesen Schatten auf. Die Verbindung der beiden, die zu Beginn nur daraus besteht, dass eine leidende Seele eine andere leidende Seele erkennt, verwurzelt sich in einem und berührt auf eine Art, die Gänsehaut beschert. Hurt me Gently ist jedoch keineswegs ein Drama, nein, es wartet mit Witz, Sexappeal, Charme und erfrischender Ehrlichkeit auf. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch durchgelesen.

Message an die Autorin

Liebe Katie, was soll ich sagen, du weißt ich bin schon völlig verliebt in Love me Lordly gewesen aber mit Hurt me Gently hast du meine Welt auf den Kopf gestellt. Du hast so berührende Themen angesprochen, so vielschichtige Charaktere erschaffen, dass ich aus dem Staunen nicht mehr herauskomme. Ich bin verliebt, in Gray, in Eden, einfach in das ganze Buch. Mit deinen Büchern gibst du den Menschen, gibst du mir, einen Ort, an dem man sich wiederfindet, neue Seiten entdeckt und über Dinge nachdenkt, deren man sich gar nicht bewusst war. Ich kann nur hoffen, dass du niemals aufhörst zu schreiben, denn mit deinen Büchern machst du diese Welt ein ganzes Stück besser.

Bewertung

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Anmerkungen

Ich durfte Hurt me Gently als Testleserin vorablesen, was natürlich, wie immer, keinen Einfluss auf meine Bewertung hatte denn, wer meinen Blog kennt, weiß einfach, dass Katie mich , vorablesen oder nicht, immer mit ihren Büchern begeistert weil sie einfach voll meinen Nerv treffen.

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Rezension zu „Bad Prince“ von Jane S. Wonda

Klappentext

Reich, privilegiert, gutaussehend und gelangweilt. Der britische Prinz Chester vertreibt sich seine freie Zeit mit ausschweifenden Partys, illegalen Autorennen und wechselt die berühmten Schönheiten an seiner Seite wie Maßanzüge. Er und Prinzessin Rosaline wissen, wie sie sich abseits der royalen Etikette und der Adleraugen der Queen amüsieren können. Doch dann verändert ein schicksalhaftes Ereignis alles und die Royals sind gezwungen, ihr ruchloses Leben aufzugeben – bis ihre adelige Cousine Violet in ihr Leben platzt und dieses auf den Kopf stellt. Wer ist sie wirklich? Sind ihre Geheimnisse gefährlicher, als es den Anschein erweckt? Oder ist alles nur ein Spiel?

Protagonistin „Violet“

Eines muss man ihr lassen, mit meisterhaftem Mut nimmt sie das Chaos, in das sie gestürzt ist an. „Violet“ verzaubert mich vor allem mit ihrer bodenständigen und akzeptierenden Art. Das Leben hat nur Nieten für sie über und doch kämpft sie für eine sichere Zukunft. Aufgeben? Kommt nicht in Frage. Während der ganzen Story war sie menschlich und charakterlich völlig einnehmend. Eine „Bürgerliche“ im Haifischbecken. Damit sammelt sie bei mir nicht nur Sympathie-Punkte, sondern berührt mein Herz. „Violet“ ist der Inbegriff der Tapferkeit. Wie Alice im Wunderland ist sie in einem Kaninchenbau gelandet wo keiner so recht weiß wie die Regeln lauten. Ein Balanceakt zwischen königlicher Etikette und tyrannisierender Royals macht sie das Beste aus ihrer Situation und verliert dabei nie ihr Ziel aus den Augen. Endlich frei sein. Das Leben verläuft nicht nach Plan, keiner weiß das so gut wie „Violet“ doch obwohl sie mehr als nur einmal vom Drahtseil geschubst wird, hangelt sie sich doch mit ihrer offenen und knuffigen Art ins Herz des einen oder anderen Royals.

Protagonist Chester

Chester ist in der Welt der Maskeraden aufgewachsen. Gerade deshalb hat er es sich wohl zum Ziel gemacht den Menschen, die seinen Weg kreuzen, genau diese Maske zu entreißen. Doch was für ihn zu Beginn ein Spiel war, entwickelte sich im Laufe der Zeit zu mehr und plötzlich steht da dieser junge Mann, der so viel mehr sieht als man denkt. Chester berührt mit seiner Weltansicht und seiner Abgeklärtheit. Seine Vergangenheit hat ihn geprägt und sein Wunsch die Menschen, die ihm Nahe sind, zu beschützen verleiht ihm einen Hauch von Held. Niemals die Kontrolle verlieren, niemals sich gehen lassen und immer schön den Schein wahren. Chester wirkt oft wie ein Phantom dessen Ziel es ist zu beschützen und dabei nie eine unsichtbare Linie zu übertreten. Gerechtigkeit ist ein Märchen, das lernte er auf die harte Tour. Sich durchs Leben zu schlängeln, Schaden zu begrenzen und zu beschützten. Dabei den Minen auszuweichen, und aus eigener Kraft etwas verändern. Auch wenn noch viele Rätsel um ihn in der Luft schweben gibt es eine Sache, der man sich sicher sein kann, Chester Walford hat das Herz am rechten Fleck und berührt mit seiner Treue und Loyalität.

Story-Aufbau

Eine Achterbahn der Gefühle, ein Netz aus Intrigen und Gefahr. Jane S. Wonda hat wieder gezaubert und Bad Prince fährt unter die Haut. Ein Tanz zwischen Hof und Hass, ein Gefühl zwischen Liebe und Laster. Zwei Menschen, die man nicht gefragt hat, zwei Seelen, die ihre Rolle zu spielen haben. Auf der Suche nach Wahrheit begleiten wir Chester & „Violet“ in den Kaninchenbau wo Könige herrschen und Schatten Köpfe rollen sehen wollen. Bad Prince ist der grandiose Auftakt einer Geschichte, die kein Märchen ist aber Licht ins dunkle Haus der Royals bringen wird.

Message an die Autorin

Liebe Jane was du schreibst ist Magie in einer Welt, in der man sie benötigt. Mit Bad Prince führst du uns an den englischen Hof und nach Bad Prince folge ich dir überall hin. In einer Zeit, in der die Leser nach Dominanz schreien hast du einen Charakter erschaffen, der so tief geht, dass kein flacher One-Hit-Wonderman da mithalten kann. Mit deinem neuen Werk rüttelst du an etwas das viele vergessen haben, dass jeder die Welt ein kleines Stückchen besser machen kann. Natürlich lässt du uns mit einem Haufen von Fragen zurück und ich freue mich schon darauf im nächsten Band nach Antworten zu suchen.

Bewertung 

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

An meine Blog-Leser

ja ich war Testleser in Bad Prince. Nein deshalb blogge ich nicht die ganze Zeit über BP, ich tue es aus einem schlichten und einfachen Grund. Ich LIEBE dieses Buch so wie ich Dark Prince LIEBE. Und wenn ich etwas liebe, dann unterstütze ich es. Ob ich Stunde um Stunde darüber rede, tagelang nach passenden Bilder für Schnipsel suche oder Stellen zitiere, die mir Gänsehaut bescheren. Nichts von all dem habe ich auf Bitten der Autorin gemacht, naja bis auf das Testlesen. Also was heißt das? Mein Lob gibt’s gratis zu jedem Mc-Menü ;D

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Abschlussrezension und Charakteranalyse Nike und Ella aus der Dark-Reihe von J. S. Wonda

Nike

Als Bruder von Florence war Nike zu Beginn der Reihe sehr undurchsichtig doch mit jedem Kapitel, nistet er sich mehr in mein Herz ein. Eines steht von Anfang an fest, Nike will eigentlich nur das richtige tun. Er versucht die Menschen, die ihm wichtig sind, schon mit seinen jungen Jahren, zu beschützen. Auch wenn er dafür einen eher unkonventionellen Weg gehen muss, hat er doch sein Herz am rechten Fleck. Für seine Schwester würde er durchs Feuer gehen. Er hat Mut, Stolz aber auch einen gesunden Selbsterhaltungstrieb.  Nike steht für das woran er glaubt ein, auch wenn jeder ihm versucht das Gegenteil zu erklären. Dieser sture Kopf ist sowohl auf sein Alter zurückzuführen als auch auf seinen scharfen Verstand. Er verkörpert Intelligenz auf eine Art, die man nicht in Schulen lernt. Ein ausgeprägter Spürsinn und ein bisschen Hochmut gepaart mit dem Willen sich zu beweisen. Nike ist ein Chaot durch und durch, genau das ist es, was ihn so unglaublich liebenswert macht. Immer wieder versucht er Masken zu tragen, die nicht recht passen wollen, Charakterzüge zu vermitteln die er nicht hat. Nike ist durch und durch ein Teenager mit allen Verwirrungen, Problemen, Sturheiten und Hormonkämpfen mit denen Teenager grundsätzlich gebeutelt sind.

Prinzessin Eloise „Ella“

Eine Rose gezüchtet in einem Glas, getrieben zur Perfektion, abgeschottet von Nähe. War sie zu Beginn kalt und unnahbar, entwickelte Ella sich zum Ende hin zu einem leidenschaftlichen Freigeist. Obwohl es oft schwer war, sie zu mögen, hat auch sie einen schönen, starken inneren Kern. Auch wenn viele ihrer Charakterzüge an den Nerven reizen. Ihre Anhänglichkeit, ihr zwanghafter Wunsch nach Kindern, ihre Suche nach Abenteuern, ihre Eifersucht und ihre hinterlistige Art. Manchmal kam sie mir vor wie ein bockiges Kind, das nicht ihr gewünschtes Spielzeug bekam und dann plötzlich setzt sie sich ein, macht sich stark, beginnt zu leben. Aus dem Schönen aber biestigen Schwan wird ein freier Schmetterling, der durch die Käfigstäbe entwischt. Ehe man sich versieht, hat sich Ella ins Herz gebrannt und man vergießt Krokodilstränen für sie. Die Princess of Wales ist eine reine Achterbahn der Gefühle, ein ganz verwirrendes, klobiges aber interessantes Kapitel und trägt ihren Teil dazu bei, die Dark-Reihe zu dem zu machen, was sie heute ist. Ein unglaublich berührendes Abenteuer.

Abschlussrezension der Dark-Reihe Band 1 bis 7

Die Reise ist zu ende, die letzten Worte gelesen mit einem Ende, das berührt. Unsere Protagonisten Alec, Davies und Florence haben uns mit auf ein Abenteuer genommen, das meinetwegen hätte nie enden können. Ja ich habe geschwärmt, ich schwärme immer noch und will die Reihe einfach nicht loslassen. 7 Bänder, 200 Intrigen, 1.000 Glückmomente und 2.000 markierte Stellen später blicke ich Wehmütig dem Ende entgegen. Für jemanden wie mich, der im Normalfall nach spätestens vier Bändern (Harry Potter natürlich ausgenommen) das Interesse verliert, ist der Wunsch nach „mehr“ wohl das größte Kompliment, das ich machen kann. Unser Chaos-Trio hat eine unglaubliche Entwicklung durchgemacht, sind sich selbst aber stets treu geblieben und sind mir wie drei gute Freunde geblieben.

Es gab nicht einen Moment der Langeweile, es gab nicht einen Moment von Desinteresse. Alle Schlüsselmomente verbanden sich zu einem riesigen schillernden Mosaik. Ein Netz aus Farben, Verbindungen, Gefühlen wurde gesponnen und schloss sich zum Ende hin wie ein Kreislauf, das ist wohl die literarische Meisterleistung, die ich der lieben Jane zuschreibe. Über sieben Bänder Pläne, Intrigen, Verbindungen, Abkommen, Vergangenheiten und Zusammenhänge zu spinnen ohne ein heilloses Durcheinander entstehen zu lassen, ist eine Leistung, die selbst den größten Autoren der Welt nur selten gelingt. Die Handlung ergab immer Sinn, durchweg war Spannung vorhanden und es gab konstant dieses süße Gefühl der Verbundenheit. Und genau aus diesem Grund blicke ich dem Ende mit einem lachendem aber auch einem weinenden Auge hinterher und wüsche unseren Helden eine strahlende Zukunft.

Noch ein paar Anmerkungen um dieser schnulzigen Rezension mehr pepp zu verleihen:

Kassierst du für diese Lobeshymne was?

Nein ich wurde nicht bezahlt dafür, diese verdammte Schwärmerei kommt halt irgendwie aus meinem Inneren und ich kann wirklich nichts dafür (auch Steine haben Gefühle!). Mal im Ernst, ich habe Dark Prince durch Zufall entdeckt und vergöttere es, weil ich mich glaub ich in Alec verknallt hab oder in Davies? Oder vielleicht sogar in Florence, wer weiß das so genau? xD. Meint ihr Alec hat noch Platz im Palast? (Mein Mann denkt ich meine das nicht so, doch der wird noch gucken, wenn ich mit Sack und Pack die Biege mache, weil irgendwer den sagenumwogenen Dark Prince irgendwo gesichtet hat, muahahah).

War das dein letztes Wort zu der Dark-Reihe?

Bestimmt nicht, denn ich überlege grad ernsthaft den ersten Teil zu rereaden (wie gesagt ich klammere ein wenig). Aber es ist halt wirklich so, so, so gut.

Schreibst du eigentlich immer so viel Zeug über eine Reihe?

Jaein. Ich verfasse grundsätzlich bei Büchern, die aus mehreren zusammenhängenden Teilen bestehen nur eine einzige Rezension über den ersten Band, weil alles andere in meinen Augen die Spannung nimmt. Bei Büchern, die zwar zu einer Reihe gehören, aber sich um völlig andere Protagonisten, oder wie es grad so beliebt ist, sich plötzlich um Nebencharaktere aus dem ersten Band, drehen, kann es schon gut sein, dass ich für jeden Band eine Rezension schreibe, was ich aber selten tue (Ausnahmen bestätigen die Regel) und auch nur bei wirklich guten Büchern.

Warum dann diese zweite Rezension zur Dark-Reihe?

Weil diese Reihe irgendwie meinen Kopf verdreht hat, weil sie eine Geschichte erzählt, die ich mit meiner ersten Rezension nicht vollumfänglich wiedergeben konnte. Nike und Ella waren sehr wichtige Charaktere für diese Reihe. Sie haben viel dazu beigetragen und sind mir als Nebencharaktere wahnsinnig ans Herz gewachsen. Ich wollte sie damit hervorheben. Natürlich gab es weitere Charaktere, die mir wichtig wurden, doch da es mit den Skandal-Royals noch nicht zu Ende ist (weitere Infos findet ihr bei der lieben J. S. Wonda) habe ich mich für diese beiden Charaktere entschieden.

Du postest immer wieder die Kapitelüberschriften auf Instagram, warum?

Weil sie verdammt nochmal genial, lustig, kreativ und außergewöhnlich sind. Die liebe Jane hat sich da was Tolles einfallen lassen und ich kenne kein Buch, das so etwas Cooles hat. Es macht wahnsinnig spaß diese „Märchen“-Sätze zu lesen und ich musste mega oft schmunzeln.

Letzte Frage: Alec oder Davies?

Die Frage des Tages. Ich habe keinen blassen Schimmer, wen von beiden ich schärfer finde. Sie haben beide ihre Arten und beide verdrehen einem den Kopf. So oder so kenn ich glaub keine Frau, die einen der beiden von der Bettkante stoßen würde aber, Davies bedeutet Verbundenheit, Schutz, Zugehörigkeit und Wärme, Alec jedoch hat für mich die Bedeutung von Liebe, Wahnsinn, Aufopferung aber auch unendlicher Zuneigung. Lange Rede kurzer Sinn: Ich würde mich immer für Liebe entscheiden.

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Rezension zu „Pretend“ von Penny L. Chapman

Klappentext:

FARREN

Ich höre die falsche Musik und mache nur Ärger. Meine Mutter hasst mich, obwohl ich alles tue, um ihr zu gefallen. Sie hat mir ein Ultimatum gestellt. Entweder gehe ich für ein Jahr nach Miami, um bei einem Freund meiner Eltern Disziplin zu lernen, damit ich ihre Firma übernehmen darf, oder sie setzen mich vor die Tür. Es hätte so einfach werden können, doch dann traf ich ihn.
Er lebt das Leben, von dem ich immer geträumt habe. Wild, frei, respektiert.
Er macht seine eigenen Regeln. Sein Name ist …

KIERAN

Sie hört die richtige Musik, ist laut und unberechenbar. In ihren Augen sehe ich dasselbe Feuer wie bei mir. Sie könnte perfekt sein. Doch etwas stimmt nicht mit ihr. Sie spielt das brave Mädchen und verstellt sich. Es macht mich rasend, denn ich habe etwas gegen Heuchler.

Protagonistin Farren

Farren wurde gedrillt, unterdrückt und schwerwiegend misshandelt. Sowohl körperlich als auch seelisch merkt man ihr das an. Umso erstaunlicher ist es, dass sie irgendwo einen Teil von sich selbst bewahrt hat. Sie kann loslassen, frei sein, immer dann, wenn sie sich unbeobachtet fühlt. Ihr Wille sie selbst zu sein und das Bedürfnis nach Anerkennung wiegen gleich auf. Umso schöner ist es, dass sie im Laufe des Buches versteht, was es bedeutet zu leben. Farren macht eine unglaubliche Entwicklung durch, aus dem manipulierten, einsamen Mädchen wird eine selbstbewusste starke junge Frau und diese hat es in sich. Für sich selbst kämpfen, für sich einstehen und selbstbewusst durchs Leben gehen, all das lernt Farren und erobert damit das eine oder andere Herz, meines hat sie damit auf jeden Fall sicher. Farren lehrt uns: Stark sein ist nicht leicht, man muss dafür alles geben, alles riskieren, aber wenn man erst einmal gelernt hat, sich selbst zu schützen, dann kann einen nichts mehr aufhalten.

Protagonist Kieran

Du hast dein Schicksal selbst in der Hand, genau das ist es was Kieran beweist. Er hat seinem Leben eine neue Wendung geschenkt, durch den Verlust seiner Mutter bestärkt, durch seinen Vater geprägt, hat er alle Scheuklappen fallen lassen und begegnet dem Leben mit genau dem was er ist. Nach außen hin ist er der perfekt gedrillte Mustersohn, doch wenn er seinen Fuß aus der Firma setzt, wird er zum Untergrundbadboy. Er ist kalt, frei, wild und ungestüm. Moral ist etwas, das man uns eintrichtert, Kieran weiß das und das macht ihn unwiderstehlich. Besonders als er Farren trifft wird klar, er hat zwar den falschen Anstand losgelassen doch sein Herz hat er am rechten Fleck. Sein Mut, seine Entschlossenheit und sein Kampfwille berühren einen und seine offene und freche Art bringen einen zum Schmunzeln. Kieran ist Good boy und Bad Boy in einem und ich kann mit voller Überzeugung sagen, ich liebe beide Seiten an ihm.

Story-Aufbau

Eine Story mit Tiefe. Wir begleiten Farren auf ihrem Weg zu wahrer Stärke. Pretend wartet mit Sexappeal, Emotionen und Power auf. Zwischen Untergrundkämpfen und Anstandszwang kämpfen wir falsche Moral und heuchlerische Befangenheit nieder. Eine Geschichte über Freiheit, Selbstwertschätzung und Träume. Man wird nicht stark geboren, man muss sich dazu entscheiden und genau das ist es, was uns Pretend mit auf den Weg gibt. Die Seiten flogen nur so dahin, tiefe Emotionen, Zähneklappern und Seufzen inklusive.

Message an die Autorin

Liebe Penny, eine wundervolle Geschichte mit Schatten und Licht, mit Mut und Tränen. Deine Farren und dein Kieran haben mich sehr berührt und deine aufgegriffenen Themen gehen unter die Haut. Ich freue mich schon auf mehr von dir.

Bewertung 

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Allgemein, Blogbeiträge, insta

Rezension zu „Dark Prince“ von J. S. Wonda

Klappentext

»Ich werde dir eine Geschichte erzählen. Sie beginnt mit einem Geheimnis, das England bis ins Königshaus erschüttern könnte, und endet mit einem noch viel größeren. Du denkst, ich sei nichts weiter als ein Gangster, der mit Drogen und Kartellen spielt. Und dabei gewinnt. Du denkst, ich besäße nur meinen Club und ein paar Leute, die mir gehorchen. Du glaubst, meine Kontakte reichten nicht um die Welt, und du glaubst, mein Blut sei so rot wie deines. Aber du täuschst dich. Du hast keine Ahnung, wen du wirklich vor dir hast.«

Blaues Blut und schwarze Abgründe – Die neue royale Dark Romance Reihe von Bestsellerautorin J. S. Wonda!

London. Heute. Abseits vom Piccadilly Circus.
Florence hat immer für eine bessere Zukunft gekämpft und nichts getan, das diese gefährden könnte. Doch als ihr jüngerer Bruder in die Drogenszene gerät, sieht sie sich gezwungen, ihn mit allen Mitteln daraus zu befreien. Dabei trifft sie auf einen gefährlichen Unbekannten, der den gesamten Londoner Schwarzmarkt beherrscht. Er ist jung – und verdammt gutaussehend – und passt so gar nicht in die düstere Welt der Vorstädte rund um London, in der sie aufgewachsen ist.
Was ist sein Geheimnis? Welche Rolle spielt sein treuer Freund Davies? Und was geschieht, wenn sie der dunklen Anziehungskraft des Dark Prince‘ verfällt und dabei in einen Strudel aus Gefahr und Lust gerät? Wird sie ihrem Bruder helfen können?

Protagonistin Florence

Florence ist stark, kämpferisch und springt für ihre Liebsten in die Bresche wie ich es selten gesehen habe. Sie hat es geschafft in einer Welt voll Dunkelheit zu strahlen und ihr loses Mundwerk und ihr Kampfwille verzauberten mich von der ersten Minute an. Wie eine waschechte Königin streift sie durch die Unterschicht und der Dreck, der sie umgibt, färbt nicht auf sie ab. Jedes Mal, wenn sie einen Rückschlag einstecken muss, kommt sie ein Stückchen stärker hervor. Für ein Mädchen, dem nichts im Leben geschenkt wurde, hat sie einen ausgeprägten Überlebenswillen. Sie scheut sich nicht davor, alles zu tun um sich und ihren Bruder zu beschützten, dabei landet sie immer wieder wie eine Katze auf ihren Pfoten. Florence hat sieben Leben, immer wieder schafft sie es sich durch die Gewalt und den Schmerz, der sie umgibt, zu kämpfen. Ich persönlich habe eine Schwäche für starke Protagonistinnen, weshalb Florence mich sehr berührt. Sie ist taff, kann einstecken, kann aber auch weich sein. Was mir am meisten gefällt ist, dass sie das Leben nimmt wie es kommt. Immer wieder beweist sie, was für ein Anpassungstalent sie hat. Und zur Krönung nimmt sie kein Blatt vor den Mund. Feuer unterm Arsch, Mut im Herzen und doch mitfühlend. Florence ist nicht perfekt, lässt auch mal Schwäche zu, aber gibt nie auf.

Protagonist Dark Prince

Hach, was soll ich zu unserem Prinzen sagen? Ein Mann aus zwei Welten, ein Spieler, ein Täuscher, ein Herzensbrecher. Ich liebe und ich hasse ihn. Auf der einen Seite ist da dieser Wille die Welt zu verändern. Bewundernswert, süß, tapfer, unbeschönigt. Das Wohl vieler wiegt schwerer als das Wohl eines einzelnen. Tief in mir klingt dieser Satz noch nach. Genau diese Einstellung ist es, die ihn zu einem Prinzen macht und andererseits ist es diese Einstellung, die ihn mich manchmal hassen lässt. In der einen Sekunde ist er gnadenlos, stark, fies und wild und dann, als würde man den Blick hinter einen Vorhang wagen, blitzt dieser Junge auf, der das System hasst, in das er geboren wurde. Der Junge, der Wut im Herzen neben Trauer und Frust eingebrannt hat als seien sie Teile seiner Seele. Ja unser Prinz ist scharf, ja er ist verführerisch und doch ist es der schwermütige, sanfte Teil seiner Persönlichkeit, der ihn so schön macht. Man fühlt mit dem verkorksten Prinzen mit, spürt die Pflicht, die auf seinen Schultern lastet. Der Dark Prince schlägt ein wie eine Bombe. Überrollt einen mit seinem Wesen, seinem Charakter, seinem Charme und seiner Intelligenz. Wer kann da wiederstehen? Ich kann es nicht! Unser Dark Prince ist vollkommen unvollkommen. Verwegen, stark, gefühlvoll und sexy. Ich würd mal sagen, pfeif auf Prince Charming, ich setz seit neuestem auf Schwarz.

Protagonist Davies

Unser Davies, unser Killer, unser Rächer, unser … ok ok zurück zum Thema :D. Ich liebe ihn, nein ich vergöttere ihn. Auch wenn ich zum Team D.P. gehöre, ist Davies einfach.. einfach Davies. Witzig, scharf, mit einem Hang zur Gewalt. Seine bedingungslose Loyalität, seine tiefe Bindung zum Prinzen und seine Selbstakzeptanz machen ihn unglaublich faszinierend. Er weiß wie er ist, er weiß was er tut und er liegt deshalb kein Stück im Argen mit sich selbst. Dieses Selbstbewusstsein ist es, das ihn unverschämt attraktiv wirken lässt. Er ist kaputt, er weiß das und es kümmert ihn nicht. Und doch hat auch er seine schwachen Momente, seine Fehler, seine eigene Dominanz. Davies setzt Prioritäten, er glaubt an das, was der Prinz erreichen will, glaubt mit tiefster Überzeugung an das war er erreich wird. Und weil er sich für seinen Rudelführer in den Kugelhagel stürzen würde, vergöttere ich ihn. Wenn man eine rechte Hand braucht, dann hat man mit Davies das große Los gezogen. Dass er nicht nur loyal, humorvoll, verspielt und sexy ist, sondern eine einzigartige Verbindung zum Prinzen hat, die so viel tiefer geht als nur geschäftliche Verbundenheit, macht ihn zum Herzensmensch für mich.

Story-Aufbau

Ja diese Story hat es in sich, manchmal schmerzhaft, manchmal gewaltig, aber sicher nicht langweilig. Die Geschichte eines Untergrundprinzen reißt einen mit sich und die Zeilen fliegen nur so dahin. Immer wenn man denkt, jetzt wird’s kitschig, kommt der nötige Pfeffer, immer wenn man denkt jetzt geht’s los, wird man weiter geködert. Eine Achterbahn der Gefühle, ein Rausch der Emotionen. Dark Prince ist dunkel, sexy, verführerisch und absolut nichts für kleine Mädchen. Das ist es was ich an diesem Buch so liebe, die Sprache der Gewalt, die Härte der Straße. Nichts ist beschönigt, nichts in Watte gepackt. Ungetrübte, rohe Leidenschaft geht Hand in Hand mit Zielen, Loyalität und ein bisschen Größenwahn. Dark Prince ist scharf, auf eine Art, die nicht jeder versteht, doch die berührt. Man lernt zwischen den Zeilen zu lesen, mehr zu sehen als nur gesagtes und plötzlich ergibt alles ein buntes Bild aus Begierde, Liebe und der Suche nach Glück.

Message an die Autorin

Liebe Jane, das war meine Lobeshymne an dich und deinen Prinzen. Du hast ein Werk geschaffen, das mit nichts zu vergleichen ist. Themen wurden aufgegriffen wo sich der eine oder andere pikiert wegducken würde. Ich bin jedoch der Meinung, die Welt braucht mehr Autorinnen wie dich. Autorinnen, die sich trauen an Themen zu rühren über die keiner spricht und das mit Würde und Stolz. Du ermöglichst es dem Leser auch die dunkle Seite der Leidenschaft zu sehen, dabei aber auch Licht zu finden. Ich bin hin und weg (falls man es nicht bemerkt hat) und freue mich schon auf den zweiten Teil.

Bewertung

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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Rezension zu „Du bist mein Verlangen“ von Alexa Riley

Klappentext ♥️

Es war Begehren auf den ersten Blick. Fünf Jahre lang hat Miles sie aus der Ferne beobachtet, denn noch war ihre gemeinsame Zeit nicht gekommen. Heimlich hat er alles unternommen, um ihre Wünsche wahr werden zu lassen. Alles ist auf den perfekten Moment ausgerichtet – auf den Moment, in dem er in Mallorys Leben treten kann. Und doch verläuft ihre Begegnung nicht wie geplant, denn seine Gefühle lassen sich nicht länger unterdrücken. Was, wenn er Mallory für immer verliert?

Protagonistin Mallory ♥️

Mallory ist strebsam und ehrgeizig. Sie geht nicht auf Partys, vergnügt sich nicht mit Jungs und führt ansonsten ein völlig normales Leben. Ich mochte von Anfang an ihre offene und liebenswürdige Art. Auch mit dem Willen sich und der Welt ihr Können zu beweisen, konnte ich mich richtig gut identifizieren. Sie schien mir doch so normal, dass ich gedacht habe sie würde nach Miles obsessiven Enthüllungen kreischend davonrennen. Doch das hat sie nicht. Im Laufe der Geschichte verwandelte sich die Beziehung von Mallory und Miles in ein verworrenes düsteres Verlangen. Fast schon besessen voneinander und völlig irrational. Was ich etwas untypisch für die normal aufgewachsene, völlig klardenkende, intelligente Mallory fand. Was ich irgendwie nicht tragisch fand, war der Versuch trotz Miles Besessenheit und Kontrollzwang mit ihm eine Beziehung zu führen, denn wenn wir mal ehrlich sind, wünschen sich doch einige von uns so umsorgt zu werden wie Mallory von Miles umsorgt wurde. Ich mag es, wenn Autoren nah an der Realität bleiben und entgegen der meisten Behauptungen, dass es absurd sei nach so einem Stalking-Akt beim Täter zu bleiben, würde ich gerne mal die Hände sehen, die einen gutaussehenden Milliardären mit einem ausgeprägten Beschützerinstinkt ablehnen würden, nur weil es die Feministin in ihnen beleidigt. Mallory hat in mir zwiegespaltene Gefühle geweckt und wirkte auf mich teilweise wie zwei unterschiedliche Personen. Getrennt kann man sie gut einordnen nur zusammen wird es etwas merkwürdig.

Protagonist Miles ♥️

Miles ist reich, gutaussehend, mächtig und völlig besessen von Mallory. Man weiß nicht ob man an manchen Stellen des Buches nicht doch die weiße Hab-Mich-Lieb-Jacke auspacken soll denn so einiges an ihm ist gruselig. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto tiefer kann man einen Einblick in seine Psyche werfen und zurück bleibt ein einfaches, rohes Verlangen zu beschützen. In diesem Fall richtet sich dieses Verlangen auf Mallory. Miles Denkweise ist pragmatisch. Gibt es ein Problem, schafft er es aus dem Weg. Nur Mallory kann wirklich zu ihm durchdringen, was ihn mir gleich auf Anhieb sympathischer macht. Da kann ich auch über den ein oder anderen Kontrollzwang hinwegsehen. Auch seine Art, am Ball zu bleiben, nicht aufzugeben und um Mallory zu kämpfen finde ich süß, ein bisschen zu viel des Guten aber dennoch süß. Alles in Allem hat Miles zwar mein Herz nicht im Sturm erobert aber als Romanfigur und als nichtexistierender Mann finde ich ihn gar nicht mal so gruselig.

Story-Aufbau ♥️

Die Story beginnt mal auf eine ganz andere Weise was ich erfrischend finde, kein Klischeehaftes aneinander herantasten. Nein im Gegenteil, Miles hat sein Herz längst verloren und Mallory muss es noch verlieren, was eine ganz neue Konstellation ist. Trotz Miles Besessenheit von Mallory macht es wirklich Spaß zu sehen wie der erste direkte Kontakt zwischen den beiden aufgebaut wird und auch nach verräterischen Hinweise von Miles Seite Ausschau zu halten. Immer wieder dachte ich, oh nein jetzt hat er sich verraten. Und dann hat er doch noch eine logische Erklärung aus dem Hut gezaubert. Wenn man über die paar völlig irrationalen Handlungen der Beiden hinwegschaut macht es eigentlich richtig Spaß zu lesen und an prickelnden Stellen mangelt es auch nicht. Man muss sich halt immer vor Augen halten, dass Miles kein ekliger armer Schlucker ist sondern aussieht wie ein Model und dazu noch Milliardär. Dann sieht man die Geschichte als Lovestory und nicht als Folge von Law & Order.

Bewertung ♥️

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ 

Message an die Autorin ♥️

Liebe Alexa du hast all die schmutzigen Fantasien zusammengepackt und sprichst damit die rohen Gefühle eines Menschen an. Der Drang zu beschützen, zu kontrollieren, die verworrenen irrationalen Gefühle der Liebe. Manche rümpfen vielleicht die Nase darüber doch ich bin Feministin genug um zuzugeben, dass einige von Miles dunkeln Begierden keinesfalls so abstoßend auf mich gewirkt haben, wie es mir die Gesellschaft eintrichtern möchte. Also mach genau so weiter, die Welt braucht mehr Autoren die an den verklemmten Gitterstäben der Gesellschaft rütteln.

Instagram: Zeilenwanderzauberin

 

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Rezension zu „Vicious Love“ von L. J. Shen

Klappentext ♥️

Emilia LeBlanc traut ihren Augen nicht, als sie nach zehn Jahren zum ersten Mal wieder Baron „Vicious“ Spencer gegenübersteht. Vicious, der ihr das Leben einst zur Hölle gemacht hat. Vicious, der nie nett, immer furchtbar zu ihr war. Vicious, der sie ans andere Ende der USA und weg von ihrer Familie getrieben hat. Vicious, der einzige Mann, den sie je geliebt hat.

Inzwischen ist er ein erfolgreicher Anwalt und leitet mit seinen drei besten Freunden ein Multi-Milliarden-Dollar-Unternehmen. Emilia, die es kaum schafft, sich und ihre kranke Schwester über die Runden zu bringen, weiß, dass Vicious der letzte Mann ist, den sie jetzt in ihrem Leben gebrauchen kann. Und doch kann sie sich wie damals schon einfach nicht von ihm fernhalten …

Protagonistin Emilia ♥️

Emilia ist ein ganz normales Mädchen mit einem Faible für ausgefallene Klamotten. Sie ist aufrichtig, chaotisch und manchmal geradezu selbstzerstörerisch. Obwohl sie voller Selbstzweifel ist, weiß sie was sie will. Aus dem Mädchen vom Lande wird im Verlauf des Buches eine mutige junge Frau. Lässt sie sich am Anfang noch viel von Vic gefallen, lässt sie ihn zum Ende hin zu Kreuze kriechen.  Das gefällt mir an ihr, sie beschützt nicht nur ihre Schwester und ihre Familie, sondern auch ihr Herz. Emilia macht eine wahnsinnig große Entwicklung durch. Besonders hat mir gefallen, dass sie nicht nur in eine Schublade gedrückt wurde. Sie ist weder extrem zurückhaltend noch ist sie laut. Ihr Charakter besteht aus so vielen Facetten. Sie kann sowohl sanft als auch wütend sein, genervt und amüsiert, selbstbewusst und schüchtern. Auch ihr Mitgefühl und ihre Art das Leben zu genießen haben mir gefallen. Sie lebt ein wenig in den Tag hinein, verliert sich nicht in Tagträumen und nimmt jede Hürde wie sie kommt. Für mich ist Emilia eine aufrichtige und liebenswürdige Person die eigentlich nur irgendwie durchs Leben kommen will.

Protagonist Vicious ♥️

Vic ist gnadenlos seinen Feinden gegenüber. Mit seinen tiefen Narben sowohl auf der Haut, als auch auf der Seele, kann man es ihm nicht verübeln. Von Rachegedanken zerfressen, vom Leben gezeichnet und wie ein verwundetes Tier mit ausgefahrenen Krallen um sich schlagend. Ja Vicious kann gnadenlos sein wie der Teufel. Umso schöner ist es, wenn seine sanfte Seite zum Vorschein kommt. Obwohl er alle Eigenschaften eines Bad-Boys hat, ist sein Charakter keinesfalls flach. Er hat einfach seine eigene Ausdrucksweise, seinen eigenen Kopf. Das Leben hat ihm beigebracht, dass er sich nehmen muss, was er will und das tut er. Auch Vic entwickelt sich im Laufe des Buches. Stück für Stück lässt er alten Schmerz hinter sich. Er vergibt nicht, vergisst nicht aber er wacht endlich auf, erkennt was wichtig ist. Er macht sogar eine größere Entwicklung durch als Emilia. Er will sich ändern und was Vic will, das schafft er auch. Vic hat zwei Gesichter und am Anfang denkt man, beide wären kalt wie Eis. Doch je mehr man ihn auf seinem Weg begleitet, desto klarer wird, Vicious ist keinesfalls aus Eis gebaut. Tatsächlich geht er als erwachsener Mann erheblich nüchtern an seine Gefühle heran. Ihm wird schnell klar, wie seine Gefühle zu Emilia sind. Er streitet es weder ab, noch druckst er lange herum, was ich herrlich erfrischend finde. Er hat es nicht nötig zu leugnen, tut nicht unnahbar, klärt die Fronten. Vic mag ein Bad-Boy sein, doch er ist auch intelligent und realistisch. Diese Kombination raubt mir den Atem.

Story-Aufbau ♥️

J. Shen verdreht einem mit ihrem Vic den Kopf. Doch nicht nur der knallharte Bad-Boy macht Vicious Love so gut, es ist die Kombination aus Liebe und Verlangen die so berauschend ist. Emilia und Vic, hell und dunkel, arm und reich, freakig und straight. Ja die beiden brachten mich zum Schmunzeln denn sie sind so gegensätzlich und doch passen sie perfekt zusammen. L. J. Shen hat einen unglaublich guten Schreibstil und weiß schon mit wenigen Worten Emotionen zu wecken. Ich fieberte mit, freute mich, war traurig, frustriert und glücklich. Alles was ein Bestseller haben muss ist vorhanden. Vic und Emilia schaffen eine so außergewöhnliche Atmosphäre, dass ich jede Seite verschlungen habe. Ich freue mich schon riesig auf den nächsten Band.

Anmerkung ♥️

Ich hatte die Ehre Vicious Love im Rahmen einer Leserunde vorablesen zu dürfen. Erstmal herzlichen Dank an die Lesejury.de für diese Erfahrung. Es war meine erste Leserunde bei Euch und es war ein tolles Erlebnis. Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht mit den anderen Teilnehmern über den Story-Verlauf zu diskutieren, den Werdegang von Vic und Emilia zu analysieren und die Meinungen der Anderen zu lesen. Das Manuskript von Vicious Love war dann noch die Kirsche auf dem Eisbecher. Ich habe mich so darüber gefreut und werde es hüten wie meinen Schatz. Ein Buch ist etwas Wundervolles, doch ein Manuskript ist einzigartig.

Bewertung ♥️

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Instagram: Zeilenwanderzauberin

 

Allgemein

Rezension zu „13 – Das Tagebuch“ von Carl Wilckens

Klappentext ♥️

Godric End, Symbolfigur des Bürgerkriegs in Dustrien, ist in Gefangenschaft geraten. Für eine Zigarette pro Tag erzählt er den Insassen von Zellenblock 13 seine Geschichte:
Ich war elf, als ich zum ersten Mal tötete. Meine Jugend verbrachte ich im Rumpf der Swimming Island, fern vom Sonnenlicht. Erbarmungslose Piraten waren meine Familie. Hunger war mein einziger Freund. Worte wie Vertrauen oder Hoffnung bedeuten mir nichts. Das Leben eines Menschen ist für mich nicht mehr wert als das einer Ratte. Ich bin mehr Bestie denn Mann und ich giere nach einer Droge namens Perl.
Trotzdem nennt man mich einen Helden. Einen Freiheitskämpfer. Aber die Wahrheit über mich ist ein scheues und manchmal hässliches Tier.
Ihr glaubt, die Magie sei ein Mythos. Aber es gibt noch Alchemisten an den verborgenen Orten dieser Welt. Und ihr ahnt nicht, welche Gefahr hinter den Spiegeln lauert. Ihr habt vermutlich nicht einmal bemerkt, dass die Sterne am Himmel einfach verschwinden.
Ihr sollt meine Geschichte hören. Von meiner Zeit als Auftragsmörder und von meiner ersten Liebe. Vom Tagebuch, mit dem alles begann. Von der Suche nach meiner Schwester und dem Untergang der Welt. Düster, abenteuerlich und unglaublich fesselnd.

Protagonist Godric End ♥️

Godric ist unser Anti-Held und nimmt uns mit in sein Leben das Geprägt von Gewalt und Schmerz ist. Durch ein unglückliches Ereignis landet er in einer Welt in der der tägliche Kampf ums Überleben, Blut und Hunger an der Tagesordnung stehen. Gleich von Anfang an fesselt er mich mit seiner Geschichte aber auch mit seinem Mut und dem Willen zu überleben. Godric erzählt uns von seinem Leben, das so düster ist, dass kein Licht zu finden ist und doch sucht man nach Hoffnung. Wir gehen ein langes Stück seines Weges mit ihm. Und von einem kleinen Jungen der zum Opfer wurde bleibt ein erwachsener Krieger zurück. Obwohl die grausame Umgebung in der er zum Mann heranwuchs ihm fast sein ganzes Selbst nahm, weckt Godric viel Sympathie in mir. Als er sich endlich befreien kann wird mir auch klar warum. Denn unser Anti-Held hat sich in der tiefe seiner Seele, sein Herz bewahrt, eingepackt in Eis. Er versucht Frieden zu finden, stolpert aber über etwas, das ihn seine Ziele neu sortieren lässt. Dieses Ereignis zeigt, dass er immer noch beschützen will, dass immer noch etwas Menschliches in ihm steckt. Und Godric End beendet seine Geschichte mit 13 –  Das Tagebuch nicht.

Story-Aufbau ♥️

Carl Wilckens nimmt uns mit in eine Welt, wo Gut und Böse kaum zu unterscheiden sind. Er verleitet uns dazu darüber nachzudenken, was es heißt, wenn der Zweck das Mittel heilt. Man könnte das Buch fast schon in zwei Abschnitte einteilen. Im ersten bestreiten wir mit Godric sein Leben, kämpfen, morden, überleben. Im zweiten gehen wir dem Verbleib seiner Schwester nach. Ist die eine Seite grausam und brutal, so nahe an der nackten Realität wie es nur geht, ist die andere vollgestopft von Magie, mystischem, unerklärlichem. Carl schickt uns auf eine Reise, in der man sich nicht sicher ist ob sie erträumt oder real ist. Mit Wesen von dessen Existenz keiner von uns überzeugt ist.  Diese Kombination aus Realität und Wahnsinn machen dieses Buch so unglaublich faszinierend. Man taucht in eine Welt ein die es so bis dato noch nicht gegeben hat. Faszinierend, düster, geheimnisvoll, trostlos und doch magisch, aufregend, abenteuerlich. Jeder im Zellentrakt 13 lauscht der Geschichte von Godric End, und vertrau mir, wenn ich dir sage, dass du es auch wirst.

Fazit ♥️

Ich kann nicht sagen, je ein vergleichbares Buch gelesen zu haben. Und doch habe ich es in einem Zug durchgelesen und hungere schon nach dem nächsten Band. Carl Wilckens hat eine unglaubliche Art zu schreiben und hat eine ebenso unglaubliche Welt erschaffen. Man konnte so gut wie nie voraussagen, was geschehen wird und das ist wirklich selten. Einzig eine Sache war von Anfang an klar, Godric End hat eine faszinierende Geschichte zu erzählen. Das Buch nimmt eine überraschende Wendung, was es noch besser macht. Man fühlt sich ein wenig wie Alice im Kaninchenbau, an jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Während des Lesens hat man immer diesen gebrochenen Krieger vor sich und nach jedem Kapitel werden alte Fragen beantwortet und neue tauchen auf.

Bewertung ♥️

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Message an die Autorin ♥️

Lieber Carl, am Anfang des Buches hast Du mich schon eingenommen, doch Du hast bis zum Schluss immer wieder einen draufgelegt. Du hast deine ganz eigene Art zu schreiben und diese ist besonders und einzigartig. Ich bin hin und weg und freue mich schon auf mehr.

Instagram: Zeilenwanderzauberin

 

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Rezension zu „Vom einsamen Emoeinhorn Erna, das wie alle sein wollte“ von Alex Simm.

Klappentext ♥️

Augenzwinkernde Balladen. Eine Sonne mit Burnout, ein adipöses Walross, das Germany’s Nex Topmodel werden möchte und ein trauriges Emoeinhorn mit Gewichtsproblemen – allerlei befremdliche Gestalten tummeln sich in Alex Simms Balladen. Erzählende Lyrik mit Hintersinn und Witz zu den Problemen unserer Zeit – und natürlich alles andere als traurig!
Kaum eine Schülergeneration, die nicht wenigstens eine Ballade in der Schulzeit auswendig lernen musste. Ob „Erlkönig“, „Zauberlehrling“, „Glocke“ oder „Bürgschaft“, „John Maynard“ oder „Herr von Ribbeck“. Balladen gehören zu den faszinierendsten Dichtungen. Aber Balladen von Schnapsdrosseln, Schluckspechten, Hipster-Sündenböcken oder fleischfressenden Pflanzen, die Veganer werden wollen?
Alex Simm gibt den Zeiterscheinungen des 21. Jahrhunderts eine absurde Gestalt. Ob Schönheitsideale, Ernährungsverhalten, Medienkonsum oder andere Fragen balladesk überzeichnet werden: Simms komische Dichtungen berühren, weil sie unser eigenes Leben spiegeln.

Handlung ♥️

Alex Simm nimmt alltägliche und aktuelle Themen und packt sie in wunderschöne, lustige und traurige Balladen. Dabei erfasst er ein breites Spektrum. Ob es um Anpassungszwang, den Klimawandel, Regeln und Freiheit, Burnout, Mobbing, Konsumgesellschaften oder das Glücklich-Sein geht. Er packt all die unausgesprochen, unangenehmen Probleme unserer Gesellschaft, wickelte eine ordentliche Portion Satire drumrum und wirft es einem vor die Füße. Und ehe du dich versiehst, denkst du über Dinge nach, die dich Bewegen und am liebsten würdest du der Welt jeden einzelnen Vers an den Kopf knallen und schreien: Seht her, da ist ein Mann der weiß wovon er spricht. Ja Alex Simm hat einen Weg gefunden selbst mich mit meinen 24 Jahren zu einem Balladen-Fan zu machen, auch wenn ich bezweifle, dass ich je wieder eine Ballade lesen werde, die mir so aus der Seele spricht.

Illustrationen von Cora Otté♥️

Eine besondere Betonung verdienen in meinen Augen die Illustraitonen zu den verschiedenen Balladen. Sie sind nicht nur wunderschön gezeichnet, nein. Sie vermitteln die Kernaussage der jeweiligen Balladen so gekonnt und kreativ. Ich war einfach hin und weg, weshalb ich euch meine Lieblingstuschenzeichnung hier noch beigefügt habe:

Fazit ♥️ 

Die Welt braucht mehr Leute wie Alex Simm, Leute, die keine Angst davor haben die Probleme der Gesellschaft aufzugreifen und in die Welt zu tragen. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite Feuer und Flamme, habe mehrere Balladen laut vor mich hingelesen, meinem Mann meine liebsten Passagen vorgelesen und auch auf meinen Social Medias mehr als nur geschwärmt.

Bewertung ♥️

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Message an den Autor ♥️

Lieber Alex ich bin hingerissen und nachdenklich. Du sprichst Dinge aus, die mir schon viele Male im Kopf herumgingen. Es tut gut diese zu hören, es tut gut zu wissen, dass es nicht nur mir so geht mit unserer Gesellschaft. Du hast dein Herzblut in dieses Buch fließen lassen und wirst viele Herzen damit berühren. Meines hast du berührt und dafür danke ich dir.

Instagram: Zeilenwanderzauberin

 

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Rezension zu „Die Bärenführerin“ von Lea Weisz

Klappentext ♥️

Ein hinreißender historischer Mittelalter-Roman über Liebe, Hass, Intrigen und die Magie zwischen Mensch und Tier.

In der Eifel, 1347: Agnes, die siebzehnjährige Tochter des Grafen Werner von Langerode, ist mit Bernard von Hinzweiler verlobt. Doch bereits beim ersten gemeinsamen Ausritt stellt sich heraus, dass er eine hochmütige und brutale Ader hat. Ihre forsche Schwester Beth versucht vergeblich, ihr die Angst vor der Heirat zu nehmen.
Als ihr treuer Hund stirbt, engagiert der Graf eine Gauklergruppe, um seine Töchter aufzuheitern. Agnes hat von Kindheit an eine tiefe Verbundenheit zu Tieren sowie die Gabe, sich in deren Wesen hineinzuversetzen. Als der Tanzbär der Gauklergruppe schwer erkrankt, steht sie ihm in seinen letzten Stunden bei. Dabei knistert es gewaltig zwischen ihr und dem Bärenführer Kilian. Doch diese Verbindung wäre nicht standesgemäß, denn die Grafentochter würde unwiderruflich die Ehre der Familie zerstören, und auch für Kilian hätte es schlimme Folgen. Agnes muss eine Entscheidung treffen – soll sie dem Ruf Ihres Herzens folgen oder den Wünschen ihres geliebten Vaters gerecht werden?

Protagonistin Agnes ♥️

Agnes ist ein liebesvolles Mädchen das ein behütetes und freies Leben auf Langerode geführt hat. Sie ist sehr eigenwillig, weiß auf der einen Seite wie sie sich zu benehmen hat und auf der anderen trägt sie ihr Herz auf der Zunge. Was mir sehr zusagt, denn auch wenn es bei historischen Romanen Tradition ist Frauen als unterwürfige in ihrer Freiheit eingeschränkte Weibsbilder darzustellen, mag ich es, dass der Graf von Langerode seine Kinder nicht völlig unterdrückt und ihnen sogar eine Freude bereitet, so dass Agnes und auch Beth ihre Persönlichkeit entfalten konnten. Mit ihrer Fähigkeit hat Agnes etwas Märchenhaftes. Mit ihrem reinen Herzen und ihrer Tierliebe hat sie mich verzaubert.

Protagonist Kilian ♥️

Kilian der Gaukler trägt sein Herz am rechten Fleck. Er setzt sich für sich und seine Leute ein. Wird zum Löwen, sollte man sie bedrohen, was ich sehr an ihm mag. Ein bodenständiger Junge, der es kaum wagt, nach den Sternen zu greifen. Er beschützt die seinen und die Liebe zu Agnes geht tief. Seine verspielte Art gefällt mir sehr gut und sein Mitgefühl bereitet mir eine angenehme Wärme.

Story-Aufbau ♥️ 

Ein historischer Roman mit ein wenig Zauber. Erzählt wird die Geschichte von Agnes der Bärenführerin wie die Erzählung eines Wanderers. Wer tiefgehende Beschreibungen sucht, ist in diesem Buch fehl am Platz, wer aber die Geschichte der Tochter eines Grafen die zur Bärenführerin wurde, hören möchte, eine Geschichte mit einem Hauch von Magie erzählt wie eine Überlieferung hat das richtige Buch zur Hand. Man darf keine realitätsgetreuen Recherchen erwarten, man muss sich mitreißen lassen und einfach an die Liebe auf den ersten Blick glauben. Besonders finde ich die Geschichte der Gaukler, dessen Leben hart und ein Drahtseilakt ist, spannend und faszinieren. Je kurioser desto erfolgreicher, ein wirklich ungewöhnliches aber faszinierendes Leben. Auch das Familiäre kommt nicht zu kurz, Lea Weisz hat sich mit ihrer Gauklertruppe einen Weg in mein Herz gebahnt.

Bewertung ♥️

5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Message an die Autorin ♥️

Liebe Lea, es muss nicht immer geschrieben werden, wie es alle anderen machen, das hast du bewiesen. Dein Schreibstil ist ungewöhnlich und etwas anders und genau das ist es was mir so gut gefiel. Du hast ein neues Märchen entstehen lassen, verpackt und nur krümelweise lässt du es durchblicken und das ist eine faszinierende Idee. Deine Sprache ist neu und alt. Sie vermischt sich zu einer einzigartigen Erzählung und gerne möchte ich erfahren, wie es mit unserer Gauklertruppe weitergeht.

Instagram: Zeilenwanderzauberin